Beschäftigung, Soziales und Integration

Europäischer Sozialfonds (ESF)

In Menschen investieren

Der ESF ist Europas wichtigstes Instrument für die Förderung von Beschäftigung und sozialer Eingliederung. Er hilft Menschen, einen (besseren) Arbeitsplatz zu finden, benachteiligte Gruppen in die Gesellschaft zu integrieren und bessere Chancen für alle zu schaffen.

Hierzu investiert er in die Menschen Europas und ihre Kompetenzen – Beschäftigte und Arbeitslose, Jung und Alt.

Jedes Jahr verschafft der Fonds etwa zehn Millionen Menschen einen Job, oder er hilft ihnen, ihre Kompetenzen so zu verbessern, dass sie bald einen Arbeitsplatz finden.

Dies ist wichtig,

  • um kurzfristig die Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise abzufedern, vor allem die wachsende Arbeitslosigkeit und Armut;
  • um langfristig als Teil der Strategie Europas zur Umgestaltung seiner Wirtschaft nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch eine integrative Gesellschaft zu schaffen.

Den Wiederaufbau nach der Coronakrise unterstützen

Im Mai 2020 stellte die Kommission notwendige Änderungen an den sozialen Förderprogrammen der Union zur Bewältigung der beschäftigungs- und sozialpolitischen Herausforderungen in der Ära nach der Krise vor.

Die Fonds der Kohäsionspolitik sollen für den Zeitraum 2020-2022 55 Milliarden Euro an zusätzlichen Mitteln erhalten, um den negativen Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Das Instrument hierfür ist REACT-EU. Dem Europäischen Sozialfonds 2014-2020 kommt darin eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung von Arbeitsplätzen und der Förderung der sozialen Integration zu.

Im Rahmen der neuen Vorschläge für den künftigen EU-Haushalt 2021-2027 hat die Kommission auch Änderungen am Vorschlag für den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) vorgelegt.

Finanzmittel und Ziele 2014–2020

In diesem Zeitraum wird der ESF etwa 80 Milliarden Euro (zu jeweiligen Preisen) für folgende Ziele bereitstellen:

Mehr zu den Zielen des ESF für 2014–2020

Wer macht was?

Über Strategie und Mittelausstattung des ESF verhandeln und entscheiden die Regierungen der Mitgliedstaaten, das Europäische Parlament und die Kommission gemeinsam.

Die auf sieben Jahre ausgelegten operationellen Programme werden von den Regierungen und der Europäischen Kommission geplant.

Die Mittel werden einer Vielzahl von Organisationen in privater und öffentlicher Trägerschaft, aber auch Organisationen der Zivilgesellschaft, zur Verfügung gestellt, die den Menschen praktische Hilfe bei der Arbeitssuche oder bei arbeitsplatzsichernden Maßnahmen leisten.

Mehr zum ESF

Überwachung und Bewertung des ESF

Die Kommission und die Mitgliedstaaten sind gemeinsam für die Bewertung der Tätigkeiten des ESF verantwortlich. Die Verwaltungsbehörden führen Evaluierungen auf Ebene der Mitgliedstaaten durch, die Kommission tut dasselbe auf EU-Ebene.

Derzeit laufen folgende Bewertungsverfahren:

Die Evaluierungen stützen sich auf kohärente, vergleichbare und belastbare Daten der nationalen Behörden. Die Daten werden außerdem dazu verwendet zu überprüfen, ob die Programme planmäßig verlaufen. Die Leitlinien der Kommission für Überwachung und Evaluierung bieten den Verwaltungsbehörden bei diesen Aufgaben Orientierung.

Die offene Datenplattform bietet eine Visualisierung von Daten zu Finanzierung und Erfolgen im Rahmen der ESF 2014–2020 sowie Informationen zu Fortschritten bei der Bereitstellung von Investitionen auf EU-Ebene. Informationen zu Erfolgen der Kommission auf EU-Ebene werden in den zusammenfassenden/strategischen Berichten beschrieben.

Kontrafaktische Wirkungsanalysen (CIE) sind Teil der allgemeinen Verpflichtung der EU zu einer ergebnisorientierten und faktengestützten Politikgestaltung. Die Europäische Kommission unterstützt die ESF-Verwaltungsbehörden bei den CIE.

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