Beschäftigung, Soziales und Integration

Kompetenzen und Qualifikationen

Die Art und Weise, wie wir arbeiten, lernen, uns am gesellschaftlichen Leben beteiligen und den Alltag leben, ändert sich laufend mit den technologischen Entwicklungen und den globalen und demografischen Herausforderungen. Die richtigen Kompetenzen helfen uns bei der Anpassung an diese Veränderungen und tragen zu unserem Wohlergehen bei, während wir unseren Beitrag zur Gesellschaft, Produktivität und zum Wirtschaftswachstum leisten.

Heute müssen wir über eine Vielzahl an Kompetenzen verfügen, darunter die Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen, digitale Fertigkeiten und berufliche oder technische Kompetenzen sowie unternehmerische Kompetenzen und transversale Kompetenzen wie Fremdsprachen oder die Fähigkeit zu lernen und Initiativen zu ergreifen.

Das Europa von heute ist mit einer Reihe von Problemen konfrontiert:

  • Ein untragbar hoher Anteil der Europäer – jeder Fünfte – hat immer noch Probleme mit dem Lesen und Schreiben, und viele mehr können kaum Rechenfähigkeiten oder digitale Fähigkeiten vorweisen. Einem beträchtlichen Teil der Migranten und Asylbewerber fehlt es an den Grundfertigkeiten, und sie haben nur geringe Kenntnisse von der Sprache des Aufnahmelandes. Für sie besteht daher eine hohe Gefahr der Arbeitslosigkeit, Armut und sozialen Ausgrenzung.
  • Viele in Europa finden keine Arbeit, weil sie nicht über die richtigen Kompetenzen verfügen, oder sie arbeiten in Bereichen, die nicht ihren Fertigkeiten entsprechen. Tatsächlich arbeiten 30 % der Hochschulabsolventen in Berufen, die keinen Hochschulabschluss erfordern.
  • Gleichzeitig können 40 % der Arbeitgeber keine Arbeitskräfte mit den richtigen Kompetenzen finden, um ihre offenen Stellen zu besetzen, und viel zu wenige verfügen über die Vorbereitung, Einstellung und Kompetenz, um ein eigenes Unternehmen zu gründen oder nach neuen Geschäftsmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Die Bildung und Ausbildung in Europa fallen unter die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Die nationalen und regionalen Arbeitsmärkte und Bildungssysteme sehen sich mit ihren jeweils eigenen besonderen Herausforderungen konfrontiert, wobei die Mitgliedstaaten aber vor ähnlichen Problemen und Chancen stehen.

Daher zielen die europäischen Initiativen für Kompetenzen darauf ab, alle europäischen Interessenträger auf der Grundlage der folgenden Aktionslinien zu mobilisieren:

Jährlich erhält eine große Zahl von Mitgliedstaaten länderspezifische Empfehlungen in Bezug auf die Entwicklung von Kompetenzen, die ihnen als Leitfaden bei der nationalen Politikgestaltung dienen können.

Auch gibt es in Zusammenarbeit mit der OECD eine Unterstützung nationaler Kompetenzstrategien, um den Mitgliedstaaten bei der Ausarbeitung konkreter Strategievorschläge zu helfen, während EU-Förderungen bei der Umsetzung politischer Modelle eine Unterstützung bieten:

Von der Kommission wurden in der Vergangenheit eine Reihe politischer Maßnahmen zur Behandlung der wichtigsten Herausforderungen und Probleme in Bezug auf Kompetenzen vorgeschlagen, darunter die Initiativen „Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen“ und „Neue Denkansätze für die Bildung“.

Am 10. Juni 2016 wurde von der Kommission eine neue europäische Agenda für Kompetenzen angenommen, in der zehn Maßnahmen zur Unterstützung beim Kompetenzerwerb vorgeschlagen werden.

Seite weiterempfehlen