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Von Paola Testori Coggi, Generaldirektorin für Gesundheit und Verbraucher in der Europäischen Kommission

Von Paola Testori Coggi, Generaldirektorin für Gesundheit und Verbraucher in der Europäischen Kommission

Bei der Formulierung ihrer Strategien und Vorschläge im Hinblick auf Verbrauchersicherheit, Gesundheit und Umweltschutz zieht die EU-Kommission unabhängige wissenschaftliche Ausschüsse zu Rate, die fundierte Erkenntnisse auch zu neuen und aufkommenden Themen liefern. Derartige Gutachten und Stellungnahmen sind für politische Entscheidungsträger unerlässlich, um das hohe Niveau an Gesundheits- und Umweltschutz zu wahren, das die Bürger von der Europäischen Union erwarten.

Seit 1978 haben die wissenschaftlichen Ausschüsse „Verbrauchersicherheit“ , „Gesundheits- und Umweltrisiken“  und „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken“ über 1000 wissenschaftliche Gutachten erstellt. Die meisten dieser Gutachten dienten als Grundlage für Verordnungen oder trugen zu einer faktengestützten Strategieplanung der EU bei.

Diese wissenschaftlichen Ausschüsse, zu deren Mitgliedern hochrangige Wissenschaftler aus der ganzen Welt gehören, überprüfen und bewerten wissenschaftliche Daten zu potenziellen Risiken folgender Art:

Andere Stellungnahmen befassen sich mit möglichen Auswirkungen neuer Produkte auf die Gesundheit, z. B.:

In letzter Zeit ging es bei der Arbeit der Ausschüsse vor allem um medizinisches Material, zum Beispiel Brustimplantate aus PIP-Silikon und Metalle in Hüftprothesen, mögliche Gesundheitsrisiken von Chemikalien (Phthalate) in Kinderspielzeug und Auswirkungen von Mobiltelefonen und tragbaren Musikabspielgeräten.

Vor Kurzem benannte die Europäische Kommission neue Mitglieder für die wissenschaftlichen Ausschüsse. Auf ihrer ersten Plenarsitzung am 11. und 12. April 2013 in Luxemburg werden die neu ernannten Wissenschaftler pdf offiziell von der Europäischen Kommission und der luxemburgischen Regierung begrüßt. 

Die EU-Strategie hinsichtlich wissenschaftlicher Beratung und der Arbeit dieser Ausschüsse beruht auf drei Grundsätzen: Exzellenz, Unabhängigkeit und Transparenz. Diese Offenheit hilft, stets die besten Wissenschaftler anzuziehen und einen intensiven Dialog mit den Interessenträgern zu führen, um Diskussion und Informationsaustausch anzuregen.

Parallel dazu gelten strenge interne Vorkehrungen zur Gewährleistung der Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Arbeit und zur Vorbeugung von Einflussnahme aus wirtschaftlichen, sozialen oder anderen nicht-wissenschaftlichen Gründen. Dabei geht es vor allem um die Verbreitung der Ergebnisse der Arbeit der wissenschaftlichen Ausschüsse, sodass deren Schlussfolgerungen nicht nur der wissenschaftlichen Welt, sondern auch den Interessenträgern bekannt sind.

Letztendlich geht es darum, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger Europas auf hohem Niveau zu schützen und gleichzeitig Wettbewerb und Wirtschaftswachstum in Europa mithilfe von Wissenschaft und Innovation anzuregen. Dies trägt zu den Zielen der Strategie Europa 2020 bei – für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

Einrichtung neuer wissenschaftlicher Ausschüsse

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