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Neuer demografischer Bericht: EU‑Bevölkerung wird älter und vielfältiger

01/04/2011 Ein junges Mädchen geht spazieren mit ihren Eltern

Nach dem dritten Bericht zur Demografie, der in Zusammenarbeit mit Eurostat veröffentlicht wurde, leben die Europäer länger und gesünder.

Als positiver Trend zeichnet sich in dem Bericht ab, dass die Geburtenziffer weiterhin langsam steigt. Sie hat sich bereits von weniger als 1,45 Kinder je Frau auf 1,6 erhöht. Damit die Bevölkerungszahl stabil bleibt, sind jedoch 2,1 Kinder je Frau notwendig. Der Bericht verweist auf moderne Familienpolitik als gute Möglichkeit, um die Beschäftigung zu verbessern, indem für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gesorgt wird.

Auch die Lebenserwartung ist beinahe stetig und einheitlich um etwa 2-3 Monate jedes Jahr angestiegen. Sie bildet die Hauptursache für die Alterung der Bevölkerung. Gleichzeitig gibt es geografische Unterschiede, denn in vier Mitgliedstaaten (Bulgarien, Litauen, Lettland, Rumänien) ist die Bevölkerungszahl durch die natürliche Entwicklung (mehr Sterbefälle als Geburten) und durch Auswanderung stark rückläufig.

Der Bericht legt auch dar, wie das Bevölkerungswachstum in Europa immer noch hauptsächlich durch die Einwanderung getragen wird. Etwa 1 bis 2 Millionen Nicht-EU-Bürger kommen pro Jahr in die EU-Mitgliedstaaten, und auch die Mobilität innerhalb der EU hat sich verstärkt. Bis 2060 wird sich der Anteil der Migranten und ihrer Nachkommen verdoppeln. Obwohl sich die Netto-Einwanderung in die EU infolge der Krise halbiert hat, steigt die Zahl der Nicht-EU-Bürger innerhalb der Union immer noch an.

Was die Mobilität innerhalb der EU betrifft, so zeigt die neue Eurobarometer-Erhebung, dass jeder Fünfte der Befragten aus den 27 EU-Mitgliedstaaten entweder im Ausland gearbeitet oder studiert hat, einen ausländischen Lebenspartner hat oder Immobilien im Ausland besitzt. Jeder zehnte Befragte gab an, in den nächsten zehn Jahren in einen anderen Mitgliedstaat ziehen zu wollen.


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