Beschäftigung, Soziales und Integration

ALMA (Aim, Learn, Master, Achieve)

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Europa muss diejenigen stärker unterstützen‚ die durchs Netz gefallen sind — junge Menschen, die keine Arbeit haben, nicht zur Schule gehen und keine Berufsausbildung absolvieren (NEETs), so Präsidentin von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union 2021.

Deshalb startet die Kommission die Initiative ALMA (Aim, Learn, Master, Achieve — Anvisieren, Lernen, Meistern, Ankommen). Sie soll diese jungen Menschen in Lohn und Brot bringen, gerade die am stärksten benachteiligten zwischen 18 und 30, die individuell oder strukturell bedingt (Behinderung, langzeitarbeitslos, unzureichende schulische Leistungen bzw. berufliche Kompetenzen, Migrationshintergrund usw.) unsere Unterstützung brauchen.

ALMA bietet:

  • betreute Auslandsaufenthalte von 2 bis 6 Monaten in einem anderen EU-Mitgliedstaat
  • einen umfassenden Projektzyklus mit permanenter Betreuung und Beratung

Die jungen Menschen sollen so ihre Kompetenzen, Kenntnisse und Erfahrungen erweitern, die Möglichkeit erhalten, europaweit neue Kontakte zu knüpfen und somit mehr Rückhalt in ihrem Heimatland bekommen. Das übergeordnete Ziel besteht darin, sie in die Gesellschaft zu integrieren und sie in Lohn und Brot zu bringen.

Mit dieser neuen Initiative zur Aufnahme benachteiligter junger Menschen in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft ihres Heimatlandes bekräftigt die Kommission ihr in der europäischen Säule sozialer Rechte verbrieftes Eintreten für die Umsetzung der 2020 beschlossenen verstärkten Jugendgarantie im Kampf für mehr Chancengleichheit.

Was ist ALMA?

Bei ALMA geht es um den Ausbau der 2008 von Deutschland ins Leben gerufenen Initiative „IdA — Integration durch Ausbildung“, die 2012 zunächst von einem ESF-geförderten transnationalen Netzwerk aus 15 Mitgliedstaaten — und ab 2015 im Rahmen einer transnational koordinierten Ausschreibung des Europäischen Sozialfonds übernommen wurde.

ALMA wird im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) von den Mitgliedstaaten durchgeführt und auf EU-Ebene von der Kommission gefördert.

In Ergänzung bestehender Programme für mehr Mobilität junger Menschen wie Erasmus Plus oder Europäisches Solidaritätskorps spricht ALMA genau die Gruppe junger Menschen an, die nicht von diesen Programmen erfasst werden.

Zielgruppe

ALMA ist ein länderübergreifendes Mobilitätsprogramm für junge Menschen ohne Arbeit und ohne schulische oder berufliche Ausbildung. Konkret geht es um junge Menschen, die

  • Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben
  • langzeitarbeitslos sind
  • unzureichende schulische Leistungen oder berufliche Fähigkeiten aufweisen
  • Migrationshintergrund haben
  • oder mit einer Behinderung leben

Welche Unterstützung wird geboten?

  1. Vor ihrem Auslandsaufenthalt erhalten die Teilnehmer/innen eine intensive maßgeschneiderte Schulung in ihrem Heimatland.
  2. Ihnen steht ein angeleitetes Arbeitspraktikum mit begleitendem Mentoring- Angebot von 2 bis 6 Monaten in einem anderen EU-Mitgliedstaat offen.
  3. Nach ihrer Rückkehr sorgt kontinuierliche Unterstützung für Orientierung und Nutzung der erworbenen Kompetenzen im Heimatland, damit sie einen Job finden oder die Ausbildung fortführen.

Welche Kosten werden übernommen?

Die ESF+-Mittel tragen zur Deckung folgender Kosten bei:

  • Fahrtkosten
  • Versicherung
  • Sozialversicherung
  • Grundbedarf wie Nahrung und Unterkunft
  • Betreuung und Beratung vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt

Antragstellung

Die Teilnehmer/innen werden im Zuge der ESF+-Programme der EU-Mitgliedstaaten und -Regionen ausgewählt, die ALMA im Rahmen dieser Programme ab 2022 umsetzen.

Mehr Informationen hierzu folgen in Kürze. Verwaltungsbehörden und Organisationen, die an einer Teilnahme interessiert sind, können sich bis dahin an folgende Stelle wenden: EMPL-ALMA@ec.europa.eu 

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