Beschäftigung, Soziales und Integration

Beschäftigungsinitiative für junge Menschen

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen ist eine der Hauptfinanzierungsquellen der EU zur Unterstützung der Umsetzung der Jugendgarantie. Sie wurde zur Unterstützung von jungen Menschen in den Regionen eingeleitet, in denen die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2012 mehr als 25 % betrug. Sie wurde 2017 für Regionen aufgestockt, in denen die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2016 mehr als 25 % betrug.

Die Initiative richtet sich ausschließlich an junge Menschen, die sich weder in der Schule, noch in Beschäftigung, noch in Ausbildung befinden, lange arbeitslos oder nicht als arbeitssuchend gemeldet sind. Dadurch wird gewährleistet, dass in den Teilen Europas, wo die Probleme am dringendsten sind, junge Menschen gezielt gefördert werden. Die Initiative unterstützt in erster Linie die Bereitstellung von

  • Ausbildungsplätzen,
  • Praktika,
  • Stellenangeboten,
  • Fortbildungsmaßnahmen, die zu einer Qualifikation führen.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen unterstützt die Umsetzung der Jugendgarantie. Im Rahmen der Jugendgarantie sollen die EU-Länder Maßnahmen treffen, um zu gewährleisten, dass jungen Menschen unter 25 Jahren binnen vier Monaten nach dem Verlassen der Schule oder dem Verlust des Arbeitsplatzes eine hochwertige Arbeitsstelle oder Weiterbildungsmaßnahme oder ein hochwertiger Ausbildungs- oder Praktikumsplatz angeboten wird.

Im Hinblick auf die Umsetzung von Jugendgarantie-Programmen ergänzt die Beschäftigungsinitiative andere Maßnahmen auf nationaler Ebene, insbesondere solche, die aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden. Neben der Unterstützung für einzelne Menschen kann der ESF darüber hinaus zur Reform von Beschäftigung sowie Aus- und Weiterbildungseinrichtungen und -diensten beitragen.

Die Gesamtmittelausstattung (alle förderfähigen EU-Länder) der Initiative beläuft sich auf 8,8 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014–2020. Die ursprüngliche Mittelausstattung belief sich auf 6,4 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014–2015. Angesichts der weiterhin hohen Jugendarbeitslosigkeit schlug die Kommission jedoch im September 2016 eine Mittelaufstockung vor. Im Juni 2017 billigten der Rat und das Parlament eine Erhöhung der Mittelausstattung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen um 2,4 Milliarden Euro für förderfähige Mitgliedstaaten für den Zeitraum 2017–2020.

Von der Gesamtdotation in Höhe von 8,8 Milliarden Euro stammen 4,4 Milliarden Euro aus einer eigenständigen Haushaltslinie „Jugendbeschäftigung“, die restlichen 4,4 Milliarden Euro aus nationalen ESF-Zuweisungen. Der ESF-Beitrag wird durch Eigenmittel der in Frage kommenden EU-Länder aufgestockt. Die Initiative wird gemäß den ESF-Vorschriften umgesetzt.

Um Maßnahmen vor Ort schneller anzuschieben, wurden den Mitgliedstaaten beträchtliche Mittel in Form einer Vorfinanzierung zur Verfügung gestellt, die 2015 ausnahmsweise auf 30 % der eigenständigen Haushaltslinie der Beschäftigungsinitiative angehoben wurde.

Hintergrund

  • Im Februar 2013 einigte sich der Europäische Rat auf die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, um die finanzielle Unterstützung der EU für die Regionen und Menschen zu erhöhen, die am stärksten mit Jugendarbeitslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit zu kämpfen haben,.
  • Im April 2013 wurde die Empfehlung zur Jugendgarantie offiziell verabschiedet, die den erfolgreichen Einstieg junger Menschen ins Berufsleben gewährleisten soll.

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