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Beschäftigung von Jugendlichen

Beschäftigung von Jugendlichen

Die EU unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit und der Erhöhung der Beschäftigungsquote junger Menschen in Einklang mit dem übergeordneten Ziel der EU, für die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre) eine Beschäftigungsquote von 75 % zu erreichen.

Datenblatt: Die Jugendgarantie und die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen drei Jahre nach ihrer Einführung

Bedeutung der Förderung der Jugendbeschäftigung durch die EU

  • 2016 befanden sich in der EU über 6,3 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren weder in Ausbildung noch in Beschäftigung.
  • 2016 waren in der EU mehr als 4,2 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren arbeitslos.
  • Trotz eines Rückgangs von mehr als 23 % im Jahr 2013 auf weniger als 19 % im Jahr 2016 ist die Jugendarbeitslosenquote in der EU nach wie vor sehr hoch (in mehreren Ländern liegt sie sogar über 40 %). Die Langzeitarbeitslosigkeit unter jungen Menschen ist weiter auf Rekordhöhe.
  • Die Jugendarbeitslosenquote in der EU ist mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtarbeitslosenquote (ungefähr 19 % gegenüber 9 % im August 2016). Hinter dieser Quote verbergen sich große Unterschiede zwischen den Ländern: So beträgt der Abstand zwischen dem EU-Land mit dem niedrigsten Wert (Deutschland 7 %) und den EU-Ländern mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit (Griechenland 48 % und Spanien 43 %) über 30 Prozentpunkte.
  • 2016 lagen die Beschäftigungsquoten für junge Menschen insgesamt (34 %) immer noch vier Prozentpunkte unter den Quoten von 2008.
  • 2016 waren in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen 11 % vorzeitige Schulabgänger.
  • Hohe Jugendarbeitslosigkeit geht zuweilen mit wachsenden Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Stellen einher. Dies deutet auf ein Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt hin, das auf unzureichende Qualifikationen, begrenzte geografische Mobilität oder unangemessene Entlohnung zurückzuführen ist.

Wichtigste Maßnahmen

  • Jugendgarantie: Sie ist die Zusage aller Mitgliedstaaten sicherzustellen, dass allen jungen Menschen unter 25 Jahren binnen vier Monaten, nachdem sie arbeitslos geworden sind oder die Schule verlassen haben, eine hochwertige Arbeitsstelle oder Weiterbildungsmaßnahme oder ein hochwertiger Ausbildungs- bzw. Praktikumsplatz angeboten wird. Grundlage der Garantie ist die im April 2013 auf Vorschlag der Kommission angenommene Empfehlung des Rates.
  • Qualitätsrahmen für Praktika: Er enthält Leitlinien für Praktika außerhalb der formalen Bildung, die dazu beitragen sollen, hochwertige Lerninhalte zu vermitteln und faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
  • Europäische Ausbildungsallianz und Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität junger Menschen.

Diese drei Leitmaßnahmen sind Teil des Jugendbeschäftigungspakets (2012), das seinerseits wiederum zum umfassenderen Beschäftigungspaket gehört.

Finanzierung

  • Beschäftigungsinitiative für junge Menschen (2013): Sie ist eine der Hauptfinanzquellen der EU zur Unterstützung der Umsetzung nationaler Jugendgarantie-Programme. Damit sollen insbesondere in Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % junge Menschen direkt gefördert werden, die sich weder in Aus- oder Fortbildung noch in einem Beschäftigungsverhältnis befinden.

Sonstige Maßnahmen