Zielvorgaben:

  • Beschäftigung
    • – 75 % der erwerbsfähigen Bevölkerung (Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen) erwerbstätig
  • Forschung und Entwicklung (FuE)
    • – Investition von 3 % des EU-BIP in FuE
  • Klimawandel und Energie
    • – 20 % weniger Treibhausgasemissionen als 1990
    • – 20 % Energie aus erneuerbaren Quellen
    • – Erhöhung der Energieeffizienz um 20 %
  • Bildung
    • – Senkung des Anteils der vorzeitigen Schulabgänger auf unter 10 %
    • – Steigerung des Anteils der Bevölkerung im Alter zwischen 30 und 34 mit abgeschlossenem Hochschulstudium auf mindestens 40 %
  • Armut und soziale Ausgrenzung
    • – Senkung der Anzahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen oder bedrohten Menschen um mindestens 20 Millionen

Sinn und Wirkung der Ziele

  • Sie geben einen Überblick darüber, wo die EU im Jahr 2020 in wichtigen Bereichen stehen sollte.
  • Sie werden in nationale Ziele umgesetzt, sodass jeder Mitgliedstaat seine eigenen Fortschritte in einzelnen Bereichen überprüfen kann.
  • Sie beinhalten keine Lastenteilung – es sind gemeinsame Ziele, die im Zusammenspiel von Maßnahmen der EU und der Mitgliedstaaten verfolgt werden sollen.
  • Sie stehen in Wechselbeziehung und wirken gegenseitig verstärkend:
    • – Höhere Bildungsniveaus verbessern die Beschäftigungsfähigkeit und tragen zur Eingrenzung von Armut bei;
    • – FuE und Innovation steigern in Verbindung mit Energieeffizienz Europas Wettbewerbsfähigkeit und schaffen Arbeitsplätze;
    • – Investitionen in saubere Technologien fördern den Klimaschutz und schaffen neue Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Wie wird die Strategie umgesetzt?

Die Strategie Europa 2020 dient als Referenzrahmen für Maßnahmen auf EU-Ebene sowie auf Ebene der EU-Länder und -Regionen.

Die Mitgliedstaaten haben nationale Ziele zur Umsetzung der gemeinsamen europäischen Ziele festgelegt und erstatten im Rahmen ihrer jährlichen nationalen Reformprogramme Bericht über die Fortschritte. Weitere Informationen finden Sie in den nationalen Zielvorgaben und Berichten.

Wie wird die Strategie überwacht?

Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, veröffentlicht regelmäßig umfassende Fortschrittsberichte zu den Zielvorgaben.

2014 und 2015 wurde die Strategie einer Halbzeitüberprüfung unterzogen. Die in diesem Zusammenhang durchgeführte öffentliche Konsultation ergab, dass die Strategie nach wie vor als angemessener Rahmen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung angesehen wird.

Nach der Überprüfung beschloss die Kommission die Fortführung der Strategie, die seitdem im Rahmen des Europäischen Semesters überwacht und umgesetzt wird.