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Bekämpfung der Diskriminierung am Arbeitsplatz

Einleitung

Sie haben ein Recht auf Gleichbehandlung! Faire Behandlung ist ein Grundrecht in der Europäischen Union. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, des Alters, einer Behinderung, der ethnischen Herkunft oder Rasse, der Religion, des Glaubens oder der sexuellen Orientierung ist illegal.

Gleichstellung von Frauen und Männern

Gesetze zur Gleichstellung von Frauen und Männern bestehen seit den Anfangstagen der Europäischen Gemeinschaft.Seit den 1970er Jahren wurden insgesamt 13 Rechtssetzungen mit dem Ziel der Gewährleistung der fairen und gleichen Behandlung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz angenommen.

Diese Gesetze betreffen viele Bereiche, unter anderem die Gleichstellung bei der Bewerbung um eine Arbeitsstelle, die Gleichstellung am Arbeitsplatz, der Schutz schwangerer Frauen und stillender Mütter sowie das Recht auf Mutterschafts- und Elternurlaub.

Millionen Frauen und Männer in ganz Europa genießen diese Rechte tagtäglich – aber nur wenige wissen, dass die Europäische Union hinter diesen Gesetzen steht!

Weitere Formen von Diskriminierung am Arbeitsplatz in Angriff nehmen

Die Gesetze zur Gleichstellung von Frauen und Männern wurden im Jahr 2000 in die neue EU-Rechtsprechung übernommen, die Diskriminierung auch aus anderen Gründen untersagt. Nach diesen neuen Gesetzen ist es illegal, einen Menschen aus folgenden Gründen zu diskriminieren:

  • Rasse oder ethnische Herkunft
  • Religion und Glauben
  • Behinderung
  • Sexuelle Orientierung
  • Alter

Diese fünf Bereiche der Diskriminierung sind zusammen mit der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ebenso Bestandteil des Vertrags von Amsterdam der Europäischen Union wie jene Bereiche, in denen die EU handeln kann, um Diskriminierung zu unterbinden.

Natürlich kann Diskriminierung auch aus anderen Gründen vorkommen, beispielsweise weil ein Mensch verheiratet oder ledig ist, wegen seines Einkommensniveaus oder des Wohnorts. Diskriminierung kann ebenso vorkommen aufgrund des Alters oder Geschlechts einer Person (zum Beispiel könnte eine ältere Frau auf dem Arbeitsmarkt besonders ungleicher Behandlung ausgesetzt sein).

Die Gesetze zum Schutz der Menschen gegen Diskriminierung wegen ihrer Rasse oder ethnischen Herkunft (beispielsweise weil sie farbig sind oder Roma) erstrecken sich nicht nur auf den Bereich Beschäftigung, sondern auch auf andere Bereiche des täglichen Lebens, in denen es zu ungleicher Behandlung kommen kann, z. B. in Schulen, in Wohngebieten, dem Gesundheitswesen oder bei dem Zugang zu Waren oder Dienstleistungen, beispielsweise die Ungleichbehandlung in Geschäften, Restaurants, Hotels usw.

Alle Länder in der EU sind verpflichtet, diese Regeln zur Gleichstellung umzusetzen. Länder, die der EU beitreten, müssen diese Regeln einhalten.

Die europäischen Gesetze zur Gleichstellung regeln den Mindestschutz, der allen BürgerInnen, die in der Europäischen Union leben und arbeiten, zusteht. Die Länder können darüber hinaus weitergehen und noch stärkere gesetzliche Maßnahmen einführen.

Hilfe bekommen

Weiterführende Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten im Rahmen der Rechtsprechung der EU sowie Informationen über Stellen in Ihrem Land, an die Sie sich wenden können, um Rat und Auskünfte zu bekommen, finden Sie unter "Links zum Thema" auf dieser Webseite.

Rechtsprechung ist unerlässlich im Kampf für die Gleichheit, aber wir wissen, dass wir mehr tun müssen. Darum unterstützt die Europäische Union an Reihe von Maßnahmen, die Diskriminierung bekämpfen; von der Finanzierung von Projekten über Forschungsarbeit bis hin zur Unterstützung von Sensibilisierungs- und Informationskampagnen. 

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