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Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen

Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen

Dieser Hilfsfonds unterstützt die EU-Länder bei der Bereitstellung materieller Unterstützung für die am stärksten benachteiligten Personen.

Dies umfasst Nahrungsmittel, Bekleidung und andere für den persönlichen Gebrauch bestimmte Dinge wie Schuhe, Seife und Shampoo.

Materielle Unterstützung muss Hand in Hand mit Maßnahmen zur sozialen Eingliederung wie Beratung und Unterstützung gehen, um Menschen bei der Überwindung von Armut zu helfen.

Nationale Behörden unterstützen gegebenenfalls auch immaterielle Hilfsangebote, um den betroffenen Menschen die Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern.

Wie funktioniert der Hilfsfonds?

Die Kommission genehmigt die nationalen Programme für 2014–2020, auf deren Grundlage nationale Behörden über ihre mittels Partnerorganisationen (oft Nichtregierungsorganisationen) durchgeführten Hilfsmaßnahmen entscheiden. Ein ähnlicher Ansatz wird bereits für den Kohäsionsfonds verwendet.

Die EU-Länder können ausgehend von ihrer jeweiligen Situation entscheiden, welche Art von Hilfe sie leisten möchten (Nahrungsmittel oder materielle Basisunterstützung oder eine Kombination aus beidem) und wie die Anschaffung und Verteilung organisiert wird.

Die nationalen Behörden können die Nahrungsmittel und sonstigen Güter entweder selbst kaufen und den Partnerorganisationen zur Verfügung stellen, oder sie können die Organisationen mit Finanzmitteln ausstatten, sodass diese die Ankäufe tätigen können. Partnerorganisationen, die Nahrungsmittel oder andere Güter selbst kaufen, können diese entweder direkt verteilen oder die Verteilung anderen Partnerorganisationen übertragen.

Wie werden Partnerorganisationen ausgewählt?

Die Partnerorganisationen sind öffentliche Stellen oder Nichtregierungsorganisationen, die von den Behörden des jeweiligen Landes nach auf nationaler Ebene festgelegten objektiven und transparenten Kriterien ausgewählt werden.

Wie viel Geld steht zur Verfügung?

Für 2014–2020 sind effektiv über 3,8 Milliarden Euro für den Hilfsfonds vorgesehen.

Darüber hinaus steuern die EU-Länder im Rahmen der nationalen Kofinanzierung mindestens 15 % der Mittel zu ihrem jeweiligen Programm bei.

Wie ergänzt der Fonds den Europäischen Sozialfonds (ESF)?

Der Fonds wird den Menschen bei ihren ersten Schritten aus Armut und sozialer Ausgrenzung helfen. Er wird dazu beitragen, dass die grundlegendsten Bedürfnisse der am stärksten von Armut betroffenen Personen befriedigt werden, sodass sie eine Chance auf einen Arbeitsplatz oder die Teilnahme an einem beispielsweise durch den ESF unterstützten Ausbildungskurs haben.

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