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Über IMI


Was ist IMI?

Das Binnenmarkt-Informationssystem (IMI) ist ein sicheres mehrsprachiges Online-Tool, das den Informationsaustausch zwischen Behörden erleichtert, die an der praktischen Umsetzung des EU-Rechts beteiligt sind.

IMI unterstützt die Behörden bei der grenzüberschreitenden Verwaltungszusammenarbeit in mehreren Politikbereichen des Binnenmarkts.

Derzeit unterstützt IMI 67 Verfahren in 17 Politikbereichen. Weitere Politikbereiche lassen sich dank der Flexibilität des Systems ohne großen Programmieraufwand hinzufügen.

IMI hat die grenzüberschreitende Verwaltungszusammenarbeit modernisiert und sorgt dafür, dass der Binnenmarkt in der Praxis funktioniert. Es wird zwar ausschließlich von Behörden genutzt – letztendlich sind es jedoch die Unternehmen und Bürger/innen, die von der verbesserten Zusammenarbeit profitieren.

Zahlen und Fakten

  • IMI wurde von der Kommission in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten entwickelt.
  • Der erste Informationsaustausch fand im Jahr 2008 statt. Seitdem wurden insgesamt über 207 000 Informationsanfragen bearbeitet.
  • 2008 waren es noch 30 pro Monat – 2019 wurden über 1 500 Anfragen pro Monat verschickt.
  • Die im Jahr 2012 angenommene IMI-Verordnung legt den Anwendungsbereich des IMI sowie die Rollen und Zuständigkeiten der verschiedenen Akteure fest und regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten.
  • Der Europäische Berufsausweis (EPC) wurde 2016 eingeführt und ist das erste EU-weite Verfahren, das ausschließlich online abgewickelt wird. Es beschleunigt die Anerkennung von Berufs­qualifikationen.
  • Im Januar 2020 trat IMI an die Stelle des zuvor genutzten Tools zur Unterstützung des Netzes für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz, womit ein weiterer Schritt zur Rationalisierung der von der Kommission bereitgestellten IT-Tools vollzogen wurde.
    Durch die Einführung von IMI in diesem neuen Politikbereich werden über 300 Verbraucherschutzbehörden miteinander verbunden, in deren Zuständigkeitsbereich 25 Richtlinien und Verordnungen fallen.
  • Inzwischen sind mehr als 12 000 Behörden mit über 35 000 Nutzern registriert.

Arten von Informationsanfragen

Das IMI-Toolkit deckt die gängigsten Verfahren der Verwaltungs­zusammen­arbeit ab.

  • Bei IMI-Anfragen tauschen zwei zuständige Behörden Informationen miteinander aus.
  • Mitteilungen und Vorwarnungen gehen an mehrere Empfänger, damit die Länder untereinander und/oder mit der Kommission Informationen austauschen können.
  • Repositorien sind zentrale Datenbanken, in denen die Behörden Informationen zu einem bestimmten Politikbereich teilen.
  • Über die öffentliche Schnittstelle können externe Nutzer mit den registrierten Behörden kommunizieren (z. B. um SOLVIT-Fälle oder EPC-Anträge einzureichen).

Vorteile von IMI

  • IMI kann in allen EU-Sprachen genutzt werden. Der Inhalt ist standardisiert. Fragen, Antworten, Nachrichten und Formularfelder sind vorübersetzt. Informationen in Freitextfeldern können mithilfe der maschinellen Übersetzung übersetzt werden.
  • Die mehrsprachige Suchfunktion hilft den zuständigen Behörden, ihre Ansprechpartner in einem anderen EWR-Land zu finden.
  • IMI ist flexibel und lässt sich an die Verwaltungsstrukturen des jeweiligen Landes – zentralisiert, föderal, Mischformen – anpassen.
  • IMI ist aufgrund einschlägiger Datenschutzbestimmungen ein vollkommen sicheres System.
  • Für Schulungen und Support steht das Netzwerk nationaler IMI-Koordinatoren zur Verfügung.
  • Den Mitgliedstaaten entstehen durch die Nutzung des Systems keine IT-Kosten.

Weitere Informationen

IMI wurde gemeinsam von der Kommission und nationalen Verwaltungen entwickelt und hauptsächlich über die Programme IDABC und ISA finanziert.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wie IMI Ihnen die Verwaltungszusammenarbeit in Ihrem Bereich erleichtern könnte, kontaktieren Sie uns bitte.

Zugang zu IMI

Nur registrierte Nutzer haben Zugang zum Binnenmarkt-Informations­system (IMI).

IMI-Schulungsversion

Wenn Sie neu bei IMI sind, können Sie sich anhand unserer Schulungsversion mit dem System vertraut machen.

Dazu müssen Sie sich erst anmelden.

Noch nicht angemeldet?

Ihre Anmeldung muss von einem nationalen IMI-Koordinator genehmigt werden. Nur zuständige Behörden können eine Anmeldung beantragen.