Agrarstatistik
Informationen zu den für Forschungsprojektvorschläge relevanten Daten
- Rechtspersönlichkeit der Betriebe: zusammengefasste Kategorien
- Alter des Betriebsleiters: zusammengefasste Kategorien
- Sonstige Erwerbstätigkeiten: zusammengefasste Kategorien
- Tiervariablen: in Anzahl der Tiere, mikroaggregiert
- Quantitative Variablen für Arbeitskräfte: in Jahresarbeitseinheiten und Personen, mikroaggregiert
- Standardoutput: in Euro, mikroaggregiert
- Tierhaltung: in Plätzen, mikroaggregiert
- Dungerzeugung und -einfuhren: in Tonnen, mikroaggregiert
- Variablen zur pflanzlichen Erzeugung: in Hektar, mikroaggregiert und gerundet
- Variablen zur Bewässerung: in Hektar, mikroaggregiert und gerundet
- Bodenbearbeitung: in Hektar, mikroaggregiert und gerundet
- Fruchtwechsel: als Anteil am Ackerland, in Prozentsatzspannen
- Dungausbringung: als Anteil der landwirtschaftlichen Fläche, in Prozentsatzspannen
- Güllebehälter: zusammengefasste Kategorien
Beschreibung der Datenerhebung
Umfang der Erhebung
Der Zweck der Agrarstatistik, die zuvor unter dem Begriff „Erhebungen über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe“ (FSS) und derzeit unter dem Begriff „Integrierte Agrarstatistik“ (IFS) geführt wird, besteht darin, in regelmäßigen Abständen zuverlässige, vergleichbare und detaillierte Daten über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU zu erheben, um:
- die Lage der Landwirtschaft in der gesamten EU zu bewerten,
- Trends und Entwicklungen der Struktur europäischer landwirtschaftlicher Betriebe zu beobachten,
- die Gemeinsame Agrarpolitik im Hinblick auf ihre ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte zu verwalten, zu bewerten und zu gestalten.
Damit spielen die Betriebsstrukturdaten eine entscheidende Rolle bei der Politikgestaltung, da sie ein wichtiger Beitrag für die Gestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik sind, die auf EU-Ebene aus den Mitteln des EU-Haushalts verwaltet und finanziert wird. Diese Daten werden auch in anderen Politikbereichen eingesetzt, zum Beispiel im Umweltschutz, bei der regionalen Entwicklung und bei Maßnahmen gegen den Klimawandel.
Daten über die Struktur landwirtschaftlicher Betriebe liefern quantitative Belege für die Überwachung mehrerer Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die 2015 von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen wurde.
Datenerfassung
Die verschiedenen nationalen Datenlieferanten in ganz Europa sammeln die Daten, die dann von Eurostat verarbeitet werden. Die nationalen Datenlieferanten sind für die Auswahl der Stichprobe, die Vorbereitung der Fragebogen, die direkten Befragungen oder die Erhebung der Daten aus den entsprechenden Verwaltungsregistern verantwortlich. Sie übermitteln dann die Mikrodaten an Eurostat.
Welche Mikrodaten sind verfügbar?
Eurostat erfasst seit 1990 Mikrodaten über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU. Diese Daten werden sowohl durch die zehnjährliche Landwirtschaftszählung und Stichprobenerhebungen gesammelt. Derzeit stehen Mikrodaten aus den Jahren 2010 (Zählungsjahr), 2016 und 2020 (Zählungsjahr) für Forschungszwecke zur Verfügung. Im Rahmen der Landwirtschaftszählung 2020 wurden Daten von über 9 Millionen landwirtschaftlichen Betrieben erhoben, wobei jeder Betrieb zwischen 200 und 400 Variablen lieferte.
Die wissenschaftlichen Datensätze der Agrarstatistik enthalten teilweise anonymisierte Mikrodaten. In methodischen Leitlinien werden die an Eurostat übermittelten Variablen zur Agrarstruktur beschrieben. Das Dokument „Anonymisation rules for Scientific use files – Farm statistics“ beschreibt die Unterschiede zwischen der ursprünglichen Datenbank (gemäß der Definition in der EU-Verordnung 1200/2009, EU-Verordnung 715/2014 und der EU-Durchführungsverordnung 2018/1874) und den wissenschaftlichen Datensätzen.