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Quartalsbericht über soziale Lage und Beschäftigungssituation in der EU - Juni 2012

27/06/2012 Ältere Arbeitnehmer vor Computern

Gemäß dem neuen vierteljährlichen Bericht der EU-Kommission, verschärft sich die allgemein ungünstige Lage des Arbeitsmarkts und der sozialen Lage in der EU weiterhin und zeigt deutlichere Zeichen einer Polarisierung.

EU-Beschäftigung blieb statisch im ersten Quartal 2012, nach einem Rückgang in den zwei vorhergehenden Quartalen, was die Arbeitslosenquote in der EU bis über 10% zu Beginn 2012 brachte. Die EU-Gesamtbeschäftigungsquote ging zwischen 2008 und 2010 zurück und blieb bei 68.8% für die 20-64 Altersgruppe in 2011, mehr als 6 Prozentpunkte hinter dem Europa 2020 gesetzten Ziel.

Der Kontrast innerhalb der EU bleibt groß mit knapp der Hälfte der Mitgliedstaaten, die ein Wirtschaftswachstum verzeichnen und der anderen Hälfte eher eine Stagnation oder einen Rückgang zu Beginn 2012.

Permanente und befristete Arbeitsstellen sowie Selbstbeschäftigung verzeichnen alle einen Rückgang in der zweiten Jahreshälfte 2011 in der EU insgesamt. Andererseits, kann man feststellen, dass Inaktivität neuerdings zurückgeht durch eine deutlich größere Arbeitsbeteiligung von Frauen und älteren Personen, während Männer, Jugendliche, Ausländer und Personen mit geringer Ausbildung weiterhin mehr davon betroffen sind durch schlechte Arbeitsmarktbedingungen.

Risiken für junge Menschen bleiben hoch, da sie am Meisten mit Unsicherheit und Arbeitsmarktsegmentierung konfrontiert sind, zunehmend langfristig arbeitslos werden, oder "NEETs" (Nicht in Beschäftigung, Ausbildung oder Training) werden.

Aufgrund der hohen Arbeitslosenquote in südeuropäischen Ländern, sind die Mobilitätsabsichten groß (insbesondere bei den Jugendlichen) und die Arbeitsmobilität dieser Länder ist angestiegen, was mit einem allgemeinen Rückgang der Mobilität innerhalb der EU seit 2008 im Kontrast steht. Emigration von diesen Ländern ist angestiegen, insbesondere in Form von Rückwanderung, aber es gibt Anzeichen neuer Beispiele von Emigration von Staatsangehörigen (z.B. von Irland nach Australien).

Ungünstige Arbeitsmarktbedingungen, insbesondere für gewisse Bevölkerungssegmente mit unzureichendem Sozialschutz, haben die Soziale Lage der Haushalte in einigen Mitgliedstaaten verschlechtert. Indikatoren dafür sind unter anderem eine Verschlechterung der finanziellen Lage der Haushalte, materielle Entbehrung, gestiegene Süd-Nord Mobilität und Obdachlosigkeit. Dieses Phänomen hat sich in der ganzen EU verbreitet, da sich in der Rezession viele Menschen – vor allem in den peripheren Ländern – mit dem Verlust des Arbeitsplatzes oder sinkenden Einkommen konfrontiert sehen.

Diese Ausgabe des Quartalsberichts analysiert die Situation auf dem öffentlichen Sektor und der Gesundheitsfürsorge und beleuchtet die Situation auf den Arbeitsmärkten in Österreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Polen, der Slowakei, Spanien, Schweden und Großbritannien.

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