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Europäischer Fonds für die Anpassung an die Globalisierung

Mit bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr hilft der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) Arbeitnehmern bei der Arbeitssuche und dem Erwerb neuer Kompetenzen, wenn sie infolge von Veränderungen des Welthandelsgefüges (z. B. Schließung eines großen Unternehmens oder Verlagerung einer Produktionsstätte außerhalb der EU) ihren Arbeitsplatz verloren haben.

Im Rahmen der Krisenreaktion der EU wurden vom 1. Mai 2009 bis 30. Dezember 2011 EGF-Mittel zur Unterstützung von Arbeitnehmern bereitgestellt, die infolge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ihre Beschäftigung verloren haben. 

Auf welche Weise kann der EGF helfen?

Durch die Finanzierung von Maßnahmen wie:

  • Hilfe bei der Arbeitssuche
  • Berufsberatung
  • gezielte Ausbildung und Umschulung
  • Betreuung
  • Förderung des Unternehmertums

Durch die Bereitstellung einmaliger, zeitlich begrenzter und auf die jeweilige Person zugeschnittener Unterstützung wie:

  • Beihilfen für die Arbeitssuche
  • Mobilitätsbeihilfen
  • Beihilfen für die Teilnahme an Maßnahmen des lebenslangen Lernens oder Ausbildungsmaßnahmen.

Über den EGF werden keine Maßnahmen des Sozialschutzes wie Altersrenten oder Arbeitslosengeld finanziert. Diese fallen in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten.

Wer kann die Hilfe des Fonds in Anspruch nehmen?

Arbeitslos gewordene Arbeitnehmer können die Hilfen der nationalen Regierungen in Anspruch nehmen. Der EGF trägt nicht die Kosten für die Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit von Unternehmen, ihre Modernisierung oder Umstrukturierung.

Wie unterscheidet sich der EGF von den EU-Strukturfonds?

Die EU-Strukturfonds – insbesondere der Europäische Sozialfonds (ESF) – haben einen strategischen, langfristigen Ansatz. Es geht vor allem darum, den Wandel zu antizipieren und zu bewältigen. Zu diesem Zweck werden Maßnahmen wie das lebenslange Lernen gefördert.

Der EGF hingegen bietet einmalige, zeitlich begrenzte und individuelle Unterstützung für Arbeitnehmer, die im Zuge der Globalisierung entlassen wurden.

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