Beschäftigung, Soziales und Integration

Langzeitpflege

Mit steigender Lebenserwartung erreichen immer mehr Menschen heute ein Alter, in dem Körper und Geist zu gebrechlich sind, um ohne Hilfe anderer Menschen auszukommen. Dies wirkt sich auf die Ausgaben für die Langzeitpflege aus, die schneller steigen als die Ausgaben für Gesundheit und Renten.

Derzeit gewährleisten Familienmitglieder die meiste Langzeitpflege, vor allem Frauen. Es ist jedoch zu erwarten, dass in Zukunft weniger informelle Betreuungspersonen zur Verfügung stehen, denn es gibt weniger Kinder in den Familien, und diese leben oft weit von ihren alten Eltern entfernt und können oder wollen aus anderen Gründen keine intensive Pflege leisten.

Deshalb werden künftig die Sozialschutzsysteme mehr Langzeitpflege zur Verfügung stellen müssen. Derzeit bieten nur wenige EU-Länder einen umfassenden Sozialschutz, der auch die Pflege im Alter gewährleistet.

Im Rahmen der Europäischen Säule sozialer Rechte ist das Recht auf bezahlbare und hochwertige Langzeitpflegedienste, insbesondere häusliche Pflege und wohnortnahe Dienstleistungen festgelegt (Grundsatz 18).

Die EU fördert die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern in diesem Bereich durch die offene Methode der Koordinierung und die Fokussierung auf ZugänglichkeitQualität und Nachhaltigkeit.

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