Beschäftigung, Soziales und Integration

Inklusion von Migranten

In der EU leben 21,6 Millionen Drittstaatsangehörige – das sind 4,2 % der EU-Gesamtbevölkerung. Die Migrantinnen und Migranten, die sich jedes Jahr neu in der EU niederlassen, machen weniger als 0,5 % der EU-Bevölkerung aus.

Die meisten Migrantinnen und Migranten, die sich in der EU aufhalten, werden auf mittlere Sicht hier bleiben. Für ihre erfolgreiche Integration ist es daher von entscheidender Bedeutung, dass sie einen Arbeitsplatz finden und in die Gesellschaft integriert werden. Genauso wichtig ist die Unterstützung im sozialen Bereich, wie beim Zugang zu Wohnraum, Gesundheitsversorgung und der Hilfe für Kinder.

Herausforderungen

  • Schlechtere Arbeitsmarktergebnisse im Vergleich zu EU-Bürgern: Im Jahr 2017 betrug die durchschnittliche Beschäftigungsquote von Drittstaatsangehörigen im erwerbsfähigen Alter 55 % (gegenüber 68 % der Staatsangehörigen der Aufnahmeländer).
  • Größere arbeitsbezogene Unterschiede bei Frauen.
  • Schlechtere Ergebnisse in den Bereichen Bildung, Kompetenzen und soziale Inklusion: 39 % der Drittstaatsangehörigen (5,7 Millionen) leben in relativer Armut – damit ist der Anteil doppelt so hoch wie bei den EU-Bürgern (17 %).

Die Integrationslücken bei Drittstaatsangehörigen sind vor allem auf folgende Faktoren zurückzuführen:

  • mangelnde Bildung
  • Sprachbarriere
  • Diskriminierung
  • ungleicher Zugang zu Beschäftigung, angemessenem Wohnraum und sozialen Dienstleistungen
  • ungeeignete Beschäftigung oder Überqualifizierung gut ausgebildeter Zuwanderer 

Die Antwort der Politik

Zwar fällt die Migrationspolitik in die nationale Zuständigkeit, die EU-Institutionen unterstützen jedoch seit Langem die Integration von Migrantinnen und Migranten in die europäischen Arbeitsmärkte und Gesellschaften.

Die Bewältigung von Integrationshindernissen ist ein mehrdimensionaler Prozess und erfordert integrierte politische Maßnahmen in mehreren Politikbereichen.

Im Nachgang zur europäischen Migrationsagenda hat die Kommission Folgendes vorgelegt:

Weitere Maßnahmen

Die Kommission

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