Beschäftigung, Soziales und Integration

Aktives Altern

Aktives Altern bedeutet, Menschen dabei zu helfen, ihr Leben so lange wie möglich selbstständig zu führen und – wenn möglich – einen Beitrag zu Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten.

Herausforderungen

  • Der Anteil älterer Menschen an unseren Gesellschaften nimmt schnell zu. Die Geburtenraten sind niedrig, die „Baby-Boomers“ kommen langsam in die Jahre, und die allgemeine Lebenserwartung steigt.
  • Zwischen 2016 und 2060 wird der Anteil der über 65-Jährigen von 19,3 % auf 29,0 % der Gesamtbevölkerung steigen. Der Anteil der über 80-Jährigen wird sich mehr als verdoppeln (auf 12,1 %).
  • Gleichzeitig wird die erwerbstätige Bevölkerung (15–64 Jahre) in der EU voraussichtlich um 11,6 % abnehmen. Das Wirtschaftswachstum hing bisher in hohem Maße vom Wachstum der Erwerbsbevölkerung ab. Eine kleinere Erwerbsbevölkerung könnte sich daher negativ auf die europäische Wirtschaft und die Sozialsysteme auswirken.
  • Unsere Renten-Gesundheits- und Langzeitpflegesysteme sind dann möglicherweise nicht mehr tragfähig, da eine geschrumpfte Erwerbsbevölkerung wahrscheinlich nicht in der Lage sein wird, für die Bedürfnisse einer wachsenden Anzahl älterer Menschen aufzukommen.

Antwort der Politik

  • Die Alterung der Bevölkerung aufzufangen und zu einer Chance zu machen, geht einher mit einer Verlängerung des Erwerbslebens, dem Aufbau von Zusatzrenten und der Gewährleistung des Zugangs aller Arbeitnehmer zu angemessenem Sozialschutz und Renten. Die Kommission unterstützt die Mitgliedstaaten in dieser Hinsicht.
  • 2012 war das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen. Vor diesem Hintergrund erarbeiteten der Ausschuss für Sozialschutz und der Beschäftigungsausschuss Leitlinien für aktives Altern.
  • Es wurde ein Index für aktives Altern entwickelt, anhanddessen das brachliegende Potenzial älterer Menschen bewertet werden soll. In den letzten sechs Jahren hat sich der Index als Instrument für politische Reformen bewährt.
  • Die Europäische Innovationspartnerschaft für Aktivität und Gesundheit im Alter fördert Innovationen, um die Zahl der zu erwartenden gesunden Lebensjahre zu erhöhen.
  • Der Ausschuss für Sozialschutz untersucht, wie die Langzeitpflege in unserer alternden Gesellschaft angemessen und nachhaltig gestaltet werden kann. Investitionen in Vorsorge, Rehabilitation, altersfreundliche Umgebungen und andere Arten der Gesundheitsversorgung, die besser auf die Bedürfnisse und verbleibenden Kapazitäten der Menschen abgestimmt sind, könnten hier eine Rolle spielen.
  • Im Rahmen von EU-Programmen wie EaSI und ESF wurden Projekte zur Entwicklung und Anwendung umfassender Strategien für aktives Altern finanziert.

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