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Sozialinvestition

Worum geht es?

Soziale Investitionen sind Investitionen in Menschen. Dabei geht es um Strategien, die es Menschen erlauben, ihre Fähigkeiten und Qualifikationen zu verbessern und sich uneingeschränkt am Arbeits- und Gesellschaftsleben zu beteiligen. Zu den zentralen Politikbereichen gehören hier Bildung, hochwertige Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung, Weiterbildung, Hilfe bei der Arbeitssuche und Wiedereingliederung.

Herausforderungen

Europa steht vor gewaltigen Herausforderungen:

  • Wirtschaftskrise: Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung haben neue Höchststände erreicht und lasten schwer auf den europäischen Bürgerinnen und Bürgern, zumal auch die öffentlichen Haushalte unter Druck stehen.
  • Demografischer Wandel: Die Zahl der Erwerbstätigen in Europa nimmt ab, während der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung steigt. Es müssen Lösungen gefunden werden, um nachhaltige und angemessene Sozialschutzsysteme gewährleisten zu können.

Lösungsansatz

Das Sozialinvestitionspaket (SIP) der Kommission

  • leitet die EU-Länder an, ihre Sozialhaushalte wirksamer einzusetzen, um einen angemessenen und nachhaltigen Sozialschutz zu gewährleisten;
  • soll die Qualifikationen der Menschen heute und für die Zukunft stärken, und ihre Chancen auf Teilhabe am Gesellschaftsleben und Arbeitsmarkt verbessern;
  • legt den Schwerpunkt auf integrierte Leistungspakete, die Menschen in allen Phasen ihres Lebens unterstützen und langfristige und positive soziale Ergebnisse erzielen;
  • baut eher auf Prävention als auf Hilfe im Nachhinein auf und trägt so zu einer Reduzierung der notwendigen Leistungen bei. So ist die Gesellschaft in der Lage, dann zu helfen, wenn Unterstützung gebraucht wird;
  • ruft zu Investitionen in Kinder und junge Menschen auf, um ihre Chancen im Leben zu verbessern.

Wer hat einen Nutzen davon?

  • Kinder und junge Menschen – frühzeitig ansetzende Maßnahmen können die Generationen überspannende Benachteiligung durchbrechen und das große Problem der Jugendarbeitslosigkeit angehen;
  • Arbeitssuchende – durch umfassende und unbürokratische Unterstützung bei der Arbeitssuche, z. B. in Form von Fortbildungsmaßnahmen;
  • Frauen – bessere Chancengleichheit, besserer Zugang zum Arbeitsmarkt und damit eine bessere soziale Sicherheit vor allem im Rentenalter;
  • ältere Menschen – mehr Möglichkeiten für eine aktive Teilnahme am Gesellschafts- und Wirtschaftsleben;
  • Menschen mit Behinderungen – durch größere Selbstständigkeit und behindertengerechte Arbeitsplätze;
  • Obdachlose – Unterstützung bei der Wiedereingliederung in Gesellschaft und Arbeitswelt;
  • Arbeitgeber – breiteres Angebot an höher qualifizierten und gesünderen Arbeitskräften;
  • unsere Gesellschaft – höhere Produktivität, höhere Beschäftigungsraten, bessere Gesundheit und soziale Eingliederung, mehr Wohlstand und ein besseres Leben für alle.

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