Drei ehrgeizige Ziele der EU

Ziele bis 2030

  • mindestens 78 % der Bevölkerung zwischen 20 und 64 Jahren in Lohn und Brot
  • jährlich mindestens 60 % aller Erwachsenen in Fortbildung
  • weniger Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht – mindestens 15 Millionen

Stand heute

Die Coronakrise hat der positiven Beschäftigungsentwicklung der vergangenen sechs Jahre ein jähes Ende gesetzt. Im 3. Quartal 2020 lag die Beschäftigungsquote bei 72,4 %. Bis 2016 nahmen lediglich 37 % der Erwachsenen jedes Jahr an Lernangeboten teil. 2019 waren in der EU rund 91 Millionen Menschen (darunter 17,9 Millionen Kinder im Alter von 0-17 Jahren) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Umsetzung der Grundsätze in die Praxis

Soziales Europa – was denken die Europäerinnen und Europäer darüber?

Öffentliche Konsultation

Diese Zitate stammen aus einer breiten öffentlichen Umfrage mit über 1000 schriftlichen Beiträgen von Mitgliedstaaten, Regionen, Städten, Sozialpartnern, NRO, internationalen Organisationen, Unternehmen, Denkfabriken und Bürger(inne)n. Zusätzlich konsultierte die Kommission in Webinaren über 1500 wichtige Akteure, darunter das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Der Aktionsplan baut auf den Ergebnissen auf.

Ergebnisse der öffentlichen Konsultation

Eurobarometer-Umfrage

In einer 2021 durchgeführten Eurobarometer-Umfrage zu sozialen Themen gaben 9 von 10 Europäer(inne)n (88 %) an, dass das soziale Europa für sie persönlich wichtig ist.

Results of the 2021 Eurobarometer survey on social issues

Eurobarometer-Umfrage

Sozialgipfel in Porto im Mai 2021

Der vom portugiesischen Ratsvorsitz organisierte Sozialgipfel in Porto am 7. und 8. Mai 2021 wird den sozialen Rechten in der EU noch einmal Nachdruck verleihen. Führungsspitzen der EU-Länder und der EU-Institutionen, Sozialpartner und andere wichtige Interessenträger können dort ihr Engagement zur Umsetzung der Säule sozialer Rechte bekräftigen.

Zeitplan und Leitaktionen

In ihrem Aktionsplan führt die Kommission Maßnahmen auf, zu deren Durchführung sie sich während der laufenden Amtszeit (bis Ende 2024) verpflichtet hat. Sie kann dabei auf zahlreichen Initiativen aufbauen, die seit der Proklamation der europäischen Säule sozialer Rechte 2017 in Göteborg (Schweden) auf den Weg gebracht wurden. Mit dem Aktionsplan setzt die Kommission die Grundsätze der sozialen Säule in die Praxis um.

  • 1. Quartal 2021

    Grünbuch zum Thema Altern
    Europas Plan gegen den Krebs
    Erste Phase der Konsultation der EU-Sozialpartner zur Plattformarbeit
    Aktionsplan zur europäischen Säule sozialer Rechte
    Vorschlag für eine Überarbeitung des sozialpolitischen Scoreboards
    Neue Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
    Verbindliche Maßnahmen zur Lohntransparenz
    Wirksame aktive Beschäftigungsförderung
    Aktualisierung der neuen Industriestrategie für Europa
    Kinderrechtsstrategie und Europäische Kindergarantie
    Gemeinsamer Bericht über die Anwendung der Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf und der Richtlinie zur Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ohne Unterschied der Rasse oder der ethnischen Herkunft
    Neue Strategie für ein nachhaltiges Finanzwesen
    Europäischer Raum für Gesundheitsdaten
    Leitfäden zur Vergabe öffentlicher Aufträge für innovative Lösungen und zur sozial verantwortlichen Vergabe öffentlicher Aufträge

  • 2. Quartal 2021

    Folgemaßnahmen zum Weißbuch zur künstlichen Intelligenz
    Eine vertrauenswürdige und sichere europäische eID
    Neue Strategie für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
    Europäische Plattform zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit
    Mitteilung über menschenwürdige Arbeit weltweit

  • 3. Quartal 2021

    Paket zu Kompetenzen und Talenten: Überarbeitung der Richtlinien über langfristig aufenthaltsberechtigte Drittstaatsangehörige und über eine kombinierte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis sowie Festlegung von Optionen für einen EU-Talentpool

  • 4. Quartal 2021

    Aktionsplan für die Sozialwirtschaft
    Rahmen für individuelle Lernkonten und Microcredentials
    Erweiterung und Anpassung des Gemeinsamen Beschäftigungsberichts
    Initiative für bezahlbaren Wohnraum
    Initiative zu Kollektivverhandlungen für Selbstständige

  • 2023

    Erster EU-Bericht über den Zugang zu essenziellen Dienstleistungen
    Europäischer Sozialversicherungsausweis (ESSPASS)

  • 2024

    Erste Evaluierung der Europäischen Arbeitsbehörde

  • 2025

    Überprüfung des Aktionsplans zur europäischen Säule sozialer Rechte

  • 2020 bereits erreicht

    EU-Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter
    Industriestrategie und KMU-Strategie
    Instrument zur vorübergehenden Unterstützung bei der Minderung von Arbeitslosigkeitsrisiken in einer Notlage (SURE)
    Überarbeiteter Mehrjähriger Finanzrahmen 2021-2020
    Aufbau- und Resilienzfazilität und REACT-EU
    Europäische Kompetenzagenda für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz
    Empfehlung des Rates zur beruflichen Aus- und Weiterbildung
    Förderung der Jugendbeschäftigung und verstärkte Jugendgarantie
    Europäischer Bildungsraum
    Aktionsplan für digitale Bildung (2021-2027)
    Aktionsplan gegen Rassismus
    Strategischer Rahmen der EU zur Gleichstellung, Inklusion und Teilhabe der Roma und Empfehlung des Rates zur Gleichstellung, Inklusion und Teilhabe der Roma
    Renovierungswelle
    Kompetenzpakt
    Aktionsplan für Integration und Inklusion
    LGBTIQ-Gleichstellungsstrategie
    Vorschlag für eine Richtlinie über angemessene Mindestlöhne
    Arzneimittelstrategie

Gemeinsam für ein sozialeres Europa

Die Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte ist eine gemeinsame politische Verpflichtung und Verantwortung der EU-Organe, der nationalen, regionalen und lokalen Behörden, der Sozialpartner und der Zivilgesellschaft, die alle im Rahmen ihrer Zuständigkeiten ihren Beitrag zu leisten haben.

  • Chart showing growth

    Die Mitgliedstaaten sollten die umfangreichen, zur Unterstützung von Reformen und Investitionen bereitstehenden EU-Gelder voll ausschöpfen – den EU-Haushalt, NextGenerationEU, den Europäischen Sozialfonds Plus, um nur die wichtigsten zu nennen.

  • Cog moving.

    Die Mitgliedstaaten sollten das Europäische Semester bestmöglich nutzen, um wirtschaftliche, beschäftigungspolitische und soziale Reformen und Investitionen derart zu koordinieren, dass die Menschen und ihr Wohlergehen im Vordergrund stehen.

  • Classical building

    Für die Umsetzung der Säule ist das Engagement nationaler, regionaler und lokaler Behörden, der Sozialpartner und der Zivilgesellschaft unerlässlich.

  • Hands shaking in front of globe.

    Durch sozialpolitische Leitaktionen im In- und Ausland bekräftigt die EU ihre Rolle als verantwortungsvolle globale Vorreiterin, die würdige Arbeit und soziale Inklusion weltweit fördert.

Dokumente