Gesetzgebung - Beschäftigung und Arbeitslosigkeit (LFS/AKE)

Gesetzgebung

Ein wichtiges Element für die Qualitätssicherung der EU-Arbeitskräfteerhebung (EU-AKE) sind die Verordnungen, die sich mit ihrer Organisation befassen. Mit ihnen werden Vorschriften und Leitlinien festgelegt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Dabei geht es um den Aufbau der Erhebungen, ihre Eigenschaften, Methoden und die dazugehörenden Entscheidungsprozesse.

Die EU-AKE beruht seit 1973 auf europäischer Rechtsprechung.

Der wichtigste Rechtsakt ist die Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates vom 9. März 1998 zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft. Die Hauptverordnung enthält Bestimmungen zum Aufbau und zu den Eigenschaften der Erhebung sowie dem Entscheidungsprozess.

Änderungen an der Hauptverordnung wurden 2002, 2003 und 2007 vorgenommen.

In Durchführungsbestimmungen werden Einzelheiten festgelegt, vor allem hinsichtlich Kodierungen und Klassifikationen. In der letzten dieser Durchführungsbestimmungen  (Verordnung (EG) Nr. 377/2008 der Kommission) wird die Kodierung ab 2009 festgelegt, zu der auch das obligatorische Erhebungsmerkmal „Einkommen" und die allgemeine Definition der Referenzquartale gehören.

Die weiteren Rechtsgrundlagen für die AKE sind in Verordnungen über ad-hoc-Module festgelegt, die besondere Themen und detaillierte Variablen betreffen, welche einmalig oder in Abständen von mehr als einem Jahr erhoben werden. Ferner gibt es Verordnungen zur statistischen Geheimhaltung, in denen die genauen Regeln für die Erfassung, Verarbeitung und Verbreitung vertraulicher Daten festgelegt sind.

Eine komplette Liste der Verordnungen für die EU-AKE finden Sie unter: EU Labour Force Survey – main features and legal basis (Statistics Explained).