Multimodale Verbindungen
- 01 January 2004
Zur Ankurbelung der Wirtschaft Portugals und Westspaniens mußten die Verkehrsträger in diesem Teil der iberischen Halbinsel modernisiert werden, um eine bessere Anbindung an die übrigen europäischen Länder zu ermöglichen. Deshalb wurde in Ergänzung der einzelstaatlichen Maßnahmen Spaniens und Portugals ein großes transeuropäisches Vorhaben gestartet. Es soll die folgenden drei Korridore, die Schienen-, Straßen-, Luft- und Seeverbindungen miteinander kombinieren, umfassen:
Ë La Coruña (Galicien, Spanien) -> Lissabon
Ë Irún (Spanien) -> Lissabon
Ë Sevilla (Andalusien, Spanien) -> Lissabon.
In den Jahren 1996 und 1997 hat die EU die Projektierung für die multimodalen Verbindungen des Straßenkorridors Lissabon-Vilar Formoso, insbesondere die Strecke Beira Baixa, mitfinanziert. Diese Korridore werden die Seehäfen Sines, Setúbal, Lissabon, Aveiro und Leixões verbinden, wodurch der Zugang sowohl von der Küste als auch vom Hinterland verbessert wird. Der Hafen Sines wurde mit einem neuen Steuer- und Überwachungssystem ausgestattet, das eine Fernüberwachung der Hafenarbeiten und eine rechtzeitige Erkennung von Gefahrensituationen ermöglicht. 1997 hat die Union die Bauprojektierung für den neuen Flughafen Lissabon, die Erweiterung der Flughäfen Porto und Faro und den Umbau des Hafens Setúbal mitfinanziert. Im spanischen Teil kofinanzierte die Union vor allem die Projektierung des Umbaus der Eisenbahnverbindungen zwischen Fuentes de Oñoro und Valladolid sowie zwischen Redondela (Tuy) und La Coruña.
Unbestreitbar wird der Handelsverkehr zwischen Portugal und der übrigen EU deutlich erleichtert, wenn die Sicherheit und Schnelligkeit des Verkehrs verbessert werden. Man rechnet auch mit einer Verlagerung eines Teils des Straßenverkehrs auf die Schiene, was sich günstig auf die Umwelt auswirken würde. Schließlich gehen die Wirtschaftsprognosen davon aus, daß in den betroffenen Regionen zahlreiche direkte und indirekte Dauerarbeitsplätze geschaffen werden können.