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WEITERER AUSBAU DER NETZE

Die transeuropäischen Verkehrsnetze sind organisch und entwickeln sich mit den sich verändernden Bedürfnissen der europäischen Bürger und Unternehmen. Regelmäßige Überprüfungen der bei der Projekterfüllung bereits ermittelten Fortschritte und die Bewertung möglicher Veränderungen oder zusätzlicher Projekte sind von grundlegender Bedeutung.

Ende 2004 richtete die Kommission eine Hochrangige Gruppe unter dem Vorsitz der ehemaligen Kommissionsvizepräsidentin Loyola de Palacio ein, um die Anbindungen der vorrangigen Achsen des TEN-V an die Nachbarländer zu untersuchen.

Während die zehn neuen Mitgliedstaaten, die am 1. Mai 2004 der EU beigetreten sind, in die TEN-V-Leitlinien mit einbezogen sind, steht die nächste Erweiterung der EU bevor. Bulgarien und Rumänien sollen 2007 beitreten, Kroatien und die Türkei stehen kurz vor Aufnahme der Beitrittsverhandlungen und die anderen westlichen Balkanstaaten werden der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien im Hinblick auf ein Beitrittsgesuch voraussichtlich folgen. Ferner werden die Beziehungen zu den Ländern um das Mittelmeer, mit der Russischen Förderation, der Ukraine,Weißrussland und der Republik Moldau sowie mit Armenien, Aserbaidschan und Georgien durch die EU-Nachbarschaftspolitik intensiviert.

Die Entwicklung dieser Beziehungen ist durch zuverlässige, effiziente Verkehrsverbindungen, insbesondere im Güterverkehr, zu untermauern. Die „de Palacio“-Gruppe wird voraussichtlich im Herbst 2005 einige bedeutende transnationale Verkehrsverbindungen vorschlagen und die wichtigsten Projekte nennen, die zum Ausbau der Verbindungen zwischen der Europäischen Union und ihren Nachbarländern führen sollen. Die Gruppe wird außerdem Maßnahmen zur Optimierung der technischen und administrativen Interoperabilität, den Einsatz neuer Technologien und die Themen Sicherheit und Gefahrenabwehr prüfen. Ohne wirksame Lösungen für die bestehenden Probleme werden die Engpässe an den Grenzen auch nach dem Ausbau der Infrastruktur fortbestehen.