Europäische Kommission

Duftende Alpen

  • 01 January 2004

Auf der Vorderseite der Postkarte, ein großes blühendes Lavendelfeld. Auf der Rückseite ein Überblick über den europäischen Plan zur Ankurbelung des Lavendelanbaus, welcher dem trockenen Gebirge in den Südalpen (Frankreich) damit dauerhaft ermöglicht wurde. Das Projekt zur Wiederbelebung des Anbaus von Lavendel, der im Gegensatz zu seinem bekannteren Verwandten, dem Lavandin, nicht in Tallagen gedeiht, beabsichtigt, innerhalb von fünf Jahren von 2.500 Hektar Anbaufläche auf 4.500 zu kommen und die Produktion von 30 auf 70 Tonnen zu steigern. Der Plan umfaßt zwei Komponenten. Wichtigster Gesichtspunkt ist die landwirtschaftliche Komponente, die es Lavendelanbauern ermöglichen soll, Wissen und Erfahrung auszutauschen, sich auf eine Wirtschaftsbeihilfe und das Fachwissen von Experten zur Steigerung ihrer Produktion zu stützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und ihre Anbauflächen zu erweitern. Parallel dazu soll die gesamte Region durch die Tourismus-Komponente von den wirtschaftlichen Auswirkungen dieser neuen Initiative im Hinblick auf die Lavendelproduktion profitieren. Die Struktur dieser beiden Komponenten zeigt sich am Projekt �Lavendelstraße� besonders deutlich. Vom Duftgarten in Nyons zum Lavendelmuseum in Coustellet, entlang der Weinbrennereien und der Landschaften der Südalpen können Besucher die Geheimnisse des Lavendels erkunden und seine vielen Facetten entdecken. So trägt der Tourismus auch zur Wiederbelebung einer uralten Kultur bei, welche symbolisch für eine ganze Region steht.