Europäische Kommission

Unterstützung für Hightech-Start-ups

  • 01 January 2004

Im Rahmen des URBAN-II-Programms in Bremerhaven wurde die alte „Kaiserliche Post“ saniert und umgebaut – zum Heim für kleine Firmen und Unternehmensgründungen in den Bereichen Telekommunikation, Informationstechnologie, Multimedia und Unterhaltung (T.I.M.E).

Das URBAN-II-Gebiet von Bremerhaven ist nördlich vom Stadtzentrum gelegen; es erstreckt sich über eine Fläche von 326 Hektar und hat knapp 23.000 Einwohner. Wegen des Niedergangs der traditionellen Industrien (Schiffbau, Fischerverarbeitung usw.) ist das wirtschaftliche Umfeld in dieser Gegend heute überwiegend von kleinen Betrieben, lokalen Dienstleistungsfirmen und vielen leer stehenden Geschäften geprägt. Große Teile des Hafengebiets verkommen, die Arbeitslosen- und Armutsquoten liegen weit über dem Durchschnitt der Stadt. In manchen Vierteln leben über 25 % der Einwohner von Sozialhilfe. Auch die Kriminalitätssrate ist gestiegen, vor allem auf Grund der Zunahme von Drogendelikten. Das Technologiepark-Projekt „T.I.M.E. Port“ ist Teil des weiter gehenden Programms für die Erneuerung des URBAN-II-Gebiets. Es zielt darauf ab, durch die Unterstützung kleiner, in der lokalen Gemeinschaft verwurzelter Firmen die nachhaltige Entwicklung des Sektors „Informationstechnologie“ voranzutreiben. Das Projekt beinhaltet die Sanierung und den Umbau der alten „Kaiserlichen Post“ und die Einrichtung des „T.I.M.E. Port“ in dem renovierten Gebäude. Einmal ausgelastet, wird der neue Technologiepark mindestens 60 Personen beschäftigen. Seine Lage am Hafen dürfte dem weiteren Aufschwung des Gebiets ebenfalls entgegenkommen. Die Zusammenarbeit mit den nahe gelegenen technisch-wissenschaftlichen Einrichtungen und anderen lokalen Instituten wird zur Entstehung einer zukunftsorientierten Wirtschaftsstruktur beitragen, die auch anderen Unternehmen im Bereich Informationstechnologie die Ansiedlung in Bremerhaven schmackhaft machen wird. Ein innovatives Kernelement des Projekts ist die Realisierung eines T.I.M.E.-Port-Managements, das sich nicht nur mit der Verwaltung des Gebäudes befasst, sondern auch an Einstellungs- und Ausbildungsaktivitäten mitwirkt und im Hinblick auf die Gesamtentwicklung des Gebiets mit lokalen Akteuren und der Verwaltung Kontakt hält und zusammen arbeitet.