Energy@School: Wächterinnen und Wächter der Lehre von der intelligenten Energie in Schulen

Junge Menschen werden eine entscheidende Rolle beim Übergang Europas zu einem klimaneutralen Kontinent spielen. Energy@School bildete Schülerinnen und Schüler zu „untergeordneten Wächterinnen und Wächtern in Energiefragen“ aus. Dieser Ansatz zur Sensibilisierung führte zu erheblichen Verbesserungen der Energieeffizienz in den teilnehmenden Schulen und kann leicht in anderen Regionen eingeführt werden. Das Projekt hat gezeigt, dass die Übertragung von mehr Verantwortung an die Jugend ebenso wirksam sein kann wie teure Sanierungsmaßnahmen.

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Pupils and teachers of the Istituto Comprensivo L. Battaglia in Fusignano, Italy. Awareness-raising and behaviour change helped ensure the success of the Energy ©Energy@School Pupils and teachers of the Istituto Comprensivo L. Battaglia in Fusignano, Italy. Awareness-raising and behaviour change helped ensure the success of the Energy ©Energy@School

" Die innovative und wichtige Idee ist, die Energieeffizienz in den Schulen zu verbessern, indem man Wächter in Energiefragen einsetzt, um Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Personal und Sachverständige an der Schaffung von Schulen mit intelligenter Energie zu beteiligen. Der Ansatz von Energy@School garantiert die Beteiligung aller Interessenvertreter, von Familien und Schülerinnen und Schülern bis zu Schulen und Gemeinden. "

Rita Ricci, Projektleiterin, Unione dei Comuni della Bassa Romagna

Einundvierzig Grundschulen sowie weiterführende Schulen in sieben Ländern – Deutschland, Kroatien, Italien, Ungarn, Österreich, Polen und Slowenien – nahmen an dem dreijährigen Projekt teil. Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte wurden zu untergeordneten und leitenden Wächterinnen und Wächtern in Energiefragen ernannt und erhielten die Verantwortung, den Energieverbrauch ihrer Schulen zu senken.

Die Schülerinnen und Schüler wurden mit Aufgaben wie dem Ausschalten der Beleuchtung oder dem Schließen von Fenstern bei eingeschalteter Heizung betraut. Die Lehrerinnen und Lehrer erklärten, wie wichtig es ist, Energie zu sparen, die Umwelt zu schonen und erneuerbare Energien zu nutzen. Ihr Verständnis wurde durch Spiele, Rollenspiele und Praxisschulungen verbessert.

Unterstützt wurde dies durch Investitionen in intelligente Zähler, Detektoren, Apps und andere Instrumente zur Überwachung des Energieverbrauchs. Nach drei Jahren waren 24 Schulungsprogramme abgeschlossen, drei digitale Lernanwendungen erstellt und 241 Personen zu Wächterinnen und Wächtern in Energiefragen ausgebildet worden.

Dank dieser Maßnahmen konnten die teilnehmenden Schulen ihren Energieverbrauch, ihre CO2-Emissionen und ihre Belastung der kommunalen Haushalte senken.

Bessere Gebäude

Der Gebäudesektor in Europa muss energieeffizienter werden, wenn der Kontinent seine Energieeffizienzziele erreichen möchte. Schulen sind die zweitgrößte Ausgabeposten der Kommunen, auf die bis zu 70 % ihrer Energiekosten entfallen.

Um ihre Umweltbilanz und ihre Kosten zu senken, sind Energieeffizienzmaßnahmen und die Nutzung erneuerbarer Energien notwendig, insbesondere in Schulen, die bereits vor Jahrzehnten gebaut wurden und sich in Regionen befinden, in denen Investitionen geringer ausgefallen sind.

Lernen durch Handeln

Die Projektpartner richteten Studienbesuche aus, um bewährte Verfahren weiterzugeben, die bereits in einigen Gemeinden umgesetzt wurden. Ein Besuch in der Grundschule Frana Roša in Celje, Slowenien zeigte, was auch bei Gebäuden aus Zeiten des Kommunismus getan werden kann, um die Energieeffizienz zu steigern.

Frana Roša war bereits sehr energiebewusst und hatte eine Kampagne gestartet, um eine Kultur der Energieeinsparung beim Personal und bei den Schülerinnen und Schülern zu fördern. Die Schulleitung hat sich dafür aktiv eingesetzt.

Energiesachverständige zeigten die Kosteneinsparungen auf, die sich selbst aus geringfügigen Änderungen des Heizungsverbrauchs, der Installation intelligenter Zähler, einer besseren Isolierung und dem Bewusstsein für den Heizbedarf in genutzten gegenüber leeren Räumen ergeben.

Laboratorien, Workshops und „Energie“-Aufkleber und -Hinweise waren nur einige der Hilfsmittel, mit denen Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte daran erinnert werden sollten, das Licht auszuschalten und den Energieverlust z. B. durch geöffnete Fenster zu verringern.

Langfristige Vorteile

Die teilnehmenden Schulen und Gemeinden erhielten Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Pläne zur Energieverwaltung. Darin sind bewährte Verfahren, Richtlinien für Energieeffizienz, Finanzierung, Management und Maßnahmen, die die Wächterinnen und Wächter in Energiefragen ergreifen können, festgelegt.

Diese anfänglichen Pläne wurden genutzt, um die nationalen Strategien in den Projektländern zu ergänzen, die ihrerseits die Bemühungen zur Entwicklung von Strategien für Schulen beeinflussen können, die ihre Energiebilanzen optimieren möchten.

Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften, Familien und Amtspersonen war für den Erfolg des Projekts von entscheidender Bedeutung. Die im Rahmen des Projekts entwickelte Methodik fördert ein langfristiges Verhalten, das auch in anderen Schulen Anwendung finden kann.

Durch die Sensibilisierung junger Menschen und die Übertragung von Verantwortung für eine effizientere Energienutzung an sie soll das Projekt den künftigen Generationen zuteil werden.

Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Energieoptimierung und Verhaltensänderung in Schulen Zentraleuropas“ beläuft sich auf 2 581 379 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 2 127 776 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Interreg Zentraleuropa“ für den Programmplanungszeitraum 2014-2020 beteiligt. Die Investition fällt unter die Priorität „Zusammenarbeit bei Strategien für einen niedrigen CO2-Ausstoß in Mitteleuropa“.

Datum des Entwurfs

10/08/2020