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Schwierige Verkehrsprobleme lösen

  • 16 December 2009

Im Nordwesten der Slowakei entsteht derzeit ein neues Kompetenzzentrum mit vier Forschungseinrichtungen für die Entwicklung und Herstellung intelligenter Verkehrssysteme. Im Rahmen des zweijährigen Projekts wird eine disziplinenübergreifende Einrichtung geschaffen, die sich mit der Lösung verkehrstechnischer Probleme befasst.

Unsere erste Priorität besteht darin, ein nationales Kompetenzzentrum für intelligente Verkehrssysteme und Dienstleistungen zu schaffen.

Prof. Karol Matiasko, Dekan der Fakultät für Informatik und Managementwissenschaft der Universität Žilina

Unter der Federführung der Universität Žilina wird das Projekt Bereiche untersuchen, die u. a. Signalverarbeitung und benutzerfreundliche Datendisplays umfassen. Die Forscher werden dabei auf die umfangreiche Erfahrung des Instituts im Transport- und Nachrichtenwesen zurückgreifen.

Vier neue Einrichtungen

Die 1953 gegründete Universität Žilina ist auf Studiengänge in den Bereichen Verkehr und Nachrichtenwesen spezialisiert. In diesen Sektoren arbeitet sie eng mit Unternehmen sowie mit öffentlichen und privaten Einrichtungen in der Region und im ganzen Land zusammen.

Das Projekt „Kompetenzzentrum für Intelligente Verkehrssysteme und Dienstleistungen“ startete im Mai 2009 unter der Leitung der Fakultät für Informatik und Managementwissenschaft. Dabei versteht es sich als Folgeprojekt mehrerer abgeschlossener Projekte, darunter ein Projekt für intelligente Verkehrssysteme und ein weiteres zur Schaffung eines europäischen Exzellenznetzwerks. Die Universität Žilina hat seit 2002 an über 30 europäischen Projekten mitgearbeitet, die sich mit dem Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr beschäftigten.

Das Projekt wird zu 85 % von der EU kofinanziert, der Rest wird mit nationalen Geldern bestritten. Hauptziel ist der Aufbau von vier Forschungseinrichtungen für intelligenten Verkehr. Diese werden sowohl Verkehrsmittel als auch die beförderten Objekte untersuchen. Dies schließt auch Infrastrukturen, Subsysteme für Kontrolle, Management und Überwachung sowie die Entwicklung von Wissensdatenbanken, Systemen und Dienstleistungen ein.

Praktische Anwendung

Die Arbeit der vier Einrichtungen wird von 16 verschiedenen Laboratorien unterstützt werden. Diese verfügen über Know-how in Bereichen wie eingebettete Systeme, Zahlungssysteme, Sprachsynthese sowie Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Im Rahmen internationaler Forschungs- und Technologieprojekte entwickelt die Universität Žilina bereits seit langer Zeit praktische Anwendungen für Industrie und Wirtschaft in der Slowakei und anderen europäischen Ländern. So haben die Forscher bei diesem Projekt bereits ein einzigartiges Verfahren entwickelt und erfolgreich getestet, mit dem sich Fahrpläne aus komplexen Datenbanken erstellen und im Anschluss auf mobilen Endgeräten anzeigen lassen. Eine vereinfachte Version dieses Systems wird inzwischen von der slowakischen Eisenbahngesellschaft genutzt.

Darüber hinaus führte das Projekt zur Entwicklung vielversprechender Lösungen zur Ausgestaltung von Evakuierungsplänen an Standorten, die bestimmten Gefährdungen ausgesetzt sind. Ziel dabei ist, die Zuweisung von Fahrzeugen zur Evakuierung der Menschen zu optimieren und die Evakuierungszeiten zu minimieren.