Europäische Kommission

Der Fischhandel geht online

  • 01 January 2004

Zeebrugge spielt eine wichtige Rolle als Fischerei- und Industriehafen an der belgischen Nordseeküste zwischen Blankenberge und Knokke. Im Zeichen der neuen Technologien entstand hier ein elektronisches Auktionsforum für Fisch und Hummer. Die alten Auktionshallen sind jetzt die Heimat des Seafront, eines Spiel- und Didaktikzentrums, das als Stätte der Begegnung zwischen Fantasie und Experimenten rund um das Meer als zentrales Thema fungiert. Die Auktionshallen von Zeebrugge im Herzen des europäischen Fischereizentrums verlassen damit ihren alten Rahmen und ziehen in ein von Grund auf neues, nach modernsten Hygiene- und Sicherheitsnormen errichtetes Gebäude um. Diese riesigen Anlagen bieten Platz für die traditionell geprägte Arbeit der Fischhändler in einem auf die neuen Technologien ausgerichteten Umfeld. Sechzig Lager sind über Kühlgänge mit dem Auktionssaal verbunden, um eine durchgehende Kühlung zu gewährleisten. Die Auktionsanlage selbst ist mit leistungsfähigen Rechneranlagen ausgerüstet, über die auch Ferngebote entgegengenommen werden können. Bei der Auktion werden die Fischereierzeugnisse am Ort verkauft, an dem Angebot und Nachfrage direkt oder virtuell zusammentreffen. Früher wurde die Qualität der Fische von den Händlern noch optisch kontrolliert. Heute laufen die Auktionen angesichts der technologischen Weiterentwicklungen und der Notwendigkeit, ein europaübergreifendes Auktionsnetz aufzubauen, in Echtzeit über das Internet in einem sicheren Rahmen ab. 1998 stellte der Hafen Zeebrugge auf diese technologische Neuerung um. In der Auktionshalle sehen die Bieter auf einem großen Bildschirm sämtliche relevanten Angaben wie z.B. Losnummer, Produktsorte, Gewicht, Preis usw. Die Händler sind direkt mit dem System verbunden und können ihre Kaufaufträge von ihrem Büro, oder falls sie bei der Versteigerung persönlich anwesend sein wollen, von einem mit Terminals ausgerüsteten Raum aus eingeben. Der Erfolg der Fischauktionen von Zeebrugge geht soweit, dass hier regelmäßig Schiffe und Einkäufer aus einer Vielzahl von Ländern präsent sind.