Zwischen weißem und rotem Thun
- 01 January 2004
Beim Feldversuch Thunfisch-Langleine auf dem Fangschiff Crésus (1999) stand der Nachweis für die technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit der Leinenfischerei beim Thunfisch mit der sogenannten italienischen Fangtechnik, die an der Wasseroberfläche operiert, im Vordergrund.
Ursprünglich für den Fang des großen roten Thuns mit einer Unterwasservorrichtung konzipiert, entwickelte sich das Fangsystem allmählich zu einer ausgeklügelteren Treibvorrichtung für den weißen Thun. Hier ist die Ausbeute höher, und die Fangergebnisse verteilen sich zeitlich gleichmäßiger. Parallel dazu lief die Schleppleinen-Versuchsreihe für den roten Thunfisch weiter, um beide Techniken vergleichen zu können.
Der Feldversuch fand von August bis Oktober 1999 im südlichen Golf von Biscaya statt. Dabei konnten die Arbeitstiefen der Schleppleine abhängig von der Abwickelbedingungen ermittelt, weitere Erfahrungen mit der Handhabung des Geräts gesammelt und neue Erkenntnisse über das Verhalten des Fischs gegenüber dem Gerät (Köder, Fangzeit, Arbeitstiefe und -temperatur des Hakens usw.) gewonnen werden. Und nicht zuletzt sollte auch die Qualität des Fangguts bei dieser Technik erkundet und seine Absatzmöglichkeiten in Japan, das als potentielles Absatzgebiet ausgemacht wurde, bewertet werden.
Diese Kampagne wurde von der Europäischen Union (Programm Pesca), dem Regionalrat Aquitanien, dem Generalrat des Dpmt. Pyrénées Atlantiques, dem Regionalausschuss für Seefischerei, dem örtlichen Ausschuss für Seefischerei in Bayonne, der OP Bascopêche und der Staatlichen Forschungsanstalt für Meeresforschung (Ifremer) gefördert.