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Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft

Europäischer Tag der Menschen mit Behinderungen

Möglichkeiten für gleichberechtigte Mobilität in Gebäuden (c) EU

Als Teil der internationalen Veranstaltungen zur stärkeren Sensibilisierung für die Probleme von Behinderten hat EU-Justizkommissarin Viviane Reding am Donnerstag der österreichischen Stadt Salzburg den Access City Award 2012 verliehen. Diese Auszeichnung, die jedes Jahr vergeben wird, ist eine zentrale Maßnahme im Rahmen der Strategie der EU für Menschen mit Behinderungen. Vorgestellt wurde sie anlässlich des Europäischen Tags der Menschen mit Behinderungen. Die Access City-Initiative wird zusammen mit dem Europäischen Behindertenforum durchgeführt und soll Initiativen für eine bessere Zugänglichkeit in europäischen Städten fördern.

Die europäische Jury hat sich für Salzburg entschieden, weil diese Stadt in allen wichtigen Bereichen im Hinblick auf die Zugänglichkeit Hervorragendes geleistet hat. Die anderen Finalisten (in alphabetischer Reihenfolge) waren Krakau (Polen), Marburg (Deutschland) und Santander (Spanien). Vier andere Städte wurden besonders erwähnt.

Access City ist Teil der Maßnahmen im Rahmen der europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020, um ein barrierefreies Europa zu schaffen und für 80 Millionen behinderter Menschen in Europa Zugangserleichterungen durchzusetzen.

Auf der Veranstaltung erklärte Kommissarin Reding, „was mir vorschwebt, ist ein europäischer Rechtsakt über die Zugänglichkeit, und ich möchte bis Ende 2012 dazu einen Vorschlag vorlegen.“ Sie betonte auch, dass bessere Zugänglichkeit Innovationen und Wirtschaftswachstum anregen kann. Der Präsident des Europäischen Behindertenforums, Yannis Vardakastanis, beschrieb die Zugänglichkeit von Städten als „eine Voraussetzung dafür, dass mehr als 80 Millionen Europäer mit Behinderungen ihre Rechte wahrnehmen und vollständig in unsere Gesellschaft integriert werden können.“