Die Straße des Feuers
- 01 January 2004
Die industrielle Vergangenheit für die Belebung des Fremdenverkehrs nutzen - dieser Gedanke steckt hinter dem Konzept der "Straße des Feuers" in der Provinz Lüttich. Hinter dem Projekt steht die Agentur AREBS (agence de développement économique seresienne = Agentur für Wirtschaftsentwicklung Seraing). Die Projektentwickler hatten die Idee, ein "Paket" mit mehreren Stätten um ein verbindendes Thema für Touristen zu schnüren: das Feuer. Auf diese Weise öffnete sich ein Dutzend Türen für Besucher, die die großen Zeiten der Industrialisierung in der Region nachvollziehen und das Feuer in allen seinen Aspekten entdecken können. Wolle, Eisen und Stahl, Kristall, Strom und Kohle sind ebenso Themen, die auf dieser Route behandelt werden.
Bekannte Namen in der Region haben sich zur Teilnahme bereit erklärt: von dem Maison de la Métallurgie über die Hochöfen von Cockerill Sambre und die Kohlengrube Blegny-Mine bis zu dem Kristallhersteller Val Saint Lambert. Sie alle wurden zu einer zusammenhängenden Route miteinander verbunden, die je nach Interessenlage und Besucherkreis in Teilstrecken unterteilt werden kann. Dank der bereitgestellten Mittel der Region Wallonien und der europäischen Strukturfonds konnte das Projekt verwirklicht und sein Ausbau sichergestellt werden. Obwohl jede einzelne Stätte sehenswert ist und Besucher anlockt, trägt allein das Konzept der Straße des Feuers 10 % zu der Gesamtzahl der Besucher aller Projektpartner bei. Zwischen 1998 und 2000 hat sich die Besucherzahl auf über 23 000 Personen mehr als verdoppelt. Dieser Zuspruch übertrifft die Erwartungen bei weitem.
last modified on December 2001