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Programm „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft“ (2014–2020)

Ziele des Programms

Das Programm soll zur Weiterentwicklung eines Raums beitragen, in dem die Gleichstellung und die im EU-Vertrag, der Grundrechtecharta und den internationalen Menschenrechtskonventionen verankerten Rechte von Menschen gefördert und geschützt werden. Die neun Einzelziele lauten:

  • Förderung der Nicht-Diskriminierung
  • Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und anderen Formen der Intoleranz
  • Förderung der Rechte von Menschen mit Behinderungen
  • Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und des Gender Mainstreaming
  • Verhütung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche, Frauen und Risikogruppen (Daphne)
  • Förderung der Rechte des Kindes
  • Gewährleistung des höchsten Datenschutzniveaus
  • Förderung der Rechte, die sich aus der Uniosbürgerschaft ergeben
  • Durchsetzung der Verbraucherrechte

Folgende Maßnahmen werden gefördert

  • Schulungsaktivitäten (Austausch von Personal, Workshops, Entwicklung von Schulungsmaterial usw.)
  • Maßnahmen für Lernen und Zusammenarbeit, Austausch bewährter Verfahren, Peer-Reviews, Entwicklung von
  • Instrumenten im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie usw.
  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen, Verbreitungsaktivitäten, Konferenzen usw.
  • Unterstützungmaßnahmen für die wichtigsten Akteure (z. B. bedeutende europäische Nichtregierungsorganisationen und Netze, Behörden der Mitgliedstaaten, die EU-Recht umsetzen)
  • Analyse-Aktivitäten (Studien, Datenerhebungen, Entwicklung gemeinsamer Methoden, Indikatoren, Erhebungen, Erstellung von Anleitungen usw.)

EU-Mehrwert

Alle aus dem Programm geförderten Maßnahmen müssen zu Ergebnissen führen, deren Nutzen nicht nur in einem Mitgliedstaat spürbar ist. Folgende Elemente sollten besondere Beachtung finden: Trägt das Projekt zur wirksamen, umfassenden und kohärenten Umsetzung von Instrumenten und Strategien des EU-Rechts bei? Wird es zu einem höheren Bewusstsein und Wissensstand in Bezug auf die Rechte, Werte und Prinzipien führen, die sich aus dem Unionsrecht ergeben? Wird es zu einem besseren Verständnis der möglichen Probleme führen, die diese Rechte beeinflussen? Wird es zu mehr gegenseitigem Vertrauen unter den Mitgliedstaaten führen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördern? Welche transnationalen Auswirkungen gibt es? Trägt es zur Erarbeitung und Verbreitung bewährter Verfahren bei? Wird es praktische Instrumente und Lösungen für die Bewältigung grenzübergreifender oder unionsweiter Herausforderungen schaffen?

Vorgesehene Mittel 2014–2020

439 Mio. Euro

Teilnehmende Länder

Alle Mitgliedstaaten sowie Island (für alle spezifischen Ziele) und Liechtenstein (nur für Nicht-Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Rechte von Menschen mit Behinderungen und die Gleichstellung von Frauen und Männern).

Vorläuferprogramme 2007–2013

Das Programm „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft“ ersetzt drei Finanzierungsprogramme, die 2013 ausgelaufen sind:

  • Programm „Grundrechte und Unionsbürgerschaft“
  • Programm „Daphne III“
  • Programm „Progress“: Programmteile Diskriminierungsbekämpfung und Gleichstellung der Geschlechter.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Programmen 2007-2013 zu den jeweiligen Themen.