Polen: EU-Investitionen in Höhe von 676 Mio. EUR für bessere Bahnstrecken und Straßen

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13/09/2019

Die Kommission hat drei große kohäsionspolitische Projekte zur Verbesserung des Straßen- und Schienennetzes in Polen angenommen, die die Verkehrssicherheit erhöhen und gleichzeitig Kosten und Fahrtzeiten reduzieren. 

Mehr als 487 Mio. EUR für die Modernisierung des Kommunikationssystems für den Schienenverkehr in Polen

Im Zuge der von der EU finanzierten Arbeiten wird die veraltete Technologie ausgetauscht und ein modernes Kommunikationssystem entlang der fast 14 000 Schienenkilometer im ganzen Land installiert. Dadurch wird nicht nur die Sicherheit der Passagiere verbessert und die Fahrtzeit verkürzt, sondern Polen wird auch die Einführung des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems ermöglicht, das die polnische Eisenbahn an das europäische Schienennetz anbinden wird.

Durch die Anpassung der polnischen Kommunikationssysteme an die europaweit üblichen Systeme wird es nicht mehr notwendig sein, an den Grenzübergängen Lokomotiven oder sonstige Geräte an Bord auszutauschen, wodurch der Schienenverkehr schneller und kosteneffizienter wird. Das System soll im Juli 2023 betriebsbereit sein.

Mehr als 117 Mio. EUR für die Verbesserung der Eisenbahndienste in Schlesien

Gegenstand dieses Projekts sind die Modernisierung und Elektrifizierung von 46 km Bahnstrecke sowie der Bau bzw. die Sanierung von Bahnhöfen, Bahnsteigen, Viadukten und Brücken in Nordschlesien. Dies ermöglicht auch die barrierefreie Gestaltung von Bahnsteigen und den Bau eines Bahnhofs am internationalen Flughafen in Pyrzowice, der die Regionalhauptstadt Kattowitz bedient.

Der Verkehr auf der Strecke Tarnowitz-Zawiercie soll nach den Arbeiten wieder aufgenommen werden. Gleichzeitig sollen sichere und zuverlässige Verbindungen zum und vom Flughafen in Pyrzowice entstehen. Wenn das Projekt im Mai 2022 abgeschlossen ist, wird es die Effizienz des Güterverkehrs verbessern sowie sichere und zuverlässige Passagierverbindungen gewährleisten, was wiederum die Entwicklung der örtlichen Wirtschaft fördern wird.

Fast 72 Mio. EUR zur Verringerung der Verkehrsüberlastung in Ermland-Masuren

Ziel des aus EU-Mitteln finanzierten Projekts ist der Bau einer Umgehungsstraße östlich von Neumark in Westpreußen in der nordpolnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Als Teil der Nationalstraße 15 – die lokale städtische Zentren mit dem transeuropäischen Verkehrsnetz verbindet – soll die Umgehungsstraße die Stadt vom Verkehr entlasten und die Lebensqualität der Anwohner verbessern. Die Umgehungsstraße wird die Anbindung der Woiwodschaft Kujawien-Pommern an die Woiwodschaft Ermland-Masuren sicherstellen und damit die Anbindung an den Ostseeraum verbessern. Das Projekt soll im Juni 2021 abgeschlossen sein.

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