Studie zur intelligenten Spezialisierung in Deutschland

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Available languages : German
Period :
Date : 30/10/2020

Bereits seit dem Jahr 2012 haben die deutschen Bundesländer an der Erstellung von „Regionalen Innovationsstrategien zur intelligenten Spezialisierung“ (RIS3-Strategien) gearbeitet, welche seitens der Europäischen Kommission für die Förderperiode 2014-2020 der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds als ex-ante Konditionalität 1.1 gefordert wurden. Mit Blick auf die entwickelten RIS3-Strategien in Deutschland lässt sich konstatieren, dass die ex-ante Konditionalitäten einen starken Impuls für die Modernisierung der Innovationspolitiken in den Bundesländern induziert und ihre strategische Verankerung verstärkt haben. Erfolgsfaktoren bei deren Implementierung waren der kontinuierliche Dialog zwischen den Stakeholdern, eine gute Einbindung und effektives Management durch involvierte Clusterorganisationen sowie das Vorhandensein eines RIS3-eigenen Monitorings. Herausforderungen betrafen die interministerielle Koordination und wechselnde Ressort-Verantwortlichkeiten, die Umsetzung der geplanten Governancestrukturen, die Implementierung der RIS3 durch Förderaufrufe sowie das Aufrechterhalten des langfristigen Engagements der externen Stakeholder.

Die Handlungsempfehlungen umfassen u. a. die Optimierung der Umsetzungsprozesse der RIS3-Strategien durch Transformations-Roadmaps; eine ganzheitlichere Kommunikation; die Weiterentwicklung der Förderinstrumente mit Blick auf die Spezialisierungsfelder und die Verbesserung der spezifischen Governance-Strukturen. Gleichzeitig gilt es v. a. auf Bundesebene die Komplementarität und Kohärenz der (regionalen) Innovationsförderung weiter zu stärken und überregionale und internationale Kooperations- und Vernetzungs-formen im Kontext der RIS3-Strategien zu fördern. Auf europäischer Ebene wird wichtig sein, die Rolle der RIS3-Strategien im Kontext der europäischen FuI-Förderung und im EU-Recovery Fund zu stärken und künftig die Aktivitäten im Bereich der intelligenten Spezialisierung und der Clusterförderung noch intensiver zu verbinden.

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