Was stimmt — und was stimmt nicht?

Sie wissen es selbst nicht so genau? Hier geht‘s zum Faktencheck:

Syiringe

Kein Oberschurke hinter dem weltweiten Bemühen, die Pandemie einzubremsen: nur Wissenschaftler auf der Suche nach einem Impfstoff für alle!

Es ist bequem, anderen die Schuld für unsere Probleme zuzuschieben. Vordergründig willkommene Theorien, die uns einen Sündenbock für all unsere Probleme liefern, sollten wir auf jeden Fall hinterfragen. Verschwörungstheorien sind in der Regel verlockend, weil sie allzu einfache Antworten auf komplexe Fragen geben. Sie folgen durchschaubaren Mustern und konzentrieren sich auf einen eindeutig erkennbaren „Feind“. Im Fall von Corona ist das Bill Gates. Sie folgen berechenbaren Schemata, die in verschiedenen Szenarien wiederholt werden und sich lediglich auf unterschiedliche Akteure konzentrieren. Gehen Sie allzu sehr vereinfachenden Lösungsansätzen für diese komplexe Gesundheitskrise nicht auf den Leim!

Nein, Bill Gates steckt nicht hinter dem Coronavirus. Er schmiedet auch kein Komplott mit der EU, um die gesamte Menschheit überwachen zu können. Eine weitverbreitete, deswegen aber nicht minder falsche Verschwörungstheorie! Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung hat 125 Mio. US-Dollar für die internationale Initiative zur Entwicklung und Verbreitung von Corona-Tests, -Behandlungsmethoden und -Impfstoffen gespendet. Sie haben die Corona-Krisenreaktion beim Spendenmarathon, der gleich nach dem Startschuss durch Präsidentin von der Leyen am 4. Mai 2020 Spenden aus aller Welt in Höhe von 7,4 Milliarden Euro in die Corona-Kasse spülte, aktiv unterstützt.

disinfo

Gesichtsmasken ergänzen andere Präventivmaßnahmen und sollten ordnungsgemäß verwendet und entsorgt werden.

Wir alle wollen uns möglichst gut vor dem Coronavirus schützen. Gesichtsmasken können uns dabei helfen, wenn wir sie richtig tragen. Das Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit ist in erster Linie ein Zeichen von Solidarität. Sollten Sie infiziert sein, ohne Symptome zu haben, kann Ihre Maske in belebten, engen Räumen wie Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln andere schützen. Medizinische Standardmasken sind jedoch in vielen Teilen Europas nur begrenzt verfügbar und in erster Linie zum Schutz des Gesundheitspersonals bestimmt.

Gesichtsmasken sollten uns kein falsches Sicherheitsgefühl geben – sie sind lediglich als Ergänzung zu anderen Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen und Abstandhalten zu sehen und können keinen umfassenden Schutz bieten. Gesichtsmasken müssen korrekt getragen und entsorgt werden, da eine unsachgemäße Handhabung zu mehr Infektionen führen kann. Die Verwendung einer Maske führt nicht zwangsläufig zu Sauerstoffmangel. Die EU arbeitet intensiv daran, dass Masken und medizinische Ausrüstung ordnungsgemäß entsorgt werden, und gleichzeitig der hohe EU-Standard in puncto Schutz von Mensch und Umwelt gewahrt bleibt. Bei der Verwendung von Gesichtsmasken sind die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie Ihre persönliche Situation vor Ort zu berücksichtigen. Sie sollten stets den Empfehlungen Ihrer Gesundheitsbehörde folgen, die je nach Entwicklung der Situation und im Zuge neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse unterschiedlich lauten können.

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COVID-19 wurde von Tieren übertragen. Die Corona-Pandemie ist ein natürliches Phänomen.

In Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, weltweit solidarisch im Kampf gegen das Coronavirus zusammenzuarbeiten. Desinformation über die Entstehung dieser Krankheit kann leicht lebenswichtige internationale Unterstützungsnetze schädigen und Menschenleben gefährden. Wir müssen zusammenarbeiten und akzeptieren, dass es bislang keine Anzeichen dafür gibt, dass das Coronavirus - aus Versehen oder gezielt - menschengemacht ist.

COVID-19 wird durch einen Coronavirus-Stamm (der selbst eine Virusart ist) namens Sars-CoV-2 verursacht. Coronaviren verursachen Atemwegserkrankungen und können vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Das Coronavirus, das erstmals auf einem Fischmarkt in Wuhan (China) auf einen Menschen übertragen worden sein dürfte, wurde der Weltgesundheitsorganisation am 31. Dezember 2019 erstmals gemeldet. Zentrale und notwendige Fragen zur Meldung und zum Umgang mit der Pandemie sind natürlich zulässig. Dennoch müssen wir begreifen, dass es sich um ein natürliches Phänomen handelt. Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen uns nicht weiter – nur gemeinsam kann Europa, kann die Welt dieses Virus besiegen.

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Die europaweiten Einschränkungsmaßnahmen sind vorübergehender Natur und beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie bedeuten nicht das Ende der Demokratie oder unserer freiheitlichen Werte.

Abstand halten und die Befolgung der Einschränkungsmaßnahmen sind lebensrettend und der beste Weg, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Diese Maßnahmen beruhen auf den jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Daten, die den Regierungen der Mitgliedstaaten zur Verfügung stehen.

Die EU bemüht sich gemeinsam mit den Mitgliedstaaten darum, die Auswirkungen der Corona-Krise bestmöglich abzufedern. Sie hat den Mitgliedstaaten einen europäischen Fahrplan zur Konjunkturbelebung mit Empfehlungen für eine koordinierte und schrittweise Rückkehr zur Normalität vorgelegt, wobei die Wahrung europäischer Werte wie Rechtsstaatlichkeit und demokratische Rechte besonders zu berücksichtigen ist. Grundlegende europäische Werte wie Freizügigkeit, freie Meinungsäußerung und Wahrung der Rechtsstaatlichkeit machen unser Gesellschaftsmodell und unsere Lebensweise aus und sind in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Deshalb setzt die EU alles daran, dass diese Werte auch jetzt EU-weit geachtet werden.

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Auch in der Krise gibt es EU-weit genug Lebensmittel.

In der EU müssen wir nicht befürchten, dass die Warenströme abreißen. Nirgendwo ist das wichtiger als in den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft. Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel in ausreichender Menge und zu vernünftigen Preisen sind von jeher ein Kernziel der EU. Die europäische Agrar- und Lebensmittelindustrie zeigt auch in dieser Krise Widerstandskraft und Stärke. Landwirte und Lebensmittelerzeuger arbeiten intensiv daran, Lebensmittel in Geschäften und Supermärkten EU-weit bereitzuhalten. Die Kommission stellt sicher, dass die Warenströme effizient und ungehindert über „Green Lanes“ fließen, die ein rasches und vorrangiges Passieren der Grenzübergänge ermöglichen.

Auf die krisenbedingten Probleme in der Agrar- und Lebensmittelindustrie hat die EU rasch mit den im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verfügbaren Instrumenten zur Stabilisierung der unter Druck geratenen Agrarmärkte reagiert. Saisonarbeiter in der Landwirtschaft wurden als systemrelevant eingestuft, was bedeutet, dass sie nach einer angemessenen Gesundheitsüberprüfung weiterhin arbeiten dürfen. Zum Schutz der Industrie und derjenigen, die am stärksten von der Krise betroffen sind, wurden konkrete Sofortmaßnahmen ergriffen. Hierzu gehört auch die Unterstützung privater Marktteilnehmer durch Übernahme der Kosten für die Lagerung von Milch- und Fleischprodukten. Die GAP gewährleistet seit Anfang der 1960er Jahre die Ernährungssicherheit in Europa und tut dies auch in diesen schwierigen Zeiten.

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Die drastisch steigende Zahl der Opfer in ganz Europa zeigt, dass COVID-19 eine neuartige und gefährliche Viruserkrankung ist — und nicht mit der Grippe vergleichbar.

Jede Generation in Europa hatte ihre große Herausforderung oder Bedrohung – unsere heißt COVID-19. Der Erreger ist deshalb so tückisch, weil er sehr ansteckend ist und besonders Schutzbedürftige trifft: ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Weltweit hat man die Besonderheit dieses Virus erkannt. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Pandemie ausgerufen. Für die EU stehen Gesundheit und Sicherheit der Menschen an erster Stelle. Sie stimmt sich eng mit den Mitgliedstaaten ab und nutzt alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel, um die Verbreitung zu verlangsamen. Beispielsweise organisiert sie die EU-weite Beschaffung persönlicher Schutzausrüstungen für Krankenhäuser und Angehörige der Gesundheitsberufe, fördert Forschung und Unternehmen bei der Suche nach einem Impfstoff und greift den Ländern unter die Arme, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern.

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Derzeit gibt es kein wirksames Mittel gegen Corona.

Lassen Sie sich nicht von unbekannten oder unverlässlichen Quellen verleiten — das könnte Ihre Gesundheit gefährden und Ihren Mitmenschen dringend benötigte Medikamente oder Hilfsgüter vorenthalten. Seien Sie vorsichtig bei Medikamenten, die nicht gründlich getestet, zugelassen und weit gestreut wurden. Wenn Sie sich normalerweise nicht darauf einlassen würden — tun Sie‘s auch jetzt nicht!

Rat in puncto Gesundheit sollte nur bei verlässlichen und vertrauenswürdigen Stellen wie nationalen Gesundheitsbehörden, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) eingeholt werden. Bleiben Sie kritisch, bevor Sie Heilmittel-Informationen aus sozialen Medien teilen. Konsultieren Sie vertrauenswürdige Quellen und gleichen Sie die Meldungen zu neuen Entwicklungen ab. Wir sitzen alle im selben Boot und dürfen uns nicht von vermeintlichen Wundermitteln vom Kurs abbringen lassen.

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Bei allen Bemühungen um eine konstruktive Zusammenarbeit mit ihren Nachbarn wird die EU kontraproduktive Desinformation und ihre Herkunft auch weiterhin klar und deutlich ansprechen.

Falschinformationen beeinträchtigen das Urteilsvermögen. Angesichts einer Flut widersprüchlicher Informationen zweifelt man plötzlich an den eigenen Überzeugungen. Das kann schwerwiegende Folgen haben – Gefahren für die Sicherheit der Bevölkerung, schwindendes Vertrauen in Regierungen und Medien, Schwächung unseres Einflusses in der Welt und vieles mehr. In stressigen und emotional aufgeladenen Situationen sind wir für Desinformation besonders anfällig. Und gewisse Kreise scheuen sich nicht, die Corona-Krise für ihre Zwecke zu nutzen.

Nach Ansicht unserer Analysten von EUvsDisinfo werden Falschmeldungen verbreitet, um Verwirrung zu stiften und das Vertrauen in Europas Anti-Corona-Maßnahmen zu untergraben. Es ist kein Geheimnis, dass einiges davon aus Russland stammt. Die Antwort kann nur lauten: Lügen enttarnen, die Verantwortlichen ausfindig machen und frühzeitig und immer wieder betonen, wie die Dinge wirklich liegen. Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der EAD spüren diese Corona-Märchen gemeinsam auf und sensibilisieren dafür.

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5G ist nicht die Ursache für Corona.

Die EU hat die weltweit höchsten Verbraucherstandards. Deshalb können wir Vertrauen in die Produkte haben, die unsere Geschäfte anbieten. Auch für 5G gelten diese ungewöhnlich hohen Standards. Unsere Standards liegen weit über den wissenschaftlich vorgegebenen. Die EU-Grenzwerte sind mindestens fünfzigmal niedriger als die möglicherweise gesundheitsschädlichen Werte. In der EU stehen die Menschen eben an erster Stelle!

5G ist nicht die Ursache für COVID-19. Das Coronavirus ist ein Erreger, der von Mensch zu Mensch per Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Ausatmen übertragen wird. 5G ist der neue Mobilfunkstandard, der mit nicht-ionisierender Strahlung arbeitet. Es gibt keine Hinweise darauf, dass 5G gesundheitsschädlich ist. Der Ausbruch des Coronavirus in der chinesischen Stadt Wuhan steht in keinem Zusammenhang mit 5G. Die Pandemie dürfte vielmehr auf einem Fisch-Großmarkt ihren Ausgang genommen haben.

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Keiner von uns ist vor Corona sicher.

Sowohl junge als auch ältere Menschen sind gefährdet, wenn sie die amtlichen Hinweise ignorieren. Derzeit gibt es keinen Coronavirus-Impfstoff, und niemand ist momentan immun gegen Infektionen. Wir alle können einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten: Achten Sie auf Ihre eigene Gesundheit und auf die der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft. So verhindern Sie, dass unser Gesundheitswesen an seine Grenzen stößt. Waschen Sie sich gründlich die Hände und fassen Sie sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht – so verhindern Sie eine Ausbreitung des Virus am wirksamsten. Die Weltgesundheitsorganisation rät Menschen aller Altersgruppen, sich vor dem Virus zu schützen, z. B. durch eine gute Hand- und Atemhygiene und durch Selbstisolation.

Syiringe

Die Corona-Krise wird nicht als Vorwand für Massenimpfungen benutzt.

Leider gibt es noch keinen Impfstoff und auch kein Medikament gegen Corona. Die EU hat bereits 140 Millionen Euro für die Forschung nach einem Medikament und einem Impfstoff mobilisiert. Impfungen gehören zu den größten Errungenschaften des Gesundheitswesens. Weltweit retten sie jedes Jahr mindestens 2-3 Millionen Menschenleben – und verhüten noch viel mehr Lähmungen und lebenslange Erkrankungen.

Die EU tritt aktiv dafür ein, dass Impfen schützt. Das heißt aber nicht, dass sie Massenimpfungen zur Pflicht machen will. Es gibt aber eine Menge Leute, die wissenschaftlich nicht belegte Anti-Impf-Gerüchte verbreiten. Solche Behauptungen setzen auf Emotionen und Angst und schaden nur der öffentlichen Gesundheit.

Shield

Die EU hat die Investitionen der Mitgliedstaaten in die öffentliche Gesundheit stets unterstützt.

Die EU fördert umfangreiche Investitionen in das Gesundheitswesen. Die EU-Haushaltsvorschriften haben niemals Kürzungen in diesem Bereich gefordert. In Europa stehen die Menschen und ihre Gesundheit an erster Stelle. In den meisten EU-Ländern sind die öffentlichen Ausgaben im Gesundheitswesen über die letzten 10 Jahre gestiegen. Mit dieser Politik hat sich die EU seit jeher von der übrigen Welt unterschieden. Erst kürzlich hat die EU ihre Vorschriften gelockert, um den Ländern in der Krise die Möglichkeit zu geben, mehr für Notfalldienste ausgeben zu können und sich auf das zu konzentrieren, was zählt – den Schutz von Menschen.

Das ist jedoch nichts Neues. Seit der Finanzkrise 2008 hat die EU zahlreiche finanzielle Initiativen zur Unterstützung aller Mitgliedstaaten ergriffen, insbesondere der am stärksten betroffenen wie Griechenland, Spanien und Italien. Die Gesundheitssysteme von Ländern wie Griechenland haben unter diesen Reformen nicht gelitten – im Gegenteil: Im Zuge des EU-Stabilitätshilfeprogramms wurden eine flächendeckende Gesundheitsversorgung und ein umfassendes Gesundheitswesen eingeführt. Im Rahmen der Investitionsoffensive wurden nicht nur kleine Unternehmen, Forschung und Innovation oder Klimaschutzprojekte unterstützt. Aus ihr wurden auch zahlreiche Projekte im Gesundheitssektor finanziert wie die Entwicklung neuer Krebsbehandlungen oder der Ausbau und die Modernisierung von Krankenhäusern.

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EU-Länder sind und bleiben die besten Partner füreinander – und zeigen sich zunehmend solidarisch.

Es wäre schon ein sonderbarer Zufall, wenn ausgerechnet autoritäre Regime mit ihrem gut geölten Propaganda-Apparat einer schweren Gesundheitskrise am besten Herr würden!

In Wirklichkeit tun die europäischen Institutionen und ihre Partner mehr für die Europäer als jeder andere Teil der Welt. Auch wenn die EU in Gesundheitsfragen nicht zuständig ist, können wir doch einiges tun. Wir setzen alles daran, das Coronavirus einzudämmen. Wir halten die Grenzen für die Versorgung offen, koordinieren und stimmen uns ab, leisten umfangreiche finanzielle, medizinische und persönliche Hilfe und vieles mehr.

Insbesondere sind das Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft. Währenddessen können sich die EU-Mitgliedstaaten auf Gesundheitsfragen konzentrieren. Hierzu zählen der 100 Milliarden Euro schwere Solidaritätsfonds SURE und die mit 37 Milliarden Euro ausgestattete Investitionsinitiative zur kurzfristigen Bewältigung der Corona-Krise. Zusätzlich ist 1 Milliarde Euro zur Absicherung von Krediten an mindestens 100 000 europäische KMU und Midcap-Unternehmen vorgesehen.

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Die EU-Institutionen und -Länder haben mehr als jedes andere Land für die Europäer getan – rund um die Uhr werden Hilfsgüter-Vorräte angelegt. 

Solidarität ist kein leeres Wort: Deutschland kümmert sich um Patienten aus Italien, Frankreich und Österreich liefern Masken nach Italien, Länder sprechen sich ab, um Menschen heimzuholen — und vieles mehr.

Eine der Stärken der EU ist die Bündelung von Kräften und Know-how im Sinne optimaler Ergebnisse. So ist auch das Projekt „RescEU“ entstanden, das lebensnotwendige medizinische Hilfsgüter lagert und so verteilt, wie sie am dringendsten benötigt werden. Viren machen nicht an den Grenzen halt – deshalb müssen wie europäisch denken und handeln.

Eine Bündelung unserer Mittel zahlt sich aus. Die Industrie kann die Produktion hochfahren und darauf vertrauen, dass die Investitionen greifen. Vorläufig sind 80 Millionen Euro für die Vorratshaltung vorgesehen. EU-Solidarität rettet Menschenleben.

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Die EU kümmert sich um die Bereiche, für die sie zuständig ist: Lieferung kritischer Güter über die Grenzen hinweg, Koordinierung und Austausch zwischen den Regierungen, Bereitstellung von Finanzmitteln und Know-how. So können die Länder sich weiterhin auf das zentrale Thema konzentrieren: das Gesundheitswesen

Es ist den Mitgliedstaaten vorbehalten, auf nationaler Ebene Gesetze zur Eindämmung des Coronavirus zu erlassen. Die Kommission ist nicht befugt, in nationales Recht oder in Entscheidungen zu Themen wie Gesundheit einzugreifen. Gleichwohl kann die EU gemeinsam mit den Mitgliedstaaten europäische Strategien und schnelle, koordinierte, europaweite Initiativen zur Bewältigung der Krise entwickeln. So werden Entscheidungen über Ausgangsbeschränkungen oder zur Schließung der Landesgrenzen auf nationaler Ebene getroffen. Die Bereitstellung von EU-Mitteln in Höhe von 140 Mio. EUR für die Suche nach einem Impfstoff, neuen Behandlungsmethoden und Diagnosetests erfolgt hingegen auf EU-Ebene.

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Die EU bündelt Mittel, damit die Dinge produziert werden, die wir in Krisenzeiten brauchen — Masken, Handschuhe, Schutzanzüge und andere medizinische Hilfsgüter.

Die Firmen müssen sich natürlich darauf verlassen können, dass diese Produkte dann auch gekauft werden. Deshalb hat die Kommission mehrere gemeinsame Ausschreibungen eingeleitet – und es funktioniert! Die Unternehmen bieten mittlerweile größere Mengen an Masken und Brillen an: mehr, als wir ursprünglich in Auftrag gegeben haben. Sobald die Mitgliedstaaten die Verträge unterzeichnet haben, geht die Ausrüstung an Ärzte, Krankenpfleger und andere Menschen, die darauf warten.

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Schengen war ein zentraler Bestandteil unserer Anti-Corona-Maßnahmen. Hierdurch konnten die Grenzen rund um die Uhr für Güter und Dienstleistungen offengehalten werden. Dank eigens eingeführter „Green Lanes“ können Frachtfahrzeuge die Binnengrenzen des Schengen-Raums innerhalb von 15 Minuten passieren.

Einzelne EU-Mitgliedstaaten haben vorübergehende Grenzkontrollen eingeführt, um das Coronavirus einzudämmen. Das heißt aber nicht, dass die Grenzen dicht sind. EU-Mitgliedstaaten nehmen Corona-Patienten aus anderen Ländern auf. Auch Masken, Brillen und andere wichtige Versorgungsgüter passieren die Grenzen.

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Viren interessiert nicht, woher Sie kommen. Sie interessieren sich auch nicht für Ihre Hautfarbe oder Ihren Pass. Mancherorts werden bestimmte Gruppen für die Krankheit verantwortlich gemacht – europäisches Virus, chinesisches Virus, amerikanisches Virus. 

Es handelt sich aber um ein menschliches Virus. Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch per Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Ausatmen übertragen. Der Erreger wird nicht von einer bestimmten Population oder Gruppe übertragen. Behauptungen, das Virus würde gezielt von Migranten oder bestimmten ethnischen Gruppen verbreitet, entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage. COVID-19 ist vielmehr eine globale Krise, die weltweite Solidarität erfordert.

icon data protection

Die EU-Vorschriften zum Schutz von Daten und der Privatsphäre gehören zu den strengsten weltweit. Hieran ändert auch Corona nichts.

Digitale Technologien können schützen und Leben retten. Tracing-Apps können in allen Phasen der Krise eine Schlüsselrolle spielen, insbesondere dann, wenn die Beschränkungen schrittweise und einhergehend mit dem Ausbau der Testkapazitäten aufgehoben werden sollen. Solche Apps können eine Ausbreitung des Virus dadurch verhindern, dass sie Nutzer benachrichtigen, wenn sie einer infizierten Person zu nahe gekommen sind. Sie funktionieren über das Bluetooth-Signal von Handys. Die EU hat sich auf ein Instrumentarium geeinigt, und die Kommission hat spezielle Leitlinien im Sinne einheitlicher Standards für alle Apps veröffentlicht: Schutz personenbezogener Daten, Sicherheit und Wirksamkeit. Die Verwendung von Tracing-Apps wird freiwillig sein. Aber sie funktionieren natürlich nur, wenn die Menschen sie auch benutzen. Damit sie den Apps vertrauen, muss der umfassende Schutz der personenbezogenen Daten gewährleistet sein.

Darüber hinaus hat die Kommission Telekom-Unternehmen gebeten, anonymisierte Daten und Standortprofile nutzen zu dürfen. Der Abgleich von Mobilitätsmustern kann uns helfen, den Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Virus und der Wirkung der getroffenen Maßnahmen besser zu verstehen. Viele Mobilfunkanbieter zeigen sich interessiert an diesem EU-weit geplanten Projekt. Die Ergebnisse werden allen Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt. Die Maßnahme, die keine personenbezogenen Daten verarbeitet, steht voll und ganz im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung und den Rechtsvorschriften zum Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation. Einzelne Datensätze von Bürgern werden nicht ausgewertet.

Fallen Sie nicht auf Bots rein!

Vorsicht vor Online-Betrug!

Vorsicht, Online-Falle: Im Netz werden Produkte angeboten, die angeblich vor COVID-19-Infektionen schützen oder dagegen helfen — zum Beispiel Schutzmasken oder Handdesinfektionsmittel. Fallen Sie nicht auf diese Masche herein, denn die Produkte sind möglicherweise reine Blender. So können Sie möglichen Betrug erkennen und vermeiden.

Online-Ressourcen und -Hilfsmittel

Online-Material und -Hilfsmittel für Lernende, Lehrkräfte und Erzieher/innen in Zeiten von Corona

Unser Post auf „Medium“ zu den 5 Dingen, die man über Corona wissen sollte