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| Nature of the experimental activities to be implemented | Rating |
| Guidance, counselling | *** |
| Training | *** |
| Employment aids (+ for self-employment) | *** |
| Integrated measures (pathway to integration) | *** |
| Employment creation and support | *** |
| Training of teachers, trainers and staff | *** |
| Conception for training programs, certification | ** |
| Awareness raising, information, publicity | *** |
| Studies and analysis of discrimination features | *** |
Text available in
Das ganzheitliche Konzept der Vorgründungsberatung unter Berücksichtigung finanzieller Anforderungen, der Kreditvorbereitung, -vergabe und begleitung unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Bedarfe ist der innovative Ansatz der EP EscaPe, mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit des Gründungsgeschehens in Österreich zu fördern. Ein Vorhaben, dass für alle Partnerorganisationen innovativ ist und in der Antragsrunde 1 nicht unmittelbar in Beziehung gesetzt werden kann (siehe auch oben: Beschreibung und Stärkung der Handlungskompetenz auf EP Ebene sowie die Angaben bei den einzelnen Modulbeschreibungen). Der innovative Charakter stellt sich entlang der drei Dimensionen Ziel- Prozess und Kontextorientierung wie folgt dar:
1) Zielorientiert: Konzepte zur Vergabe und begleitung von Mikrokrediten sind für Österreich ein neues Instrument, mit deren Hilfe insbesondere die positive Entwicklung von Gründungen im ersten, entscheidenden Jahr nach der Gründung unterstützt werden soll. Hierbei werden insbesondere zielgruppenspezifische Bedarfe benachteiligter Personengruppen verstärkt Berücksichtigung finden.
2) Prozessorientiert: methodische Erneuerungen sind
o Instrumente für das Mikrokredit-Prüfverfahren von potenziellen GründerInnen und entsprechende Leitfäden,
o die Begleitung der Vergabe von Mikrokrediten durch eine Kombination aus finanzorientiertem Controlling und individuellem Coaching und Beratung während dem ersten Jahr der Gründung. (Die meisten Gründungsprogramme enden bei der Gründung dabei ist gerade das erste Jahr für den Erfolg meist wesentlich entscheidender als der Gründungsprozess selbst).
o Aufbau von Peer-Groups (zielgruppenspezifisch und übergreifend), um gegenseitig Erfahrungen in dieser spezifischen Gründungssituation auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen sowie notwendigen zusätzlichen Beratungsbedarf gemeinsam festzulegen und zu erhalten. Die Berücksichtigung der Anliegen von GründerInnen nicht-deutscher Muttersprache und älterer Personen stellt dabei eine besondere Innovation dar.
o Umsetzung von anlassbezogener, durch die Zielgruppen festgelegte Beratung, während der ersten Phase nach der Gründung (vs. vorbereitende sowie langfristige Seminare und Schulungen, deren thematische Ausrichtung standardisiert festgelegt ist). Diese Angebote können zielgruppenübergreifend (z.B. KundInnengespräche, Controlling etc.) oder aber zielgruppenspezifisch sein (z.B. Ältere haben im Schnitt geringere EDV und Interneterfahrung als Jüngere; haben einen anderen Qualifizierungs- und Beratungsbedarf im Sozialversicherungsrecht (Pensionsrecht, Krankenversicherung, Rechtsschutz, Lebensversicherungen, etc..))
o die Förderung der IKT-Nutzung durch Zielgruppen durch die Bereitstellung entsprechender einfacher Planungsinstrumente sowie frei zugänglicher Räumlichkeiten mit entsprechender Ausstattung in der Vorgründungsphase.
o Die Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Bedarfe durch die Ausweitung des Konzeptes der interkulturellen Öffnung für gründungsberatende Einrichtungen und Banken
3) Kontextorientiert:
o Die Entwicklung der Kooperation der beratenden und begleitenden Einrichtungen (insbesondere Gründungszentren und Banken) unter Einbindung der Zielgruppen in die Entwicklung und Optimierung während der Pilotierungsphase.
o Die Integration von sozialpolitischen und wirtschaftspolitischen Einrichtungen zum Thema Gründungen in die Vernetzungsarbeit.
o Die breite Sensibilisierung, Vernetzung und Erweiterung der Handlungskompetenz gründungsrelevanter Einrichtungen mit NGOs, um zielgruppengerecht nicht nur die Gründung selbst sondern insbesondere das erste Jahr erfolgreich unterstützen zu können.
o Ableitung eines allgemeinen Förderdesigns der Mikrokreditvergabe und begleitung unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Besonderheiten und Anforderungen für die Bundesebene.
500 000 – 1 000 000 €
| Assistance to persons | M | F |
| Unemployed | 24.0% | 19.0% |
| Employed | 21.0% | 16.0% |
| Others (without status, social beneficiaries...) | 5.0% | 15.0% |
| 100.0% | ||
| M | F | |
| Migrants, ethnic minorities, … | 24.4% | 14.2% |
| Asylum seekers | 0.0% | 0.0% |
| Population not migrant and not asylum seeker | 25.6% | 35.8% |
| 100.0% | ||
| M | F | |
| Physical Impairment | 3.0% | 3.0% |
| Mental Impairment | 0.0% | 0.0% |
| Mental Illness | 0.0% | 0.0% |
| Population not suffering from a disability | 47.0% | 47.0% |
| 100.0% | ||
| M | F | |
| Substance abusers | 0.0% | 0.0% |
| Homeless | 0.0% | 0.0% |
| (Ex-)prisoners | 0.0% | 0.0% |
| Other discriminated (religion, sexual orientation) | 0.0% | 0.0% |
| Without such specific discriminations | 50.0% | 50.0% |
| 100.0% | ||
| M | F | |
| < 25 year | 0.0% | 0.0% |
| 25 - 50 year | 24.0% | 38.0% |
| > 50 year | 26.0% | 12.0% |
| 100.0% | ||
| Assistance to structures and systems and accompanying measures | Rating |
| Sexual Orientation | ** |
| Asylum | * |
| Gender discrimination | *** |
| Support to entrepreneurship | *** |
| Disabilities | ** |
| Age | *** |
| Low qualification | * |
| Racial discrimination | *** |
| Religion or belief | ** |
| Unemployment | *** |
With beneficiaries| Participation |
| Promoting individual empowerment |
| Participation in running and evaluating activities |
| Changing attitudes and behavior of key actors |
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Die Einbindung von ZielgruppenvertreterInnen in die Entwicklung ist von großer Wichtigkeit. Insbesondere in die Beratungskonzeption, im Rahmen der interkulturellen Öffnung sowie in der Erarbeitung des Gender Mainstreamingansatzes.
Benachteiligte gründungsinteressierte Personen, welche über geringe bisherige Erfahrung sowie keinen bzw. mangelnden eigenen Zugang zu informationstechnologischer Unterstützung verfügen, erhalten die Möglichkeit, entsprechend ausgestattete Räumlichkeiten mit bedarfsbezogener Begleitung in Anspruch nehmen zu können, wodurch das Empowerment der Zielgruppen gefördert wird.
Die Erfahrungen im Projekt zeigen, dass - auch wenn die KlientInnen im Alltag gut in der Lage sind, sich auf Deutsch zu verständigen - es für diffizile Bereiche notwendig sein kann, Dolmetschdienste in Anspruch nehmen zu müssen. Gerade die Gründungsphase ist ein solcher Bereich, wo durch Verwendung von DolmetscherInnen die Beratung noch professioneller und qualitativ hochwertiger gestaltet werden kann, geht es doch hier um existentielle Fragen der Betroffenen. Dieser Aspekt wurde im Konzept zu wenig berücksichtigt. Innerhalb der uns möglichen budgetären Grenzen wird jedoch versucht, diesem Bedürfnis Rechnung zu tragen.
Dennoch liegt unser Augenmerk darauf, den TeilnehmerInnen ihre eigenen Ressourcen näher zu bringen und sie auch darin zu unterstützen, selbständig zu arbeiten.
Nach erfolgreicher Kreditvergabe wird mit dem/der TeilnehmerIn in einer auf die Einzelperson abgestimmten Einschulung die Anwendung des Finanzcontrolling-Tools miniControl trainiert. Mit Hilfe von miniControl wird dem/der TeilnehmerIn ermöglicht, sich einen Überblick über die eigene Finanzsituation und über die wichtigsten Finanzdaten inklusive Planung zu verschaffen. Durch weitere Begleitung und Beratung in der Nachgründungsphase wird das Empowerment der Zielgruppe vervollständigt.
Kernpunkt der Nachbetreuung im Modul 3 stellt das Finanzmonitoring dar. Der/die GründerIn bekommt damit nicht nur eine konstante Selbstkontrolle ermöglicht, sondern wird dabei begleitet und kann im Bedarfsfall jederzeit auf den Rat eines Experten bzw. einer Expertin zurückgreifen.
Bei Liquiditätsschwierigkeiten, einem Ertragseinbruch oder anderen Problemlagen im Bereich Finanzen wird neben Training und Qualifizierung gemeinsam mit dem/der TeilnehmerIn ein Sanierungsplan bzw. konzept erstellt, um den/die TeilnehmerIn vor einem drohenden Aus zu bewahren.
Bei Problemlagen im Bereich Markt, Produktion/Leistungserstellung, Personal oder sonstigen wird ein intensives Training mit dem/der TeilnehmerIn durch Qualifizierung und Schulung begonnen. Hierbei werden auch die operativen PartnerInnen aus Modul 2 einbezogen.
Ergebnisse aus den Querschnittsmaterien Gender Mainstreaming und interkulturelle Öffnung und charakterische Bedarf älterer Gründer wurden in die didaktischen und methodischen Beratungsinstrumentarien aufgenommen.
Rückmeldungen der BeraterInnen und der Beratenen werden erfasst und laufend in das Betreuungsangebot eingefügt.
Between national partners
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Die EP EscaPe führt unterschiedliche Institutionen zusammen, welche sich einerseits mit der Förderung von GründerInnen beschäftigen, andererseits zielgruppenspezifische Beratungen anbieten (insbesondere für Personen nicht deutscher Muttersprache). Das Konzept der Mikrokredite und deren Vergaben, die Begleitung von GründerInnen nach der Kreditvergabe stellt jedoch für alle beteiligten Institutionen (ebenso wie für Österreich) ein Novum dar. Durch den Austausch der bisherigen Erfahrungen bei gleichzeitiger Wahrung einer klaren Rollentrennung (zwischen Beratung und kreditvergebender Stelle) während der Laufzeit von EscaPe wird die Handlungskompetenz aller beteiligten Institutionen wesentlich erweitert:
Zebra und ISOP erhöhen die eigenen Kompetenzen in den für diese Organisationen neuen Feldern der gründungsspezifischen Beratung und Kreditvergabe. Sie können somit gründungsinteressierte Personen nicht deutscher Muttersprache über entsprechende Angebote informieren. Andererseits stellen sie wiederum ihr Know-how zur Verbesserung der zielgruppenspezifischen Gründungsberatung den beratenden Einrichtungen und den Banken zur Verfügung. Insbesondere wird das Konzept der interkulturellen Öffnung ausgeweitet und zur Sensibilisierung der beratenden Einrichtungen und Banken eingesetzt (siehe operative Ziele).
Freiraum, Gründerinnenzentrum und ÖSB Consulting bringen ihre Erfahrungen im Bereich der Gründungsberatung ein, welche die Basis für die weitere Entwicklung und Umsetzung der für Österreich völlig innovativen Ansätze der Mikrokreditvergabe und begleitung ermöglichen (insbesondere auch für diese Einrichtungen). Alle Organisationen lernen wiederum von Zebra und ISOP das Konzept der interkulturellen Öffnung zur Förderung von Personen nicht deutscher Muttersprache zu nutzen und diesen Zielgruppen in ihren Aktivitäten verstärkt Augenmerk zu schenken. Die besondere Berücksichtigung der spezifischen Bedarfe älterer Personen stellt ebenfalls ein Novum für alle beteiligten Organisationen dar. Das Gründerinnenzentrum wird insbesondere für die Umsetzung des Gender Mainstreamings in der EP wesentlich beitragen und den Anteil der Frauen an den im Rahmen der Pilotierungen unterstützten GründerInnen auf die Hälfte erhöhen.
JOANNEUM RESEARCH stellt langjährige Erfahrungen im Bereich von Designs von Förderungsprogrammen, Potentialanalysen sowie im Bereich (Selbst) Evaluation zur Verfügung. Insbesondere durch die enge Interaktion sowohl mit Beratungs- und Förderungseinrichtungen als auch durch die Einbindung der Zielgruppen in die Entwicklung und Adaptierung der Förderungsprogramme ist auch eine Erweiterung des Kompetenzbereiches zu erwarten. Darüber hinaus wird das Verständnis über die Problematik von Unternehmensgründungen mit welchem sich die JOANNEUM RESEACH in wissenschaftlichen Projekten immer wieder beschäftigt - weiter vertieft.
Kampus Consulting, das Regionalmanagement Graz- und Graz Umgebung und ÖSB Consulting stellen ihre Erfahrungen im Projektmanagement im Allgemeinen und dem Management von Equal-Partnerschaften im Besonderen zur Verfügung.
Das Regionalmanagement verfügt durch das Management des regionalen Beschäftigungspaketes Graz und Umgebung darüber hinaus über ausgezeichnete Netzwerkfunktionen, welche für die Verbreitung des Ansatzes genutzt werden können. Für alle beteiligten Partnerorganisationen handelt es sich um eine thematische Erweiterung, bei der neue Erkenntnisse über Unternehmensgründungen, die Zielgruppenarbeit sowie arbeitsmarktpolitischer Ziele im Allgemeinen erworben werden.
Alle operativen Partnerorganisationen bringen ihr unterschiedliches Know-how insbesondere in die Entwicklung und in das Mainstreaming mit ein (bei klarer Trennung von der Gesamtorganisation und der finanziellen Verantwortung für die Partnerschaft). Durch ein eigenes Vernetzungsmodul (siehe Beschreibung Modul 4), wird der hohen Verantwortung gegenüber den GründerInnen Rechnung getragen und der Prozess der Selbstevaluation sowie laufender Optimierung unter Einbindung der Zielgruppen und für die Pilotierungsphase umsetzungsrelevanter Institutionen (insbesondere der Banken) besonders berücksichtigt.
Regionale Institutionen, welche nicht direkt operative Partnerorganisationen der EP sind, werden eingebunden, um die Handlungskompetenz dieser Einrichtungen bzgl. zielgruppenspezifischer Bedarfe, Gründungen sowie Mikrokreditvergabe und Begleitung bereits während der Laufzeit der EP zu erweitern und mit ihnen zu kooperieren (durch die Weitergabe von Erstinformationen für gründungsinteressierte Personen, welche den Zielgruppen entsprechen, Bereitstellung von Räumlichkeiten bei der Beratung in den Regionen, Kooperation bei der Kreditvergabe). BeraterInnen und TrainerInnen der kooperierenden Einrichtungen erwerben dabei im jeweiligen beruflichen Umfeld bessere Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich der zielgruppengerechten Gründungsberatung und begleitung ermöglicht werden. Zu nennen sind u.a.: Regionalstellen des AMS und der WK, Bankinstitute und Förderungseinrichtungen für UnternehmensgründerInnen (Raiffeisenlandesbank, GründerCenter der Steiermärkischen etc.), diverse Gründungsprojekte und lokale Initiativen (Gründerinnenschwerpunkt Oststeiermark etc.).
Die Zielgruppen werden in die Entwicklung und Umsetzung der Konzepte aktiv eingebunden (siehe Empowerment der Zielgruppen).
Dieses Vernetzungsmodul ist damit klar von der Aktion 3 zu differenzieren, welche die Erkenntnisse über die Pilotierung und den daran beteiligten Institutionen hinausgehend in Einrichtungen und förderungsrelevanten Institutionen verankert, welche nicht unmittelbar an der Umsetzung beteiligt sind, jedoch die Ergebnisse nach der Laufzeit von EscaPe bzw. Equal für die eigene Strategieentwicklung nutzen wollen (Bundesministerien, Ressorts anderer Bundesländer, Ausweitung des kooperierenden Bankensektors, und der interessierten gründungsfördernde Einrichtungen etc.)
Innerhalb der EP werden Entscheidungsstrukturen (insbesondere durch die Steuerungsgruppe unter Einbindung der strategischen Partnerorganisationen Land Steiermark mit Wirtschaft- und Sozialressort, der Wirtschafskammer Steiermark, des ÖGB, AMS Steiermark und der AWS, das Vernetzungsmodul und Aktion 3) geschaffen, die es für alle beteiligten AkteurInnen ermöglichen, aktiv und steuernd am Entwicklungsprozess mit zu wirken.
Linguistic skills
Percentage of the budget for transnational activities
Transnational Co-operation Partnerships| Transnational Co-operation Agreement | DPs involved |
| 4355 SUNRISE |
ES ES20040331 FR PAC-2004-41558 IT IT-G2-CAM-071 IT IT-S2-MDL-283 |
Involvment in previous EU programmes| Partner | To be contacted for |
| Regionaler Beschäftigungspakt Graz & Graz-Umgebung | Co-ordination of experimental activities Design of the project DP managing organisation Evaluation Monitoring, data collection Transnational partnership |
| Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abt. 14 Wirtschaft und Arbeit | |
| Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Sozialressort | |
| Arbeitsmarktservice - Landesgeschäftsstelle Steiermark | |
| Austria Wirtschaftsservice GmbH | |
| Freiraum GmbH& CoKEG | |
| Gründerinnenzentrum Steiermark | |
| ISOP - Innovative Sozialprojekte GmbH | |
| Joanneum Research Forschungs GmbH | |
| Kampus Consulting | |
| Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG | |
| Verein ZEBRA - Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum | |
| Wirtschaftskammer Steiermark | |
| ÖSB Consulting GmbH | |
| Österreichischer Gewerkschaftsbund - Landesorganisation Steiermark |
Text available in
Die Entwicklungspartnerschaft EscaPe setzt sich aus operativen und strategischen PartnerInnen zusammen, die im Rahmen folgender Teil-Strukturen agieren:
a) TransferpartnerInnen
b) Steuerungsgruppe
c) Managementteam (siehe Pkt. 4 der vorliegenden Geschäftsordnung)
d) Kernteam (siehe Pkt. 5 der vorliegenden Geschäftsordnung):
e) Modul-Arbeitsgruppen (siehe den gegenständlichen Leistungsvertrag zwischen den Modularbeitsgruppen und der finanzverantwortlichen PartnerIn)
f) Stabstelle/GenderexpertIn (siehe Pkt. 7 der vorliegenden Geschäftsordnung)
Die TransferpartnerInnen sind für den Bereich der Mikrokredite relevante MultiplikatorInnen, welche die EP in der Verbreitung und im Mainstreaming ihrer Ergebnisse und Produkte unterstützen.
Auf strategischer Ebene entscheidet die Steuerungsgruppe über:
a) Genehmigung der Strategien und Aktionspläne sowie des Budgets der Entwicklungspartnerschaft
b) Änderung der Geschäftsordnung
c) Genehmigung der nationalen und transnationalen Arbeitsprogramme der Aktionen 2 und 3.
d) Aufnahme und Ausschluss von PartnerInnen in die / aus der Entwicklungspartnerschaft
e) Bestätigung der Bestellung und Abberufung von modulkoordinierenden Einrichtungen
f) Freigabe von Berichten
g) Definition der Richtlinien zur externen und internen Vergabe von Aufträgen
Auf operativer Ebene sind die Kompetenzen auf
a) Gesamtprogrammmanagement sowie
b) Modulebene verteilt.
Die operative Ebene setzt sich aus Management-Team und Kernteam zusammen; das Management-Team besteht aus dem/r finanziell verantwortlichen PartnerIn, dem/r inhaltlich verantwortlichen PartnerIn sowie der Koordinationsstelle für die Gesamt-EP. In diesem Rahmen wird die EP finanziell und inhaltlich koordiniert, hier werden maßgebliche Entscheidungen für die generelle Entwicklung und die Aktivitäten der EP für das Kernteam und in weiterer Folge für die Steuerungsgruppe vorbereitet.
Im Kernteam dagegen ist das Management-Team sowie alle ModulkoordinatorInnen vertreten, um einen kontinuierlichen Abstimmungsprozess zwischen allen koordinierend verantwortlichen PartnerInnen zu ermöglichen und den Wissenstransfer innerhalb der EP voranzutreiben.
Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Kernteams bestehen insbesondere in der Funktion einer Schnittstelle im Sinne
a) des aktiven Informationsaustausches zwischen den einzelnen Modulen und dem Kernteam
b) als vorbereitende Ebene zur Steuerungsgruppe, des Kernteams und des Managementteams
c) der aktiven Beteiligung an den Steuerungsgruppensitzungen
d) der aktiven Unterstützung der modulumsetzenden PartnerInnen
e) der Einberufung und Abhaltung monatlich stattfindender Kernteamsitzungen
f) Einberufung, Entscheidungsfähigkeit, Abstimmung und Protokollierung der Kernteamsitzungen haben hierbei den allgemeinen Regelungen der vorliegenden Geschäftsordnung (Pkt. 9 der vorliegenden Geschäftsordnung) zu folgen.
Auf Modulebene koordinieren die ModulkoordinatorInnen die Aktivitäten, den Wissenstransfer und Informationsaustausch aller relevanten PartnerInnen:
a) Leitung der Modulentwicklungsgruppe, bestehend aus zumindest 2 VertreterInnen unterschiedlicher, für die Entwicklung relevanter Organisationen und Unternehmen;
b) Teilnahme an Abstimmungssitzungen der ModulkoordinatorInnen mit der Koordinationsstelle und die Teilnahme an Kernteamsitzungen
c) Dokumentation der Entwicklungs- und Umsetzungsarbeit auf Basis der geltenden Richtlinien der Entwicklungspartnerschaft
d) Gemeinsame thematische Informationsarbeit und Sicherstellung des Informationsflusses zwischen den einzelnen AkteurInnen innerhalb des eigenen Moduls
e) Controlling des eigenen Moduls hinsichtlich Finanz-, Zeit- und Phasenplänen
f) Teilnahme an Steuergruppensitzungen
g) Enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit der inhaltlichen Gesamtkoordination
h) Darstellung der Ergebnisse in der Steuerungsgruppe
i) Berichtsabstimmung für die Gesamtkoordination bzw. das Managementteam
Development Partnership Agreement summaryKEG-Gesellschaftsvertrag mit ÖGB
Last update: 20-03-2007
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(REV GGU)
Jungferngasse 1 8010 Graz Tel:+43 (316) 25 38 60 Fax:+43 (316) 25 38 60-31 Email:graz.umgebung@aon.at |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Gassler | Bernd | +43 (316) 25 38 60 | graz.umgebung@aon.at | finanzielle Verantwortung |
Last update: 20-03-2007
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Dietrich Mag. | Irene | +43 (316) 877-3124 | a14@stmk.gv.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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Herrengasse 16 8010 Graz Tel:+43 (316) 877-2220 Fax:+43 (316) 877-2803 Email: |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Schwarz | Hannes | +43 (316) 877-2220 | johannes.schwarz@stmk.gv.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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(AMS Stmk)
Babenbergerstrassse 33 8020 Graz Tel:+43 (316) 7081-156 Fax:+43 (316) 7081-191 Email: |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Gross | Margarete | +43 (316) 7081-156 | margarete.gross@ams.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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(AWS)
Ungargasse 37 1030 Wien Tel:+43 (1) 50175 Fax:+43 (1) 50175-900 Email: |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Leutgeb | Kurt | +43 (1) 50175 | office@awsg.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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(Freiraum)
Liebenauer Hauptstraße 2-6 8041 Graz www.freiraum.at Tel:+43 (316) 4682-0 Fax:+43 (316) 4682-110 Email: |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Mayrhofer | Herbert | +43 (316) 4682-0 | herbert.mayrhofer@freiraum.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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(GIZ)
Nikolaiplatz 4/II 8020 Graz www.gruenderinnenzentrum-stmk.at Tel:+43 (316) 72080 Fax:+43 (316) 72081012 Email:office@gruenderinnenzentrum-stmk.at |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Pelzmann | Irmgard | +43 (316) 763310 | irmgard,pelzmann@gruenderinnenzentrum-stmk.at | Beraterin fuer Gruenderinnen, Gender Mainstreaming, Projektleitung im GIZ |
Last update: 20-03-2007
Top
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(ISOP)
Dreihackengasse 2 8020 Graz www.isop.at Tel:+43 (316) 764646 Fax:+43 (316) 764646-6 Email:max.mayrhofer@isop.at |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| MMayrhofer | Max | +43 (699) 14600005 | max.mayrhofer@isop.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
Top
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(JR)
Steyrergasse 17 8010 Graz Tel:+43 (316) 876-1151 Fax:+43 (316) 876-1130 Email: |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Ploder | Michael | +43 (316) 876-1151 | michael.ploder@joanneum.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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(KC)
Joanneumring 6/4 8010 Graz www.kampus.at Tel:+43 (316) 81 80 85 Fax:+43 (316) 81 80 85-9 Email:office@kampus.at |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Kampus | Doris | +43 (316) 81 80 85 | office@kampus.at | Programmmonitoring |
Last update: 20-03-2007
Top
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(RLB Steiermark)
Kaiserfeldgasse 5-7 8010 Graz www.raiffeisen.at/rlb-steiermark Tel:+43 (316) 80360 Fax:+43 (316) 80362437 Email:info@rlb-stmk.raiffeisen.at |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Michitsch | Andreas | +43 (316) 40022169 | andreas.michitsch@rlb-stmk.raiffeisen.at | Ansprechpartner |
Last update: 20-03-2007
Top
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(ZEBRA)
Schönaugürtel 29 8010 Graz www.zebra.or.at Tel:+43 (316) 83563012 Fax:+43 (316) 83563050 Email:eva.zipper@zebra.or.at |
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Text available in
Änderung Ansprechperson ab 18.Jänner 2006
| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Zipper | Eva | +43 (316) 83563011 | eva.zipper@zebra.or.at | Projektleitung |
| Zipper | Eva | +43 (316) 83563011 | eva.zipper@zebra.or.at | Projektleitung |
Last update: 20-03-2007
Top
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(WK Stmk)
Körblergasse 111-113 8021 Graz Tel:+43 (316) 601-627 Fax:+43 (316) 601-599 Email: |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Foessl | Andreas | +43 (316) 601627 | andreas.foessl@wkstmk.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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(ÖSB)
Eggenberger Allee 40-42 8020 Graz Tel:+43 (316) 381237-0 Fax:+43 (1) 381495 Email: |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Gosch | Eva | +43 (316) 381237-0 | officegraz@oesb.at | Ansprechperson |
Last update: 20-03-2007
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(ÖGB STMK)
Südtirolerplatz 13 8020 Graz www.oegb.at Tel:+43 (3842) 42385 Fax:+43 (3842) 47273 Email:guenter.hackl@oegb.at |
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| Name | First name | Phone | Responsibility | |
| Letz | Sabine | +43 (3842) 42385 | guenter.hackl@oegb.or.at | Ansprechpartner |
Last update: 20-03-2007
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Unternehmensgründungen bilden eine wichtige Quelle zur Schaffung neuer und zusätzlicher Arbeitsplätze. Demnach sind UnternehmensgründerInnen zunehmend in den Fokus der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik gerückt und zahlreiche Initiativen zur Förderung von Unternehmensgründungen wurden gesetzt (siehe bspw. Nationaler Aktionsplan für Beschäftigung 2003 Leitlinie 2 Schaffung von Arbeitsplätzen und Unternehmensgeist). Im bestehenden Unterstützungsangebot können basierend auf internationalen sowie praktischen Erfahrungen der in EscaPe eingebunden GründungsberaterInnen - noch folgende Lücken bzw. Schwächen identifiziert werden:
- Probleme in der Finanzierung, auch von kleinen Finanzvolumina aufgrund fehlender Sicherheiten der GründerInnen. Diesbezüglich gibt es internationale Beispiele zur Unterstützung von Mikrokrediten, die in Österreich jedoch noch nicht zur Anwendung kommen (Vgl. z.B. Evers J. et.al: Reducing Cost and Managing Risk in Lending to Micro Enterprises, 2000 sowie Habschick M. et al: Finanzierung im Kleinen. Praxishandbuch zur Entwicklung innovativer Mittelstandsförderinstrumente, 2004)
- GründerInnen bestimmter Zielgruppen (hier angesprochen sind Ältere, Frauen, Personen nicht deutscher Muttersprache) weisen besonderen Bedürfnisse auf, welche vielfach mittelbare Konsequenz sozialer Kontexte und spezifischer Anforderungen in den einzelnen Zielgruppen sind. Dieser spezielle Unterstützungsbedarf kann im Rahmen des derzeit offen stehenden Gründungsförderungsangebotes in vielfacher Weise nicht oder noch zu wenig ausreichend abgedeckt werden.
- Darüber hinaus greift die Gründungsunterstützung im Allgemeinen in der Vorgründungsphase, während eine laufende Betreuung der GründerInnen in der Phase der Kreditrückzahlung zur Sicherung der Nachhaltigkeit und Stabilität der Gründung nicht im ausreichenden Maße möglich ist.
Wie Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern aber auch aus österreichischen, im Rahmen der regulären Gründungsförderung, gewonnenen Erkenntnissen zeigen, scheitern viel versprechende Gründungsvorhaben häufig bereits an der Verfügbarkeit einer entsprechenden Finanzierungsbasis. Dies resultiert einerseits aus einer geringen Eigenkapitalausstattung der GründerInnen und andererseits aus fehlenden Sicherheiten gemäß dem Geschäftsgebrauch der Geschäftsbanken. Viele Gründungen könnten jedoch wie internationale Erfahrungen zeigen - mit kleinen Finanzvolumina bereits umgesetzt werden. Diese Kleinkredite weisen jedoch angesichts der hohen Transaktionskosten für Geschäftsbanken geringe Attraktivität auf. Gegenwärtig kann die damit bestehende Lücke durch keine alternativen Angebote (von öffentlicher oder privater Seite) gedeckt werden. Das diese Lücke schließende Instrument Mikrokredit findet in Österreich, anders als in anderen europäischen Staaten, bislang noch keine Anwendung.
Neben des überdurchschnittlichen Zutreffens einer vergleichsweise schlechten Eigenkapitalausstattung und der mangelnden Verfügbarkeit entsprechender Sicherheiten weisen Personen in bestimmten Zielgruppen (hier angesprochen sind Ältere, Frauen, Personen nicht deutscher Muttersprache) besondere Bedürfnisse auf, die derzeit noch zu wenig im Beratungsangebot Berücksichtigung finden. Dieses Beratungsangebot wiederum sollte verstärkt in späteren Phasen der Gründung - nicht nur jener der Vorgründung eingesetzt werden, um die Stabilität und Nachhaltigkeit der Gründungen zu stärken. Diesbezüglich gilt es häufig auch unfreiwillig erfolgte Gründungen (auf Grund von Arbeitslosigkeit oder Bedrohung des Arbeitsplatzes, mangelnder Anerkennung erbrachter Leistungen durch ArbeitgeberInnen etc.) zum Erfolg zu verhelfen.
Die gewählten Zielgruppen weisen nicht nur im Allgemeinen unterdurchschnittliche Gründungshäufigkeiten sondern auch spezielle Problemstellungen im Hinblick auf das Gründungsverhalten auf. Sie bilden vor allem auch aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive.
Die Umsetzung erfolgt als Pilotprojekt für die Region Steiermark. Die Steiermark ist für die Pilotierung besonders geeignet, da hier städtische, ländliche und industriell geprägte Regionen zusammentreffen, verknüpft mit der Lage zu den Erweiterungsländern. Ein alternativer Ansatz wäre gewesen, sich auf eine Zielgruppe und/oder Hauptstädte zu konzentrieren, um im vorgesehen Rahmen ein neues Modell erproben zu können. Der Entwicklungspartnerschaft erschien es zielführender und effizienter, die zur Verfügung stehenden Mittel so einzusetzen, dass durch die Erprobung mit unterschiedlichen Zielgruppen in unterschiedlichen Regionen, breitest mögliche Erfahrung über die Anwendbarkeit des Modells, der erforderlichen spezifischen Bedarfe und übergreifende Gemeinsamkeiten zu gewinnen.
amp Gesamtziele und Gesamtstrategie der EP:
EscaPe baut auf die Beschäftigungspolitischen Leitlinien der Europäischen Kommission für 2004 auf, die u. a. vorsehen, die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen, jungen Menschen, ethnischen Minderheiten, ZuwanderInnen und benachteiligten Personen anzuheben und das UnternehmerInnentum in diesen Personengruppen zu fördern (Mitteilung der Kommission, Die europäische Beschäftigungsstrategie wirkungsvoller umzusetzen, Vorschlag der Kommission für einen Beschluss des Rates; http://europa.eu.int/comm/employment_social/employment_strategy/ guidelines_de.htm). EscaPe möchte daher das Unternehmertum in den Zielgruppen Ältere, Frauen, Menschen mit nicht deutscher Muttersprache stärken, um die Anzahl der Gründungen dieser Zielgruppen zu erhöhen und die insbesondere die Nachhaltigkeit der Gründungen zu verbessern.
Um diese Zielsetzung zu unterstützen, dient EscaPe der Vorbereitung und Begleitung des für Österreich neuen Instruments der Mikrokreditvergabe durch der Entwicklung, Erprobung und Verbreitung innovativer Ansätze der GründerInnen-Beratung und Betreuung dieser Zielgruppen kombiniert mit einer Förderung der Kooperation der relevanten Einrichtungen (Arbeitsmarktservice, GründerInnenzentren, Banken, Wirtschaftskammer etc.). Konkret sollen nach der Entwicklungsarbeit 400 Personen in der vorbreitende Beratung sowie 60 GründerInnen in der Kreditbegleitung betreut werden. Die AWS wird die Kreditvergaben auf Förderfähigkeit und Bürgschaftsübernahme prüfen. Ergänzend erfolgt eine Sensibilisierung und Vernetzung der Beratungsinstitutionen im Hinblick auf die gewählten Ziele/Problemgruppen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sollen folgende zentrale Aspekte berücksichtigt werden:
- Überwindung von Finanzierungshürden durch Mikrokreditvergaben gekoppelt mit einer Finanzberatung (nach europäischen Vorbildmodellen)
- Erweiterung der vorhandenen Beratung und Betreuung um zielgruppenspezifische Angebote, u.a. durch interkulturelle Öffnung bzw. einer dem Individuum gerecht werdender Wahrnehmung relevanter Institutionen (insbesondere Banken)
- Verbesserte Betreuung in der Unternehmensentwicklung durch mikrokredit-bezogenes Coaching im Anschluss an die Gründungsphase
- Die Einbeziehung von bestehenden Angeboten und deren zielgruppenorientierte Weiterentwicklung
Ein bedarfsgerechtes Angebot, eine das erste Jahr einer Kreditrückzahlung begleitende Beratung sowie hilfreiche und auf den vorhandenen Kenntnissen der Betroffenen aufbauende Werkzeuge für unternehmerischen Alltag sollen Hemmnisse, wie beispielsweise den mangelnden Rückhalt in entsprechenden Netzwerken aber auch persönliche Defizite (Unternehmerqualifikation, sprachliche Kenntnisse, Risikoabschätzung, soziale Abhängigkeiten etc.) ausgleichen.
Durch die breite Einbindung aller Zielgruppen soll gewährleistet werden, dass die zu entwickelnden allgemein zugänglichen Fördermodelle zielgruppenspezifische Anforderungen berücksichtigen. Die Modelle sollten der Diversifiziertheit der GründerInnen gerecht werden und Diskriminierung verhindern; insbesondere auch durch die Ausweitung des Konzeptes der interkulturellen Öffnung zu einer dem Individuum gerecht werdenden Wahrnehmung gründungsberatender Einrichtungen, Banken etc. Besondere Beratungs- oder Förderungsmöglichkeiten, welche zielgruppenspezifisch bestehen, werden zusätzlich geprüft und dargestellt.
Die Tatsache einer bereits bestehenden, breiten Unterstützungsstruktur im Bereich der Unternehmensgründungen bei gleichzeitiger Existenz von Lücken im Angebot führt einerseits zur Strategie der Einbindung der Akteure der Gründungsunterstützung bzw. andererseits von Institutionen mit zielgruppenorientierter Beratungserfahrung. Es sollen nicht neue Strukturen geschaffen, sondern bestehende Strukturen innovativ zu ergänzt und in ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden. Ein Mehrwert wird vor allem dadurch erzielt, dass die Einzelangebote besser vernetzt, bedarfsorientierter kommuniziert und vermittelt werden. Den Angelpunkt bildet dabei das österreichischen Geld- und Kreditwesen, welches in den Prozess eingebunden sowie entsprechend unterstützt werden soll, um ein Angebot an Mikrokrediten zu schaffen.
Zur Ergebnissicherung, des Mainstreamings der Ergebnisse des Pilotprojektes sowie der Absicherung von Qualitätsstandards wird ein Selbstevaluations-Prozess in Gang gesetzt, kombiniert mit der Dokumentation der Ergebnisse. Zum Abschluss des Projektes werden diesbezüglich Vorschläge für die Übertragung bzw. den flächendeckenden Einsatz des entwickelten und erprobten Ansatzes gemacht. Um diese breitere Implementierung zu ermöglichen, konnten u. A. die Austria-Wirtschaftsservice (AWS), das Wirtschafts- bzw. das Sozialressort des Landes Steiermark, der österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), das Arbeitsmarktservice Steiermark (AMS) und die Wirtschaftskammer Steiermark insbesondere das Gründerservice, die Sparten Banken und Versicherungen, sowie die Sparte Information und Consulting und die Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie als strategischer Partner für die EP EscaPe gewonnen werden.
Durch die Entwicklung und Erprobung innovativer Förderansätze, die erfolgreiche Sensibilisierung hinsichtlich der Zielgruppen, Erstberatungen und Begleitung von Gründungen mit Mikrokrediten, die Erforschung der Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren dieser GründerInnern und die Dokumentation und Kommunikation der Projektergebnisse soll sicher gestellt werden, dass die Chancen der Existenzgründung als ein erfolgreicher Weg aus der Erwerbslosigkeit erhöht werden und die arbeitsmarktpolitisch relevanten AkteurInnen ein österreichisches Modell der Mikrokreditvergabe und begleitung für zukünftige GründerInnen als ganzheitlichen innovativen Ansatz umsetzen können.
Zur arbeitsmarktpolitischen Relevanz hinsichtlich des für die Pilotierung ausgewählten Bundeslandes Steiermark siehe oben, Gründe für diese EP und Ausgangsproblematik.
Beschreibung der Umsetzung der Gesamtstrategie und der operationellen Gesamtziele:
Die Entwicklungspartnerschaft Escape setzt sich zum Ziel insbesondere benachteiligte Personengruppen bei der Unternehmensgründung zu unterstützen, in dem das Verständnis für die Zielgruppen bei den fördernden und beratenden Einrichtungen gehoben wird und insbesondere der Zugang zu Bank- und Kreditwesen verbessert wird in Kombination mit einem, das erste Jahr der Gründung bzw. die Kreditrückzahlung begleitenden Beratungsangebot. Dieses, für Österreich innovative Konzept soll überprüft und reflektiert werden, um als neue Förderungsrichtlinie für Unternehmensgründungen etabliert werden. Dabei gilt es, allgemeine Richtlinien zu entwickeln, bei gleichzeitiger Berücksichtigung zielgruppenspezifischen Bedarfe. Ein zentrales Anliegen ist, den neu gegründeten Unternehmen faire Entwicklungschancen zu eröffnen, indem sie in der ersten kritischen Phase unterstützt werden und dadurch zu ihrem nachhaltigen Bestehen beizutragen und damit der hohen Verantwortung gegenüber den GründerInnen (insbesondere aus benachteiligten Zielgruppen) gerecht zu werden.
Umsetzung der Gesamtstrategie:
Um die oben genannten Problembereiche aufgreifen und die Zielsetzungen erfüllen zu können ist folgende Umsetzungsstrategie von Bedeutung:
- Entwicklung: zur Entwicklung eines österreichischen Ansatzes der Mikrokreditvergabe sowie begleitender Beratungsangebote
- Beratung- und Begleitung: Durchführung des Beratungsprogramms:
o zur Sensibilisierung und Vorberatung der Zielgruppen und zur Beratung gründungsrelevanter Institutionen für die Mikrokreditvergabe und zielgruppenorientierte Beratungsangebote
o im Rahmen der Gründungs- bzw. Nachgründungsphase
- Vernetzung: Sicherstellung des kontinuierlichen Austausches mit gründungsrelevanten Institutionen und Feedback durch die Zielgruppen
- Öffentlichkeitsarbeit und Mainstreaming: Verfügbarmachung der Erfahrungen und Aufbereitung von Unterlagen zur Verbreitung des Modells, Kommunikationskonzepte für die Zielgruppen
- Transnationale Kooperation: Lernen von anderen Ländern, die bereits über solche Modelle verfügen und Rückspielen von Zielgruppen-orientierten Erfahrungen
Auf Europäischer Ebene werden bereits seit Jahren Mikrokredite als Finanzierungs- und Unterstützungskonzept insbesondere für diese Zielgruppe eingesetzt, es gibt bereits ein breites Netz von Institutionen und Förderstrukturen, welches jedoch in Österreich bisher ungenutzt geblieben ist. Internationale Erfahrungen zeigen, dass dadurch die Qualität der Gründungen erheblich besser ist und der Gefahr der Gründung von aussichtslosen Kümmerexistenzen begegnet werden kann. EscaPe erschließt die Erfahrungen auf europäischer Ebene für Österreich analysiert, entwickelt und etabliert ein eigenständiges Konzept gemäß den vorhandenen Strukturen. Zur Modellentwicklung, Pilotierung und Vorbereitung der Implementierung von Mikrokrediten in Österreich gilt es, die bereits vielfältig gegeben Anknüpfungspunkte durch die in Teilbereichen tätigen Institutionen entsprechend den österreichischen bzw. steirischen Rahmenbedingungen und der Zielgruppen zur optimalen Lösung zusammenzuführen. Dabei sind alle relevanten Institutionen einzubinden, um bereits vorhandene Ansätze zu nutzen.
Operationelle Schritte:
Um dieses Vorhaben umzusetzen, sind folgende Teilschritte geplant:
Konzeption und Entwicklung:
1. Analyse internationaler und europäischer Modellprogramme, best practice in Mikrokreditvergabe im Vergleich mit den österreichischen Gegebenheiten und Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Anforderungen, in Kooperation mit den transnationalen PartnerInnen
2. Potenzial-Analyse des Bedarfs an Mikrokrediten und des Nachgründungscoachings nach Zielgruppen. Abschätzung des Bedarfs an beratenden Zusatzleistungen und Entwicklung eines Zielgruppenangebotes, abgestimmt auf die vorhandenen Beratungsangebote
3. Entwicklung eines österreichischen Modells, insbesondere der Klärung der Darlehensgewährung bzw. der Darlehenssicherung, Entwicklung begleitender Konzepte, IKT-gestützter Instrumente und Prozesse für die Vorbereitung und Prüfung der Mikro-Kreditwürdigkeit, das Kredit-Controlling und dem Nachgründungscoaching, in Kooperation mit den transnationalen PartnerInnen.
Beratung
4. Nutzung vorhandener Beratungs- und Qualifizierungsangebote für die Zielgruppen bedarfsbezogene Erweiterung, welche sich durch die gewählte Kreditform und zielgruppenspezifische Bedarfe ergeben. Umsetzung der zielgruppenorientieren Vor-Beratungen (400 Personen), inklusive Finanzberatung
a. Sensibilisierung der Zielgruppen und Vorberatung
b. Sensibilisierung und Beratung von gründungsrelevanten Institutionen für Mikrokredit-Vergaben und Zielgruppen-Bedürfnisse
c. Dazu Weiterentwicklung und Anwendung des Modells der interkulturellen Öffnung.
5. Aktive und laufende Einbindung des österreichischen Kreditsektors und der gründungsfördernden Institutionen und EntscheidungsträgerInnen in die Programmatik. Berücksichtigung der steirischen Besonderheiten und der österreichischen Gesamtperspektive
6. Mikrokreditbezogene Finanzberatung für 100 GründerInnen, Gründungscoaching und kreditbegleitende Beratung für ca. 60 GründerInnen.
7. Durchführung des Nachgründungscoachings (Kreditbegleitung) sowie Aufbau der Selbsthilfe und des Empowerments durch IKT-Tools, Peer Groups, etc.
Ergebnissicherung und Vorbereitung des Mainstreamings im Förderwesen
8. Festlegung von Qualitätskriterien, laufende Selbstevaluierung und Protokollierung zur Ableitung von Empfehlungen für etwaige Adaptierungen für die weitere Umsetzung.
9. Vorbereitung der Programmimplementierung (vorbereitet durch ständige Einbindung und Information relevanter EntscheidungsträgerInnen), Potentialabschätzung im Hinblick auf die beschäftigungspolitische Relevanz des Mainstreamings des Ansatzes im Rahmen der Aktion 3
10. Verankerung Österreichs in den europäischen Netzwerken des Microlendings durch Vermittlung der Entwicklungsarbeiten und Pilotierungsergebnisse in der transnationalen Partnerschaft (Unterstützung relevanter MultiplikatorInnen und Institutionen bei der Ablauf Equal erfolgenden Verankerung der Konzepte und ihrer weiteren Entwicklung)
Die Kernelemente der GründerInnenberatung im Rahmen der Mikrokreditfinanzierung können folgendermaßen beschrieben werden:
o Zielgruppensensibilisierung und zielgruppenorientierte Erstberatung durch die Förderungsstellen einschließlich der Klärung der Gründungsidee
o Vorbereitende, mikrokreditspezifische Finanzierungsberatung in Kooperation mit den Banken
o Für die Kreditfinanzierung werden Banken eingebunden (in Kooperation mit AWS und WK Steiermark, Sparte Banken und Versicherungen). Im Falle einer positiven Begutachtung erfolgt eine Risikoübernahme durch Bürgschaften.
o Durch ein entsprechendes kreditbezogenes Monitoring sowie Coaching der GründerInnen, Peer Groups und Anlass bezogene Beratung in der Phase der Rückzahlung wird die Stabilität der Gründungen unterstützt.
Durch die Absicherung des Risikos einerseits sowie die Unterstützungsstrukturen durch die Vorprüfung und begleitende Beratung andererseits werden Anreize für das Kreditwesen zum Einstieg in die Mikrokreditfinanzierungen gesetzt. Ein entscheidendes Erfolgsmoment von EscaPe ist demnach auch die Gewinnung des Bank- und Kreditwesens für diesen Ansatz, insbesondere hinsichtlich der engen Kooperation mit gründungsberatenden und arbeitsmarktpolitischen Einrichtungen. Diesbezüglich wurde bereits Interesse von einzelnen Banken signalisiert; ebenso von strategischen Partnerorganisationen (siehe oben, arbeitsmarktpolitische Gesamtziele). Darüber hinausgehend ist geplant andere Bundesländer und insbesondere die Bundesebene (der strategischen Partnerorganisationen sowie Ministerien) zu informieren und gemeinsam an die Partnerschaft EscaPe anschließende Initiativen für die Mikrokreditvergabe sowie die Förderung entsprechender begleitender Beratungsangebote auf österreichischer Ebene zu initiieren.
Rationale | Objective | Innovation | Budget | Beneficiaries | Empowerment | Transnationality | Background | National Partners
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