Neue Bundesstraße B 178n verbindet drei Länder und entlastet Dörfer

Durch die neue Straße wird Ostsachsen an die Autobahn A 4 angebunden, wodurch sich die Erreichbarkeit für die Einwohner der Gegend sowie für Besucher, die von Polen oder der Tschechischen Republik nach Dresden fahren, verbessert.

 Weitere Extras

 

Der neue 10,2 km lange Straßenabschnitt gehört zu einem größeren Projekt, mit dem eine Nord-Süd-Verbindung zwischen der Autobahn A 4 und der Stadt Zittau nahe der polnisch-tschechischen Grenze geschaffen werden soll. Durch die Umgehung mehrerer kleiner Städte und Dörfer verbessert die B 178n den Verkehrsfluss und reduziert die Auswirkungen des Durchgangsverkehrs auf die Bevölkerung. Dadurch verbessern sich die Lebensbedingungen nicht nur der Menschen entlang der B 178, sondern auch entlang der Bundesstraßen B 96 und B 6, die dank der Baumaßnahmen ebenfalls eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens erleben werden.

Grenzüberschreitende Vorteile

Die Anbindung an die A 4 – insgesamt circa 42 km neue Straße – bringt die Gegend näher an wichtige Zentren wie die sächsische Hauptstadt Dresden und die tschechische Hauptstadt Prag. Darüber hinaus macht sie das Reisen von Polen oder der Tschechischen Republik nach Deutschland und umgekehrt schneller und leichter und verbessert den Transport von Waren und Material.

Darüber hinaus wird auch mit wichtigen wirtschaftlichen Vorteilen vor Ort gerechnet. Die drei Städte Zittau, Bogatynia und Grottau liegen alle im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik und planen, ihre Zusammenarbeit zu verbessern, um bessere grenzüberschreitende Synergien zu erreichen. Insbesondere die Entwicklung industrieller Immobilien muss koordiniert werden und die Städte haben gemeinsame Marketingmaßnahmen geplant, um von ihrer Lage profitieren und den Markt gemeinsam nutzen zu können.

Verbindungsstraßen

Zum Projekt gehört der Abschnitt 3.2 der neuen Straße, der sich von Obercunnersdorf bis Niederoderwitz erstreckt. Die zweispurige Straße umfasst 16 Ingenieurbauten mit insgesamt 556 m Länge sowie zwei Anschlussstellen.

Es wird erwartet, dass durch das Projekt 50 Arbeitsplätze während der Umsetzungsphase und weitere 29 nach dem Abschluss entstehen werden.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen des Projekts „Neubau der Bundesstraße B 178n (deutsch-polnische Grenze – A4), Modul 2, Abschnitt 3.2“ belaufen sich auf 55 095 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 31 000 000 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Verkehrsinfrastruktur der Bundesrepublik Deutschland“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt. Die Arbeiten fallen unter die Prioritätsachse „Infrastrukturinvestitionen und Verkehrsmanagement der Bundesfernstraßen“.

Datum des Entwurfs

18/11/2014