Worum geht es?

Jugendarbeit zeichnet sich durch drei wesentliche Merkmale aus:

  • Die Teilnahme der jungen Menschen ist freiwillig.
  • Die Arbeit findet dort statt, wo sich die jungen Menschen aufhalten.
  • Jugendbetreuer/-innen und junge Menschen sind Partner in einem Lernprozess.

Die Jugendarbeit umfasst ein breites Spektrum sozialer, kultureller, bildungs- oder sportbezogener und politischer Maßnahmen von und mit jungen Menschen für junge Menschen im Rahmen des nicht formalen und informellen Lernens. In seinen Schlussfolgerungen zur Jugendarbeit würdigt der Rat ihren großen Wert, der auch durch eine im Jahr 2014 veröffentlichte Studie belegt ist.

Ziele

Die Jugendarbeit hilft jungen Menschen, ihr Potenzial voll zu entfalten. Sie trägt zu ihrer persönlichen Entwicklung sowie zu Eigenverantwortung und Eigeninitiative bei und erleichtert ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft.

Beteiligte

Die Jugendarbeit leistet außerschulische Erziehung und bietet Freizeitbeschäftigungen, die von professionellen oder freiwilligen Jugendbetreuern/-betreuerinnen und Jugendleitern/-leiterinnen durchgeführt werden.

Sie wird von jugendgeführten Organisationen, Organisationen für die Jugend, informellen Gruppen, Jugenddiensten oder Behörden organisiert.

Umsetzung

Jugendarbeit ist mannigfaltig und kann in unterschiedlichen Kontexten geleistet werden: für alle zugänglich, in Gruppen, im Rahmen eines Programms, im Rahmen von Sozialarbeit oder punktuell auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene.

Angesichts der großen Wirksamkeit von Jugendarbeit entwickeln immer mehr Organisationen, die beispielsweise in der Jugendgerichtsbarkeit tätig sind oder zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen, ihre eigenen Ansätze. So können junge Leute, die sonst möglicherweise im Abseits stünden, wichtige Dienste in Anspruch nehmen.

Maßnahmen der EU

Im Rahmen des EU-Arbeitsplans für die Jugend für den Zeitraum 2016–2018 befassen sich die Expertengruppen mit folgenden Themen:
  • Bestimmung des spezifischen Beitrags der Jugendarbeit und des nicht formalen und informellen Lernens 
    • zur Förderung der aktiven Bürgerschaft und der Teilhabe junger Menschen an vielfältigen und toleranten Gesellschaften und somit zur Vorbeugung von Marginalisierung, Radikalisierung und daraus resultierender Gewalttätigkeit
    • zur Bewältigung der Herausforderungen und Chancen, die sich durch die wachsende Zahl junger Migranten und Flüchtlinge in der EU ergeben
  • Berücksichtigung der Risiken, Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung auf junge Menschen, Jugendarbeit und Jugendpolitik
Die im Rahmen des EU-Arbeitsplans für die Jugend für den Zeitraum 2014–2015 eingerichteten Expertengruppen befassten sich mit folgenden Themen:
  • Qualitätssysteme der EU-Länder für die Jugendarbeit und die Bedeutung von gemeinsamen Indikatoren oder Rahmen
  • spezifischer Beitrag der Jugendarbeit zur Bewältigung der Herausforderungen für junge Menschen, insbesondere beim Übergang von der Ausbildung ins Erwerbsleben
 
Das Youth Wiki enthält eine Fülle von Informationen zum Thema Jugendarbeit, insbesondere in den folgenden Abschnitten: 
1.7 „Funding youth policy“ (Finanzierung der Jugendpolitik); 
4.7 „Youth work to foster social inclusion“ (Jugendarbeit zur Förderung sozialer Inklusion); 
5.6 „Supporting youth organisations“ (Unterstützung von Jugendorganisationen); 
5.7 „Learning to participate through formal, non-formal and informal learning“ (Mehr Teilhabe durch formales, nichtformales und informelles Lernen); 
6.4 „Validation of non-formal and informal learning“ (Validierung nichtformalen und informellen Lernens); 
6.9 „Awareness-raising about non-formal and informal learning and quality youth work“ (Sensibilisierung für nichtformales und informelles Lernen und qualitativ hochwertige Jugendarbeit) und 
9.6 „Intercontinental youth work and development cooperation“ (Interkontinentale Jugendarbeit und Entwicklungszusammenarbeit).

Mehr erfahren

Berichte der Expertengruppe:

 

Schlussfolgerungen des Rates

 

Unterstützung und Ausbau der Jugendarbeit 

 

Studien