Taxation and Customs Union

Geschichte Der EU-Zollunion


 


Juli 1968

Alle Zölle und Handelsbeschränkungen werden zwischen den sechs Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft – EWG – aufgehoben. Ein gemeinsamer Zolltarif tritt an die Stelle der nationalen Zölle auf Produkte aus der restlichen Welt. Der Handel zwischen den Ländern wächst rasant, ebenso die Investitionen und das Wirtschaftswachstum.

 

1987

Das einheitliche Verwaltungsdokument ersetzt hunderte nationaler Zollformulare. Gleichzeitig wird das einheitliche Versandverfahren eingeführt.

Diese beiden Elemente ebnen den Weg für standardisierte Verfahren in Europa und darüber hinaus.

 

1992

Die EU verabschiedet den Zollkodex der Gemeinschaft. Dieser Kodex fasst erstmals alle Zollvorschriften, die vorher in einer Vielzahl von Gemeinschaftsverordnungen und -richtlinien enthalten waren, in einem einzigen Kodex zusammen – eine Aufgabe von grundlegender Bedeutung für Unternehmen und Zoll.

 

1993

Der freie Warenverkehr ist nun Wirklichkeit geworden. Zollformalitäten an den Binnengrenzen der EU gehören der Vergangenheit an. Keine Schlangen von Lastwagen mehr an den Grenzübergängen, die darauf warten, Waren anzumelden und/oder prüfen zu lassen. Erstmals gelten einheitliche Zollvorschriften in allen Mitgliedstaaten der EU.

 

1994

Der integrierte Zolltarif der Europäischen Union in digitalem Format (TARIC) mit täglicher Übermittlung an die EU-Mitgliedstaaten wird eingeführt. Er ersetzt die erste TARIC-Datenbank mit wöchentlicher Übermittlung seit 1987.

 

1996

Die Zollunion zwischen der EU und der Türkei tritt in Kraft.

 

2003

Ein neues computergestütztes Versandverfahren wird eingeführt. Es ist das erste europäische Zollsystem, das eine elektronische Zollerklärung nutzt.

 

2004

10 neue Länder treten der EU und der EU-Zollunion bei. Dies ist die größte Erweiterung in der Geschichte der EU-Zollunion.

 

2005

Die EU startet das Zollrisikomanagement-System, das mehr als 800 Zollämter miteinander vernetzt und eine digitale Plattform für den Informationsaustausch über Risiken und Unregelmäßigkeiten einführt. Die EU versucht, das Problem der Zollsicherheit durch Rechtsvorschriften zu lösen, die vorsehen, dass Frachtinformationen vorab übermittelt werden können und risikoorientierte Kontrollen sowie Maßnahmen durchgeführt werden, die für die Sicherheit der Lieferkette (end-to-end supply chain) sorgen, auch mit Hilfe des Einsatzes von Technologie.

 

2008

Die EU führt den Status des „zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten“ ein. Dabei handelt es sich um ein international anerkanntes Gütesiegel, das angibt, dass das betreffende Unternehmen in der durchgängigen internationalen Lieferkette als zuverlässig und vertrauenswürdig gilt und dass Zollkontrollen und -verfahren effizient sind und im Einklang mit den EU-Vorschriften stehen.

Dieser Status ist freiwillig. Vorteile sind unter anderem ein schnellerer Zugang zu vereinfachten Zollverfahren und in einigen Fällen auch das Recht auf beschleunigte Lieferungen durch einige Zoll- und Sicherheitsverfahren.

 

2011      

Der Zoll übernimmt eine wichtige Rolle für die Sicherheit in der EU. Es werden einheitliche Risikokriterien eingeführt, die für die Sicherheit aller Waren gelten, welche die EU-Grenzen überschreiten. Dadurch wird sichergestellt, dass alle EU-Bürger und Mitgliedstaaten den gleichen Schutz genießen.

 

2016

Der Zollkodex der Union tritt in Kraft. Er trägt zu einer weiteren Modernisierung und Vereinheitlichung der Zollverfahren durch eine Harmonisierung der Rechtsvorschriften bei, die in der gesamten EU gelten. Mit dem Zollkodex wird auch eine Reihe von IT-Systemen eingeführt, um die harmonisierte Umsetzung der Zollvorschriften zu unterstützen und um den Verwaltungsaufwand für den Handel zu verringern. Die vollständige Umsetzung der IT-Systeme erfolgt schrittweise. Der größte Teil des Systems soll bis zum 31. Dezember 2020 zur Verfügung stehen. Bis 2025 sollen weitere Systeme modernisiert oder eingesetzt werden.

 

2018

Die EU-Zollunion feiert ihren 50. Jahrestag.  

Seit ihrer Gründung im Jahr 1968 wurde sie von sechs Mitgliedstaaten auf 28 Mitgliedstaaten erweitert.



Die EU-Zollunion ist heute der weltweit größte Handelsraum. Sie ist ein Schwergewicht im internationalen Handel. Sie hat eine um ein Vielfaches stärkere Verhandlungsposition als jeder für sich allein handelnde Mitgliedstaat. 


Historisches A/V-Material

Die Geschichte der Zollunion wird mit Hilfe von Bild und Ton illustriert.

 

1968 - Abschaffung der Zölle

 

1969 - Kampagne der Europa-Union von 1969

 

1970 - Tourismus und die EWG

 

 

1972 - Nachrichtenbericht von den belgisch-französisch-deutschen Grenzen

 

1972 - Nachrichtenbericht von den belgisch-französisch-deutschen Grenzen 2

 

1977 - Zollunion

 

 

1981 - Zollkontrolle für Textileinfuhren nach Antwerpen

 

1981 - Ausfuhren der Gemeinschaft nach Japan

 

1984 - Zollkontrollen und -formalitäten: Transit

 

1984 - Zollkontrollen und -formalitäten: Veterinärkontrollen

 

1984 - Zollkontrollen und -formalitäten: Zollabfertigung

 

1992 - Zollinformationssystem