Taxation and Customs Union

Der Zoll ist wirtschaftsfreundlich

Der Zollkodex der Union soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zollkontrollen einerseits und der Erleichterung des rechtmäßigen Handels andererseits schaffen, damit die EU wachsen und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft entwickeln kann.  

Wirtschaftsbeteiligte

Um gewerbliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Einfuhr und Ausfuhr von Waren (in der Rolle des Empfängers, des Anmelders oder des Vertreters) ausüben zu können, müssen sich Wirtschaftsbeteiligte im System für die Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten (EORI) registrieren. 
Ende 2017 waren 5,6 Millionen Rechtssubjekte im EORI-System registriert. 

Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte (AEO)

Ein wichtiges Instrument für die Erleichterung des Handels ist das System der zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (Authorised Economic Operators – AEO). Wirtschaftsbeteiligten mit AEO-Status wird eine bevorzugte Behandlung in den Bereichen Zollvereinfachung und Zollerleichterung gewährt. Ende 2017 gab es fast 16 400 gültige AEO-Bewilligungen in der EU. Die Rolle, die zugelassene Wirtschaftsbeteiligte in der Lieferkette spielen, wird hinsichtlich der Anzahl der angemeldeten Waren zunehmend wichtiger.

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Papierloses Arbeitsumfeld


Für das Funktionieren der Zollunion sind elektronische Systeme unerlässlich. Der Umstieg von Zollverfahren in Papierform auf EU-weite elektronische Verfahren sorgt für ein effizienteres und moderneres Zollwesen. 
Im Jahr 2017 reichten EU-Händler mehr als 99 % der Zollanmeldungen elektronisch ein. Schon bald werden sie das elektronische Zollsystem – entsprechend der laufenden Einführung des elektronischen Unionszollkodex-Systems – auch für andere Elemente ihrer Geschäftstätigkeiten nutzen können.
Die Zollabfertigung ist ein sehr schneller Prozess. Die große Mehrheit der Einfuhranmeldungen, die nach dem Standardverfahren erfolgen, wird innerhalb von 1 Stunde abgefertigt

 

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Vereinfachungen

Vereinfachungen ermöglichen es den Wirtschaftsbeteiligten, Zollverfahren schneller und effizienter durchzuführen. Dies verringert den Verwaltungsaufwand und die Kosten. 
Ende 2017 beliefen sich die gültigen Bewilligungen für die Inanspruchnahme vereinfachter Ein- und Ausfuhrverfahren auf mehr als 50 000. Die meisten Ein- und Ausfuhren wurden 2017 mittels vereinfachter Verfahren durchgeführt.

Darüber hinaus gab es Ende 2017:

  • knapp 27 000 zugelassene Versender bzw. Empfänger im Versandbereich;
  • fast 900 Einzelbewilligungen für alle Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung;
  • mehr als 12 000 Bewilligungen für die Inanspruchnahme von Zolllagern.

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