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Taxation and Customs Union

Import Control System 2 (ICS2)

ICS2 - Praktischer Leitfaden -FAQ - Datenschutzerklärung

ICS2

Was ist ICS2?

Eine der wichtigsten Prioritäten der Europäische Union ist die Sicherheit ihrer Bürger und des Binnenmarktes. Jedes Jahr werden Waren im Wert von mehreren Billionen Euro in die EU eingeführt, was rund 15 % des weltweiten Warenhandels entspricht. Die Europäische Union führt ein neues Zollsystem für Sicherheit und Gefahrenabwehr ein, das auf einem umfassenden Frachtinformationssystem mit Warenvoranmeldung beruht - dem Import Control System 2 (ICS2). Die Initiative leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung eines integrierten EU-Ansatzes zur Stärkung des Zollrisikomanagements als Teil des Rahmens für das Zollrisikomanagement (CRMF).

Das Zollsystem für Sicherheit und Gefahrenabwehr vor der Einfuhr wird zu effektiven Zollkontrollen auf Risikobasis führen und gleichzeitig den freien Fluss des rechtmäßigen Handels über die EU-Außengrenzen ermöglichen. Es ist die erste Verteidigungslinie für den Schutz des EU-Binnenmarkts und der EU-Verbraucher. Die neue Initiative wird den bestehenden Prozess in Bezug auf IT, Recht, Zollrisikomanagement/-kontrollen und Perspektiven für den Handelsbetrieb umgestalten.

Das neue Frachtinformationssystem ICS2 der EU ist die Basis für die Einführung des neuen ordnungspolitischen Zollsystems für Sicherheit und Gefahrenabwehr zum besseren Schutz des Binnenmarktes und der EU-Bürger. Die Daten zu allen Waren, die in die EU verbracht werden, werden vor ihrer Ankunft erfasst. Wirtschaftsakteure müssen ihre Daten zur Sicherheit und Gefahrenabwehr über die Entry Summary Declaration (ENS) an ICS2 melden. Die Verpflichtung zur Abgabe dieser Erklärungen beginnt nicht für alle Unternehmen gleichzeitig. Sie hängt von der Art der Dienstleistung im internationalen Warenverkehr ab und ist mit den drei Phasen zur Einführung von ICS2 verbunden (15. März 2021, 1. März 2023 und 1. März 2024).

Frachtinformationen und Risikoanalysen werden die frühzeitige Identifikation von Bedrohungen ermöglichen und die Zollbehörden im Ernstfall dabei unterstützen, an der geeignetsten Stelle in der Lieferkette einzugreifen.

ICS2 führt effizientere und effektivere Maßnahmen zur EU-Zollsicherheit und Gefahrenabwehr ein, die:

  • den Schutz der EU-Bürger und des Binnenmarkts vor Sicherheitsbedrohungen und Gefahren erhöhen;
  • den EU-Zollbehörden ermöglichen, Warensendungen mit hohem Risiko besser zu identifizieren und an der geeignetsten Stelle in der Lieferkette einzugreifen;
  • in Krisensituationen angemessene, gezielte Zollmaßnahmen an den Außengrenzen unterstützen;
  • die grenzüberschreitende Freigabe für rechtmäßigen Handel erleichtern;
  • den Informationsaustausch zwischen Wirtschaftsakteuren und EU-Zollbehörden erleichtern.

Das Informationsblatt ist auch erhältlich in Englisch– Französisch– Portugiesisch– Spanisch - Arabisch– Chinesisch– Japanisch– Russisch– Türkisch

Was passiert wann?

Drei Phasen

In Übereinstimmung mit dem Arbeitsprogramm des UZK – Unionszollkodex (Durchführungsbeschluss der Kommission (EU) 2019/2151 - UZK-Arbeitsprogramm) wird das ICS2 in drei Phasen eingeführt. Jede Phase betrifft unterschiedliche Wirtschaftsakteure und Verkehrsträger. Wirtschaftsakteure müssen ihre Waren je nach Art der von ihnen erbrachten Dienstleistungen bei ICS2 anmelden.

Was sind die ICS2-Phasen?

Phase 1

Phase 1

Wer?

Anbieter von Kurierdiensten und in Europa ansässige Anbieter von Postdiensten sowie Anbieter von Postdiensten aus Drittländern, die nach Europa versenden.

Wann?

Die erste Phase tritt am 15. März 2021 in Kraft.

Wie?

Vorab-Frachtinformationen vor dem Versand (PLACI) unter Verwendung eines Mindestdatensatzes von ENS-Daten.

Genauere Informationen:

Kurierdienste und bestimmte Betreiber von Postdiensten mit Sitz in der Europäischen Union (Zielversendungen) werden nach dem Unionszollkodex verpflichtet sein, dem ICS2 den Mindestdatensatz elektronischer Vorabdaten im Format der elektronischen Entry Summary Declaration (ENS) für alle versandten Waren zur Verfügung zu stellen, für deren Verbringen[WS(2] in das Zollgebiet der EU sie verantwortlich sind.

Die elektronische ENS wird für alle Kurier- und Postsendungen, die in die Europäische Union eingeführt werden sollen, verbindlich sein.

Warum?

ICS2 soll ein Plus an zusätzlicher Sicherheit schaffen, die über die bestehenden Sicherheitsanforderungen der zivilen Luftfahrt hinausgeht[WS(3] . Vorab-Frachtinformationen vor dem Versand als Bestandteil der ENS werden von den EU-Zollbehörden verwendet werden, um Risikobewertungen von Luft- und Postfracht durchzuführen. Diese Bewertungen sollen unmittelbare Bedrohungen für die Luftsicherheit identifizieren, d. h. Güte, die an Bord eines Flugzeugs gebracht werden und die zur Zerstörung des Flugzeugs und/oder zum Verlust von Menschenleben führen könnten, z.B. unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtungen (USBV), umgangssprachlich auch als „Paketbomben“ bezeichnet.

Weitere Informationen zu Phase 1 finden Sie im „Leitfaden der EU zu den Referral-Verfahren für die Luftfrachtsicherheit für ICS2“, Hier klicken >> um das Dokument in verschiedenen europäischen Sprachen zu lesen (Arabisch - Chinesisch - Russisch).

Weitere ICS2-Projektinformationen finden Sie hier.

Das Informationsblatt ist auch erhältlich in Englisch– Französisch– Portugiesisch– Spanisch - Arabisch– Chinesisch– Japanisch– Russisch– Türkisch

Phase 2

Phase 2

Wer?

Betreiber von Postdiensten, Kurier- und Luftfrachtdiensten und Spediteure.

Wann?

Die zweite Phase tritt am 1. März 2023 in Kraft.

Wie?

Betreiber müssen die ENS-Daten für alle Waren im Luftverkehr zur Verfügung stellen.

Genauere Informationen:

Für alle Waren, die auf dem Luftweg in Post-, Kurier- und Stückgutsendungen befördert werden, müssen zusätzlich zu den Minimaldatenanforderungen vor dem Verladen die Anforderungen für die Abgabe der vollständigen ENS-Daten vor dem Eintreffen der Waren in der Union erfüllt werden.

Weitere ICS2-Projektinformationen für Phase 2 finden Sie hier.

Phase 3

Phase 3

Wer?

Betreiber, die Waren auf See- und Binnenschifffahrtsstraßen und Straßen sowie Schienen transportieren.

Wann?

Die letzte Phase tritt am 1. März 2024 in Kraft.

Wie?

Betreiber müssen die ENS-Daten für alle Waren in diesen Bereichen, einschließlich Post- und Kuriersendungen, angeben.

Genauere Informationen:

Frachtunternehmen, die den See-, Straßen- und Schienenverkehr nutzen, müssen ENS-Daten an ICS2 übermitteln. Das umfasst Post- und Kurierdienstbetreiber, die Waren mit diesen Verkehrsträgern befördern, sowie andere Parteien wie z.B. Logistikdienstleister. Unter bestimmten Umständen beinhaltet dies auch in der EU ansässige Endempfänger, die ENS-Daten an ICS2 übermitteln müssen.

Weitere ICS2-Projektinformationen für Phase 3 finden Sie hier.

Wie schützen wir Ihre persönlichen Daten

The Commission processes data in ICS2, in its role as a controller jointly with the Member States, through the ICS2 central component.

FAQ

All necessary technical documentation for the update of the EOs IT systems is found on CIRCABC, a collaborative platform, which offers an easy distribution and management of documents.

Praktischer Leitfaden

ICS2 is the EU customs advance cargo information system. It will beimplemented to gather data on all goods destined to enter or to transit via the EU before they reach the EU’s external borders.