Taxation and Customs Union

Rechte am Geistigen Eigentum - Zahlen und Fakten

Jedes Jahr veröffentlicht die Europäische Kommission einen Bericht über die Zollbeschlagnahmen von Waren, die im Verdacht stehen, Schutzrechte, wie Warenzeichen, Urheberrechte oder Patente zu verletzen.

Diese Statistiken werden auf der Grundlage der von den Mitgliedstaaten gemäß Artikel 31 der Verordnung (EU) Nr. 608/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchsetzung der Rechte geistigen Eigentums durch die Zollbehörden übermittelten Daten erstellt.

Sie enthalten nützliche Informationen für die Analyse der Verletzungen geistiger Eigentumsrechte, die sich auf den EU-Markt auswirken sowie für die Entwicklung von geeigneten Gegenmaßnahmen durch den Zoll.

Berichte zur Durchsetzung der Rechte geistigen Eigentums durch die Zollbehörden können hier eingesehen werden und stehen zum Download zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass ausschließlich Waren, die in Anwendung des Verfahrens der Verordnung (EU) Nr. 608/2013 beschlagnahmt wurden, in diese Statistiken aufgenommen werden.


2018

Laut neuen Zahlen, die heute von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurden, gab es 2018 mehr Beschlagnahmen von in die EU eingeführten gefälschten Waren, was auf die große Menge an kleinen, per Express und Postversand verschickten Paketen zurückzuführen ist. Die Zahl der abgefangenen Sendungen stieg von 57 433 im Jahr 2017 auf 69 354 im Jahr 2018 an, obwohl die Gesamtmenge an beschlagnahmten Artikeln im Vergleich zu den Vorjahren zurückging. 2018 wurden knapp 27 Millionen Artikel beschlagnahmt, die Rechte des geistigen Eigentums verletzten. Insgesamt hatten sie einen Marktwert von fast 740 Mio. EUR.

Zigaretten stellen mit 15 % der Gesamtmenge an beschlagnahmten Waren die wichtigste Warenkategorie dar. Es folgen Spielwaren (14 %), Verpackungsmaterial (9 %), Labels, Etiketten und Aufkleber (9 %) sowie Kleidung (8 %). Produkte für den täglichen persönlichen Gebrauch, wie Körperpflegeprodukte, Medikamente, Spielwaren und elektrische Haushaltsgeräte, machten fast 37 % der beschlagnahmten Artikel aus.

Waren, die Rechte des geistigen Eigentums verletzen, kamen nach wie vor hauptsächlich aus China. Gefälschte alkoholische Getränke stammten vorwiegend aus Nordmazedonien. Die Türkei war das wichtigste Herkunftsland für andere Getränke, Parfüme und Kosmetikprodukte. Die EU-Zollbehörden entdeckten eine große Zahl von gefälschten Uhren, Mobiltelefonen und Zubehör, Tintenpatronen und Tonern, CDs/DVDs, Labels, Etiketten und Aufklebern aus Hongkong (China). Computerausrüstung stammte hauptsächlich aus Indien, Zigaretten aus Kambodscha und Verpackungsmaterial aus Bosnien und Herzegowina.

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