Beschäftigung, Soziales und Integration

Aktuelles 24/09/2014

Dein erster EURES-Arbeitsplatz: Europäische Kommission veröffentlicht Evaluierungsbericht

Die Europäische Kommission hat heute einen Bericht veröffentlicht, in dem „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ evaluiert wird, ein von der Kommission zwischen 2011 und 2013 umgesetztes Programm zur beruflichen Mobilität, welches junge Europäerinnen und Europäer zwischen 18 und 30 dabei unterstützt, einen Arbeitsplatz oder Ausbildungsplatz in anderen EU-Staaten zu finden.

Das Ziel der Evaluierung (Zusammenfassung des Berichts) war, eine Bestandsaufnahme zu den in den ersten zwei Jahren des Programms erreichten Ergebnissen und zu den wichtigsten zukünftigen Herausforderungen vorzunehmen.

Wichtige Erkenntnisse

In der Studie wird Dein erster EURES-Arbeitsplatz nach den folgenden Evaluierungskriterien dargestellt:

  • Relevanz: Das Programm berücksichtigt die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt, indem der Schwerpunkt auf die Jugendarbeitslosigkeit, das Missverhältnis zwischen vorhandenen und benötigten Qualifikationen und die Mobilitätshindernisse gelegt wird.
  • Ergänzende Funktion: Es ergänzt das EURES-Netzwerk, weitere EU-Mobilitätsprogramme sowie sonstige nationale grenzüberschreitende Programme und Initiativen.
  • Mehrwert: Es schafft einen Mehrwert bezüglich der beruflichen Mobilität der Jugend durch sein Paket aus Einstellungsverfahren, Abstimmung und Vermittlungsaktivitäten, kombiniert mit den Anreizen einer finanziellen Unterstützung.
  • Organisation und Führung: Es kann leistungsfähiger sein, wenn es über lange Zeit hinweg von erfahrenen Unternehmen mit verbesserten Qualitätsstandards und Risikosteuerungsverfahren vorangetrieben wird.
  • Effektivität: Es kann bessere Ergebnisse durch stabile Partnerschaften und längere Zeiträume für die Umsetzung des Projekts erzielen.
  • Effizienz: Es arbeitet langfristig effizienter; nicht Teil des EURES-Netzwerkes zu sein bedeutet wesentlich höhere Anlaufkosten, allerdings können auch erhebliche versteckte Kosten entstehen, insbesondere in Behörden.

Empfehlungen

Auf der Basis der auf Beweise gestützten Erkenntnisse und der Erfahrung mit anderen EU-Mobilitätsprogrammen wird die Kommission im Evaluierungsbericht dazu aufgerufen:

  • weiterhin „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ auf EU-Ebene zu organisieren;
  • „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ in die EURES-Serviceleistungen einzugliedern;
  • für einen Ausgleich bei den Projekttypen und der geografischen Verteilung zu sorgen;
  • administrative Hürden für alle Akteure zu vermeiden;
  • mehr in die Präsenz auf zentraler Ebene zu investieren;
  • die Dauer der Projekte zu verlängern und die öffentlich-privaten Partnerschaften zu stärken;
  • weiterhin Richtlinien zur Umsetzung vorzugeben und die Fortschritte zu überwachen.

Bestimmte weitere Empfehlungen betreffen alle Kriterien für die Evaluierung des Programms (siehe oben).

Optionen für die Richtlinien der Zukunft

Im Evaluierungsbericht ist auch ein Instrumentarium für Optionen in Bezug auf die zu erstellenden Richtlinien enthalten, um „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ über 2014 hinaus weiterzuentwickeln, und zwar mit einem Überblick über die Vor- und Nachteile einer jeden Option:

  1. Die Fortführung von „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ unter direkter Leitung der Europäischen Kommission.
  2. Die Integration der Angebote von „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ in die Programme der Mitgliedstaaten in geteilter Mittelverwaltung (z. B. über den ESF) oder mit nationalen Budgets.
  3. Die Schaffung eines völlig neuen finanziellen und rechtlichen EU-Instrumentariums zur Förderung eines EU-Jugend-Mobilitätsprogramms.

Einige dieser Optionen (1 und 2) könnten möglicherweise im Laufe der Zeit nebeneinander bestehen.

Im Zeitraum von 2014-2020 kann „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ als zielgerichtetes Mobilitätsprogramm (TMS) fortgesetzt werden, das über das EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) finanziert wird (Option 1).

 

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