Beschäftigung, Soziales und Integration

Aktuelles 03/11/2016

Über 100 Vereinbarungen mit Mikrofinanzierungsanbietern unterzeichnet Seit dem Start der Mikrofinanzierungsinitiativen der EU

Im Rahmen des PROGRESS-Mikrofinanzierungsinstruments und des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) wurde über 1 Mrd. EUR an Mikrokrediten für Mikrokreditnehmer in der ganzen EU mobilisiert.

Durch die Zusammenarbeit des Europäischen Investitionsfonds (EIF), der Europäischen Kommission und Mikrofinanzierungsanbietern kommen für die Aufnahme eines solchen Mikrokredits in Frage

  • arbeitslose Kleinstunternehmer,
  • junge Selbstständige,
  • Minderheiten,
  • Frauen sowie ländliche Gemeinschaften;

bei diesen Gruppen kann die Mikrofinanzierung bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und der Gesundheitsversorgung sowie in Bezug auf sozialen Wohnraum und Aus- und Weiterbildung helfen.

Marianne Thyssen, Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, erklärte dazu: „Mit der Mikrofinanzierung verbessern wir den Zugang zu Finanzmitteln und ermöglichen es den Menschen, ihre Fähigkeiten und Talente zu nutzen. Wir sind davon überzeugt, dass sich hierdurch riesige Chancen für die Schaffung von Arbeitsplätzen eröffnen, da die Unternehmer mit der Mikrofinanzierung in die Lage versetzt werden, ein Unternehmen zu gründen und auszubauen.“

Mikrofinanzierungsförderung durch die EU

Das europäische Progress-Mikrofinanzierungsinstrument ist 2010 mit dem Ziel eingerichtet worden, den Zugang zu Mikrokrediten (das sind Darlehen unter 25 000 EUR) zur Gründung oder zum Ausbau eines Kleinunternehmens zu erleichtern. Inzwischen erfolgt die Mikrofinanzierungsförderung durch die EU im Rahmen des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI).

Das Programm für Beschäftigung und soziale Innovation

Mit dem Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) der Europäischen Kommission werden die EU-Ziele eines hohen Beschäftigungsniveaus, eines angemessenen Sozialschutzes, der Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung und Armut und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstützt. Das EaSI-Bürgschaftssystem wurde im Juni 2015 eingeführt; es wird von der Europäischen Kommission finanziert und vom Europäischen Investitionsfonds verwaltet.

Das System unterstützt Finanzmittler, die Mikrokredite für Unternehmen oder Finanzierung für soziale Unternehmen anbieten. Ziel ist es, den Zugang zu Mikrokrediten für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die sich selbstständig machen oder ihr Unternehmen weiterentwickeln wollen, sowie für Kleinstunternehmen zu verbessern, und zwar insbesondere durch Darlehen bis zu 25 000 EUR.

Darüber hinaus unterstützt die Europäische Kommission erstmals auch soziale Unternehmen mit Investitionen von bis zu 500 000 EUR. Die Unterstützung für Mikrofinanz und soziales Unternehmertum erfolgt derzeit über die EaSI-Bürgschaft, die es Finanzmittlern ermöglicht, sich in Kleinstunternehmen und sozialen Unternehmen zu engagieren, die ansonsten wegen des Risikos keine Finanzmittel hätten erhalten können.

Der Europäische Investitionsfonds

Die Hauptaufgabe des Europäischen Investitionsfonds (EIF) ist Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Europa zu unterstützen, indem er ihnen den Zugang zu Finanzierungsmitteln erleichtert. Der EIF konzipiert und entwickelt Modelle für Risiko- und Wachstumskapital, Bürgschaften und Mikrofinanzierungsinstrumente, die speziell auf dieses Marktsegment zugeschnitten sind. In dieser Funktion fördert der EIF die Ziele der EU in den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung, unternehmerische Initiative, Wachstum und Beschäftigung.

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