Beschäftigung, Soziales und Integration

Die Jugendgarantie

Sinn und Zweck der Jugendgarantie

Die Jugendgarantie ist die Zusage aller EU-Mitgliedstaaten, zu gewährleisten, dass alle jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten, nachdem sie arbeitslos geworden sind oder ihre Ausbildung abgeschlossen haben, ein hochwertiges Angebot für

  • eine Beschäftigung,
  • eine Weiterbildungsmaßnahme,
  • eine Lehrstelle, einen Ausbildungsplatz oder
  • ein Praktikum

erhalten.

Alle EU-Länder haben sich in einer Empfehlung des Rates vom April 2013 der Umsetzung der Jugendgarantie verschrieben.

Bisherige Ergebnisse

Die Jugendgarantie ist unionsweit Realität geworden. Sie hat dazu beigetragen, das Leben von Millionen junger Europäerinnen und Europäer zu verbessern.

  • Seit 2014 haben sich jährlich mehr als 5 Millionen junge Menschen in Jugendgarantie-Programmen registriert.
  • Seitdem haben jedes Jahr über 3,5 Millionen von ihnen ein Stellen-, Weiterbildungs-, Praktikums- oder Ausbildungsangebot angenommen
  • Im Rahmen der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen erhielten über 2,4 Millionen junge Menschen in der EU direkte Unterstützung.

Videos: Jugendgarantie / Beschäftigungsinitiative für junge Menschen – Erfahrungsberichte und Projekte

Seit der Einführung der Jugendgarantie vor 5 Jahren haben sich die Möglichkeiten für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert:

  • Nahezu 2,3 Millionen weniger junge Menschen in der EU sind arbeitslos und 1,8 Million weniger Jugendliche sind weder in Arbeit noch in Ausbildung.
  • Die Jugendarbeitslosigkeit ist von ihrem Höchststand von 24 % im Jahr 2013 auf 14 % im Jahr 2019 zurückgegangen.
  • Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Arbeit noch in Ausbildung sind, ist von 13,2 % im Jahr 2012 auf 10,3 % im Jahr 2018 zurückgegangen.

Die verbesserte wirtschaftliche Lage in Europa hat jungen Menschen geholfen. Außerdem deuten die Fortschritte auch darauf hin, dass die Jugendgarantie etwas bewirkt hat. Sie hat jungen Menschen Chancen eröffnet und Impulse für Reformen gegeben.

Die Kommission wird weiterhin die umfassende Einführung nationaler Jugendgarantie-Programme unterstützen. In der europäischen Säule sozialer Rechte wurde der Einsatz der EU für die Jugendgarantie bekräftigt.

Mitteilung: Die Jugendgarantie und die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, drei Jahre danach

Factsheet zur Jugendgarantie und die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen

Erfolgsgeschichten

Einen Überblick über weitere nationale Reformen und Maßnahmen finden Sie in der

Aufbau der Jugendgarantie-Programme

Die Jugendgarantie hat den Schwerpunkt auf frühzeitige Maßnahmen und nicht registrierte Jugendliche gelegt, die sich weder in Ausbildung, noch in Arbeit befinden, und hat die Lücken bei der Unterstützung arbeitsloser Jugendlicher aufgezeigt. Als Ergebnis haben die meisten öffentlichen Arbeitsverwaltungen ihre Dienste für junge Menschen verbessert und ausgebaut.

Reformen der Ausbildungs- und Praktikumssysteme haben junge Menschen besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts vorbereitet und ihnen geholfen, die passenden Fertigkeiten zu entwickeln. Die Koordinierung zwischen den Politikbereichen Beschäftigung, Bildung und Jugendpolitik wurde verstärkt. Neue Partnerschaften mit Sozialpartnern und Jugendwerken (einschl. Jugendorganisationen) wurden aufgebaut.

Die EU hat die Mitgliedstaaten bei der Entwicklung ihrer nationalen Pläne zur Umsetzung der Jugendgarantie unterstützt. Die Kommission unterstützt die Umsetzung der nationalen Programme und erleichtert den Austausch von Erfahrungen durch das Programm „Voneinander lernen“ der europäischen Beschäftigungsstrategie und Maßnahmen des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSi).

Finanzierung

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen ist im Programmplanungszeitraum 2014–2020 zusammen mit zielgerichteten Investitionen aus dem Europäischen Sozialfonds die wichtigste EU-Finanzressource für die Umsetzung der Jugendgarantie vor Ort.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen startete mit einem Haushalt von 6,4 Milliarden Euro für die am stärksten betroffenen Mitgliedstaaten. Wegen der positiven Ergebnisse wurde sie im Jahr 2017 auf 8,8 Milliarden aufgestockt.

Die Mitgliedstaaten können hohen Folgekosten in der Zukunft vorbeugen, indem sie in ihren nationalen Haushalten den Beschäftigungsmaßnahmen für junge Menschen Priorität einräumen.

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