Beschäftigung, Soziales und Integration

Renten und Pensionen

Renten sollen Menschen im Ruhestand vor Armut schützen und ihnen einen angemessenen Lebensstandard ermöglichen. Für rund ein Viertel der EU-Bevölkerung sind Renten, vor allem staatliche Renten, die Haupteinkommensquelle.

Nach den Grundsätzen der europäischen Säule sozialer Rechte

  • haben Arbeitnehmer/innen und Selbständige das Recht auf ein Ruhegehalt, das ihren Beiträgen entspricht und ein angemessenes Einkommen sicherstellt;
  • sind Frauen und Männer beim Erwerb von Ruhegehaltsansprüchen gleichberechtigt;
  • hat jeder Mensch im Alter das Recht auf Mittel, die ein würdevolles Leben sicherstellen.

Herausforderungen

Der Anteil älterer Menschen an der europäischen Bevölkerung nimmt zu, und auch die Lebenserwartung steigt. Die europäischen Rentensysteme müssen angepasst werden, um finanziell tragbar zu bleiben und den Europäerinnen und Europäern eine angemessene Altersversorgung garantieren zu können.

Obwohl die Menschen im Ruhestand in den meisten EU-Ländern weniger von Armut bedroht sind als die Erwerbstätigen, gibt es Ungleichheiten:

  • Zwischen den einzelnen Ländern bestehen erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Armutsrisikos und der Renteneinkünfte.
  • Das Risiko der Altersarmut und sozialen Ausgrenzung ist für Frauen höher als für Männer. Die Renten von Frauen liegen im Durchschnitt mehr als ein Drittel unter den Renten der Männer.
  • Der Erwerb von Rentenansprüchen ist für atypisch Beschäftigte oder Selbständige häufig schwieriger als für Arbeitnehmer/innen mit unbefristetem Vollzeitarbeitsplatz.
  • Das Risiko der Altersarmut und sozialen Ausgrenzung steigt mit zunehmendem Alter.

Politische Maßnahmen

Die EU-Länder entscheiden selbst über ihre Rentenpolitik und setzen sie um. Die EU unterstützt sie in ihren Bemühungen, ein hohes Maß an Sozialschutz wie beipielsweise angemessene Renten sicherzustellen, indem sie das Lernen voneinander und den Austausch bewährter Verfahren fördert.

Ihre Unterstützung erstreckt sich auf Folgendes:

Die Rentenansprüche von Menschen, die innerhalb der EU umziehen, sind durch das EU-Recht geschützt. Die Koordinierung der sozialen Sicherheit gewährleistet die Übertragbarkeit der Rentenansprüche mobiler Arbeitnehmer/innen. Ihre Zusatzrentenansprüche sind durch besondere Vorschriften geschützt.

Renten sind auch ein Schwerpunkt der wirtschaftspolitischen Koordinierung – des Europäischen Semesters – weil sie für das Wohlergehen der Europäer/innen und die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen eine große Rolle spielen.

Seite weiterempfehlen