Beschäftigung, Soziales und Integration

Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsplatz

Ihr Recht auf Gleichbehandlung

Das EU-Recht verbietet Diskriminierung am Arbeitsplatz aus Gründen des Alters, des Geschlechts, einer Behinderung, der ethnischen Herkunft oder der Rasse, der Religion oder der Weltanschauung oder der sexuellen Ausrichtung. Gleichbehandlungsvorschriften auf EU-Ebene legen Mindestschutzniveaus für alle in der EU tätigen Menschen fest.

Sie haben Anspruch auf Gleichbehandlung in puncto Einstellung, Arbeitsbedingungen, Beförderung, Bezahlung, Zugang zur beruflichen Bildung, betriebliche Altersversorgung und Entlassung.

Die EU-Rechtsvorschriften besagen, dass Arbeitgeber am Arbeitsplatz nicht diskriminieren d&uuuml;rfen, und dass Arbeitnehmer das Recht haben, nicht diskriminiert zu werden.

Welche Formen von Diskriminierung am Arbeitsplatz gibt es?

Folgende Situationen fallen unter das EU-Recht:

Eine unmittelbare Diskriminierung liegt dann vor, wenn ein Arbeitgeber Sie in Bezug auf die sechs oben genannten Gründe schlechter als eine andere Person in einer vergleichbaren Situation behandelt. Ein Beispiel wäre die Weigerung, jemanden einzustellen, weil er oder sie älter als 35 Jahre ist.

Eine mittelbare Diskriminierung liegt dann vor, wenn eine für alle geltende Praxis, Politik oder Regel sich für einige Personen negativ auswirkt. Diese Maßnahmen scheinen auf den ersten Blick neutral zu sein, diskriminieren aber in Wirklichkeit bestimmte Personen. Beispielsweise können Durchführungsbestimmungen, die für Teilzeitbeschäftigte ungünstig sind, Frauen indirekt diskriminieren, da es sich bei den meisten Teilzeitbeschäftigten um Frauen handelt.

Belästigung ist eine weitere Form der Diskriminierung am Arbeitsplatz. Hierzu zählen unerwünschtes Verhalten, Mobbing oder andere Verhaltensweisen, die auf Einschüchterung, Anfeindung, Erniedrigung, Demütigung oder Beleidigung abzielen oder ein entsprechendes Umfeld schaffen. Wenn beispielsweise der Chef oder ein Kollege Schwulen- oder Lesbenwitze vor schwulen Kollegen oder lesbischen Kolleginnen erzählt.

Eine Anweisung zur Diskriminierung liegt dann vor, wenn jemand andere zur Diskriminierung einer anderen Person auffordert. Wenn ein Arbeitgeber beispielsweise einer Zeitarbeitsagentur vorgibt, ihm nur Arbeitnehmer/innen unter 40 zu vermitteln.

Von Viktimisierung spricht man, wenn Menschen für eine Beschwerde wegen Diskriminierung büßen müssen. Wenn beispielsweise eine Person entlassen oder nicht befördert wurde, weil sie eine Diskriminierungsbeschwerde gegen ihren Chef eingereicht hat.

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