Beschäftigung, Soziales und Integration

Ungarn - Altersleistungen

In welchen Situationen kann ich die Leistungen beantragen?

Zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gehören die Altersrente (nur ab Rentenalter), Leistungen für Frauen mit einer Anwartschaftszeit in Höhe von 40 Jahren (nők 40 év jogosultsági idővel) sowie die Hinterbliebenenrente.

Anspruch auf eine Altersrente haben Personen, die das gesetzlich vorgeschriebene Alter erreicht und die Mindestversicherungszeiten zurückgelegt haben.

Die Altersrente kann bis zum gesetzlich festgesetzten Höchstbetrag gewährt werden, auch wenn der Empfänger noch einer bezahlten Tätigkeit nachgeht. Rentner, die für ihre Tätigkeit ein Einkommen erhalten, müssen Rentenbeiträge auf Basis ihres Einkommens zahlen. Somit erhöht sich ihre Rente nach Versicherungsleistungen um 0,5 % ihres Monatslohns, der als Grundlage für die Beitragsberechnung dient.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Altersrente (Öregségi nyugdíj)

Anspruch auf eine Altersrente haben Personen, die das gesetzlich vorgeschriebene Alter erreicht und die Mindestversicherungszeiten zurückgelegt haben. Das Renteneintrittsalter wird ab 2010 schrittweise angehoben (um ein halbes Jahr für jede Altersgruppe), so dass 2022 ein Renteneintrittsalter von 65 für diejenigen, die 1957 und später geboren wurden, erreicht ist. Die zuerst von dieser Erhöhung Betroffenen sind diejenigen, die 1952 geboren wurden.

Vorruhestand

Die Altersrente für Frauen mit 40-jähriger Anwartschaftszeit ('öregségi nyugdíj nők számára 40 év jogosultsági idővel') steht, unabhängig vom Alter, den Frauen zu, die mindestens 40 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben und nicht mehr erwerbstätig sind. Die Anwartschaftszeit bezieht sich auf jegliche Zeiten der Erwerbstätigkeit bzw. auf den Bezug von Beihilfe zur Kleinkindbetreuung (csecsemőgondozási díj), Kinderbetreuungsbeiträgen (gyermekgondozási díj), Beihilfe für die häusliche Beaufsichtigung von Kindern (gyermekgondozási segély) (bis zum 31. Dezember 2015), Beihilfe zur Kinderbetreuung (gyermekgondozást segítő ellátás) (ab dem 1. Januar 2016) sowie Erziehungsgeld (gyermeknevelési támogatás) oder Vergütungsgebühren für Pflege in Verbindung mit der Kindererziehung (Ápolási díj). Zusätzlich zu den Zeiten, in denen die vorher genannten Leistungen in Verbindung mit der Kindererziehung bezogen wurden, müssen mindestens 32 Jahre Erwerbstätigkeit vorgewiesen werden können. Eine Erwerbstätigkeit über 30 Jahre muss im Fall des Erhalts von Vergütungsgebühren für Pflege vorgewiesen werden. Bei Frauen, die fünf oder mehr Kinder großziehen, wird für jedes im Haushalt großgezogene Kind die Anwartschaftszeit um jeweils 1 Jahr gekürzt. Die maximale Kürzung beträgt 7 Jahre.

Ab dem 1. Januar 2012 werden - mit Ausnahme der Altersrente für Frauen mit 40-jähriger Anwartschaftszeit ('öregségi nyugdíj nők számára 40 év jogosultsági idővel') - die vorherigen Vorruhestandsleistungen zu „Leistungen vor Renteneintritt“ ('korhatár előtti ellátás') zusammengefasst. Folgende Personen haben Anspruch auf diese Leistungen vor Renteneintritt:

  • Personen, die vor dem 31. Dezember 2011 das für die vorgezogene Altersrente (Előrehozott öregségi nyugdíj) bzw. die verminderte vorgezogene Altersrente (Csökkentett összegű előrehozott öregségi nyugdíj) erforderliche Alter erreicht haben und die nötige Beitragszeit vorweisen konnten;
  • Frauen (Jahrgang 1953), die das 59. Lebensjahr erreicht haben und die eine Beitragszeit von mindestens 37 Jahren vor Beginn der Leistungen vor Renteneintritt vorweisen können. Letzteres gilt jedoch nur für den Zeitraum bis 31. Dezember 2012;
  • Personen mit Anspruch auf den früheren Vorruhestand aufgrund gefährlicher Arbeitsbedingungen (korkedvezményes öregségi nyugdíj) vor Beginn der Leistung vor Renteneintritt. Dies gilt jedoch nur für den Zeitraum bis 31. Dezember 2012; die Möglichkeit eines Erwerbs dieser Anspruchszeiten bestand bis zum 31. Dezember 2014; die Leistung wird weiter an Personen gezahlt, die den Anspruch vor diesem Datum bis zur Erreichung des Rentenalters erworben haben;
  • Personen, die vor dem 31. Dezember 2011 Anspruch auf Leistungen aus der knappschaftlichen Rentenversicherung (bányásznyugdíj) hatten;
  • Personen, die vor dem 31. Dezember 2011 Anspruch auf eine Altersrente für Künstlerinnen und Künstler hatten;
  • Personen, deren Beschäftigungsverhältnis vor dem 1. Januar 2012 beendet wurde und die bis zu diesem Zeitpunkt unter Berücksichtigung bestimmter Bedingungen Anspruch auf Vorruhestandsleistungen hatten;
  • Personen, die vor dem 31. Dezember 2011 Anspruch auf eine Altersrente für Berufssoldaten (szolgálati nyugdíj) hatten.

Diejenigen, die Anspruch auf Vorruhestandsleistungen aufgrund gefährlicher Arbeitsbedingungen haben, können eine Leistung vor dem Rentenalter so viele Jahre vor dem Erreichen des Rentenalters beantragen, wie sie Jahre an vorzeitigen Ruhestand aufgrund gefährlicher Arbeitsbedingungen bis zum 31. Dezember 2012 angesammelt haben. Liegt der Beginn der Leistung im Jahr 2012, gilt diese Regelung bis zum Tag, der dem Beginn der Leistung vorausgeht.

Vorruhestandsleistungen

Seit 2005 gibt es ein neues arbeitsmarktpolitisches Instrument, nämlich das Prämienjahre-Programm, mit dem ältere Menschen im Berufsleben gehalten werden sollen. Das Ziel dieses Programms ist es, Arbeitern im öffentlichen Dienst den Übergang in den Ruhestand durch Teilzeitarbeit zu erleichtern. Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes, die höchstens drei Jahre vor dem Renteneintritt stehen und mindestens 25 Erwerbsjahre nachweisen können, können ihre Arbeitszeit verringern und erhalten dafür bis zur Verrentung 70 % ihres bisherigen Lohns; diese Zeit wird auf die Ansprüche aus der Sozialversicherung angerechnet. Diese Leistung kann als eine Art der Vorruhestandsleistung angesehen werden.

Worauf habe ich Anspruch und wie kann ich die Leistungen beantragen?

Der Rentenantrag wird anhand eines Standardformulars gestellt. In Ungarn lebende Personen können einen solchen Antrag bei den Bezirksämtern der Hauptstadt- und Bezirksverwaltungen des Wohnsitzes (fővárosi és megyei kormányhivatalok járási hivatalai (lakóhely szerinti) einreichen, und zwar persönlich, per Post oder über das elektronische Portal.

In internationalen Rentenfällen müssen Sie Ihren Antrag bei der Behörde der Hauptstadt Budapest, Büro des 8. Bezirks (Budapest Főváros Kormányhivatal VIII. kerületi Hivatal) stellen. Wird der Antrag nicht persönlich eingereicht, muss die Unterschrift des Antragstellers auf dem Vordruck von einem Notar, dem ungarischen Konsulat oder einer Kommunalbehörde beglaubigt werden.

Die Höhe der Altersrente hängt vom Durchschnittslohn und der Beitragszeit (der Versicherungszeiten) ab. Im Allgemeinen wird der Durchschnittslohn, anhand dessen die Altersrente berechnet wird, auf Basis des Einkommens festgelegt, auf das zwischen dem 1. Januar 1988 bis zum Rentenbezug Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt wurden.

Mindestrente

Gemäß den Bestimmungen des ungarischen Rentensystems besteht bei einer Beitragszeit von minimum 20 Jahren Anspruch auf eine monatliche Mindestrente in Höhe von 28 500 HUF. Ist der Durchschnittslohn jedoch niedriger als die Mindestrente, entspricht die Rente 100 % des monatlichen Durchschnittslohns.

Aufschub der Altersrente

Personen, die eine Beitragszeit von 20 Jahren vorweisen können, das Rentenalter erreicht haben und für die noch keine Altersrente gewährt wurde und die für mindestens 30 Tage weiterhin beschäftigt waren, haben Anspruch auf eine Erhöhung der Altersrente um 0,5 % für jeden weiteren Zeitraum von 30 Tagen. In diesem Fall kann die endgültige Höhe der Rente die durchschnittliche monatliche Beitragsgrundlage überschreiten.

Sterbegeld

Die Kommunen können Unterstützung für die Kosten der Bestattung gewähren, sind dazu jedoch nicht verpflichtet.

Beisetzung auf Staatskosten: Der Bürgermeister der für den Sterbeort zuständigen Gemeinde hat dafür zu sorgen, dass die Beisetzung innerhalb von 30 Tagen nach der Meldung des Todesfalls aus öffentlichen Mitteln bestritten wird, wenn niemand für die Beisetzung zuständig ist oder die zuständige Person nicht auffindbar ist oder die Beisetzung nicht übernehmen möchte. Die Gemeinde, in der der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte, erstattet die Beisetzungskosten der Gemeinde, in der der Todesfall eingetreten ist.

Erforderliche Formulare

Die Antragsformulare können von der Webseite der ungarischen Staatskasse heruntergeladen werden und sind bei den jeweiligen Rentenbehörden erhältlich.

Kennen Sie Ihre Rechte

Publikation und Website der Europäischen Kommission:

Kontaktstellen

Behörde der Hauptstadt Budapest, Büro des 8. Bezirks

Budapest Főváros Kormányhivatal VIII. kerületi Hivata

Fiumei út 19/A

1081 Budapest

UNGARN

Postadresse: 1916 Budapest

http://www.kormanyhivatal.hu/hu/budapest

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