Beschäftigung, Soziales und Integration

Griechenland - Hinterbliebenenrente

Wann kann ich Ansprüche geltend machen?

Im Falle des Todes eines Versicherten oder Rentners können die Familienangehörigen unter bestimmten Bedingungen Ansprüche auf eine Hinterbliebenenversorgung geltend machen.

  • Renten im Todesfall

Witwer- bzw. Witwenrente:

Der Hinterbliebene Ehepartner muss zum Zeitpunkt des Todes der versicherten Person oder des Rentners 55 Jahre alt sein. Wenn der Tod eintritt, bevor der Hinterbliebene Ehepartner das 55. Lebensjahr erreicht hat, wird die Rente 3 Jahre lang ausgezahlt. Wenn der Hinterbliebene Ehepartner das 55. Lebensjahr erreicht, während er/sie Rente bezieht, wird der Bezug nach der 3-Jahres-Frist unterbrochen; die Zahlungen werden jedoch wieder aufgenommen, wenn der Hinterbliebene Ehepartner 67 Jahre alt ist. Diese Einschränkungen gelten nicht für Hinterbliebene Ehepartner, die ein Kind oder mehrere Kinder haben, die aufgrund einem bestimmten Behinderungsgrad (67% oder mehr) zu keiner Erwerbstätigkeit befähigt sind.

Der Hinterbliebene geschiedene Ehepartner erhält Rente, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Der frühere Ehepartner war vor seinem/ihrem Tod zu Unterhaltszahlungen verpflichtet (aufgrund eines Gerichtsentscheids zum Ehevertrag zwischen den früheren Ehepartnern).
  • 10 Ehejahre waren vollendet, bevor die Scheidung rechtsgültig war.
  • Die Scheidung erfolgte nicht aufgrund eines schweren Fehlverhaltens der Person, die die Rente beantragt.
  • Der Hinterbliebene geschiedene Ehepartner ist nicht wiederverheiratet oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen.
  • Das zu versteuernde persönliche Jahreseinkommen übersteigt nicht den doppelten Betrag der jährlichen Rente, die unversicherten Rentern höheren Alters durch die vorherige Landwirtschaftskasse (OGA) gewährt wird.

Partner aus eingetragenen Lebenspartnerschaften haben dieselben Rechte im Bezug auf Sozialversicherung, Leistungen, Verpflichtungen oder Einschränkungen wie verheiratete Paare.

Waisenrente:

Legitime Kinder, rechtlich anerkannte Kinder, Adoptivkinder und Kinder, die als solche betrachtet werden, müssen folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sie sind nicht verheiratet und jünger als 18 Jahre. Diese Altersgrenze wird auf 24 Jahre erhöht, wenn sie eine Hochschulausbildung in Griechenland oder im Ausland absolvieren oder wenn sie in Instituten/Zentren/Schulen zur beruflichen Bildung eingeschrieben sind.
  • Zum Todeszeitpunkt des Versicherten sind sie nicht verheiratet und zu keiner Erwerbstätigkeit befähigt (wenn die Behinderung einsetzte bevor sie das 24. Lebensjahr erreichten). In diesem Fall wird die Rente über das 24. Lebensjahr hinaus ausgezahlt.
  • Bestattungszulage: Entschädigung, die in der Regel an die Witwe oder die Person entrichtet wird, die für die Bestattungskosten aufgekommen ist; im Falle des Ablebens eines unterhaltsberechtigten Mitglieds wird die Zulage jedoch nicht ausgezahlt.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Renten im Todesfall: Ansprüche auf eine Hinterbliebenenrente können geltend gemacht werden, wenn die verstorbene Person 1 500 Tage versichert war, von denen 300 Tage in den fünfjährigen Zeitraum vor Eintritt des Todes fallen.

Die Renten sind in der Regel steuerpflichtig.

  • Bestattungszulage: Hat der/die Verstorbene noch keine Rente bezogen, müssen im letzten Jahr vor dem Tod mindestens 100 Versicherungstage oder eine Versicherungsdauer von 15 Monaten unmittelbar vor dem Ableben aufgewiesen werden, ohne dass die letzten drei Monate hinzugerechnet werden.

Zu den erforderlichen Unterlagen, die bei der zuständigen Geschäftsstelle der EFKA (vormals IKA-ETAM) einzureichen sind, gehören das Gesundheitsheft des/der Verstorbenen, das Versicherungsheft (bei Erwerbstätigkeit des/der Verstorbenen) bzw. eine Bestätigung über die Einstellung der Rentenzahlung (für den/die Bezugsberechtige(n)) und die Originalrechnungen des Bestattungsunternehmens.

Worauf habe ich Anspruch und wie kann ich Ansprüche geltend machen?

Renten im Todesfall

Der Hinterbliebene Ehepartner erhält 50% der Rente, die der Verstorbenen bezog oder auf die er/sie Anspruch hatte.

Wenn die Ehe geschlossen wurde, nachdem dem verstorbenen Rentner die Altersrente gewährt wurde, wird die Hinterbliebenenrente abhängig vom Altersunterschied zwischen dem Verstorbenen und dem Hinterbliebenen zwischen 1 und 5% gekürzt.

Gibt es einen Hinterbliebenen Ehepartner und einen geschiedenen Ehepartner, wird das oben genannte wie folgt verteilt: der Hinterbliebene Ehepartner erhält 75% und der geschiedene Ehepartner nach mindestens 10 Ehejahren 25%.

Die Leistung unterliegt einer Bedürftigkeitsprüfung (aufgrund des eigenen Einkommens). Sie wird monatlich ausgezahlt und es gibt keine zusätzlichen Zahlungen und keine Höchstdauer des Leistungsbezugs.

Jedes Kind erhält 25% der Rente des verstorbenen Elternteils. Wenn das Kind beide Eltern verloren hat, erhält er/sie den doppelten Betrag (50%).

Die Leistung unterliegt keiner Bedürftigkeitsprüfung. Sie wird monatlich ausgezahlt und es gibt keine zusätzlichen Zahlungen.

Um die Hinterbliebenenrente zu beantragen, gehen Sie bitte zu:

https://apps.ika.gr/ePensionsEfka/

Bestattungskosten: einmalige Zulage, die dem achtfachen Betrag der Referenzbezüge der höchsten Versicherungskategorie entspricht.

Möglicherweise auszufüllende Formulare

Die eigenen Rechte kennen

Veröffentlichung und Website der Europäischen Kommission:

Kontaktstellen

Vereinheitlichte Sozialversicherung (EFKA)

Direktion für Internationale Beziehungen

Αγίου Κωνσταντίνου 8/8, Agiou Konstantinou Straße
10241 Αθήνα/Athen
ΕΛΛΑΔΑ/GRIECHENLAND

Τel. +30 210 6783661

Website: http://www.efka.gov.gr

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