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Mit OpenAIRE-Advance gelangt Europa näher an das Ziel offener Wissenschaft

Einfacherer Wissensaustausch bedeutet schnellere Fortschritte. Die Initiative OpenAIRE ist seit 2008 ein Vorreiter dieser Vision und hat das Ziel öffentlich zugänglicher europäischer Wissenschaft. Das EU-finanzierte Projekt OpenAIRE-Advance ging einen Schritt weiter, indem es offenen Zugang zu Forschung als Standard in Europa etablierte und so die Wissenschaft näher an die Bevölkerung rückte.

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Das EU-finanzierte Projekt OpenAIRE-Advance ist die vierte Phase des Aufbaus der Online-Infrastruktur von OpenAIRE, um offene Wissenschaft voranzutreiben – einen wissenschaftlichen Ansatz, bei dem alle durch öffentliche Gelder finanzierten Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit digital zur Verfügung stehen. Im Laufe von drei Jahren ist die Organisation mit mittlerweile 47 Mitgliedern langsam über freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen übergegangen, indem offene Forschungsdaten und Software nach den Grundsätzen der Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Wiederverwendbarkeit (engl. Findability, Accessibility, Interoperability and Reuse, FAIR) unterstützt wurden. Konkret heißt das, das Projekt hat „offene wissenschaftliche Gemeingüter“ aufgebaut und mit einer Palette an Diensten zur Beschleunigung der Aufnahme wissenschaftlicher Themen zur Europäischen Cloud für offene Wissenschaft beigetragen.

„Das Projekt bringt zwei zentrale Innovationen“, sagt Natalia Manola, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Athena Forschungs- und Innovationszentrum und Leiterin von OpenAIRE. „Die erste ist ein weltweiter Open Research Graph. Dies ist der erste Schritt hin zu einer Infrastruktur offener Entdeckung und offener Metriken. Die zweite ist ein partizipativer Ansatz zur Umsetzung offener Wissenschaft. Unsere National Open Access Desks (NOADs) in jedem EU-Mitgliedstaat bauen langfristige Beziehungen mit allen auf institutioneller Ebene am Forschungsprozess Beteiligten auf. Sie ermöglichen auch die Zusammenarbeit mit Forschungsgemeinschaften und der Politik auf nationaler Ebene.“

Der Open Reserach Graph beinhaltet eine Sammlung an Forschungsdateneigenschaften (Metadaten, Verknüpfungen) und stellt diese Geldgebern, Forschungseinrichtungen, Forschenden, Forschungsgemeinschaften und Verlagen zur Verfügung. Alle Ressourcen werden über eine semantische Graphdatenbank vernetzt. Der Forschungsgraph umfasst derzeit 130 Millionen Forschungsergebnisse und 15 Millionen Volltexte von 100 Millionen Autorinnen und Autoren.

NOADs waren auch auf nationaler Ebene bahnbrechend. Die stabile Infrastruktur Österreichs ist jetzt beispielsweise vollständig auf die OpenAIRE-Richtlinien ausgerichtet. Alle belgischen Speicher wurden an OpenAIRE angepasst, während die finnischen NOAD sehr aktiv im Bereich nationaler Arbeitsgruppen zu offener Wissenschaft waren. Ein weiteres wichtiges Beispiel der Projektauswirkungen ist die Türkei, in der der NOAD die Idee eines Fahrplans für offene Wissenschaft auf die nationale Agenda setzen konnte.

Ermutigende Statistik

Neben diesen zwei wesentlichen Beiträgen war das Projektteam auch mit der Förderung offener Wissenschaft beschäftigt. Sie haben insgesamt 50 nationale Seminare in nationalen Forschungsökosystemen organisiert. Sie haben Lernmaterial erstellt und 500 Schulungen veranstaltet. Nicht zuletzt haben sie eine „Praxisgemeinschaft zur Schulung von Koordinierenden und Führungskräften“ eingeführt, die derzeit mehr als 70 Mitglieder hat.

Die Bemühungen von OpenAIRE-Advance machten auch vor EU-Grenzen keinen Halt. Der globale Dialog mit nicht-europäischen Speichernetzwerken war einer der Kernschwerpunkte des Projekts. La Referencia (Lateinamerika) wurde erfolgreich in die OpenAIRE-Infrastruktur integriert. Ein regionales OpenAIRE-Portal für kanadische Forschungsergebnisse wurde dank der Zusammenarbeit mit der Canadian Association of Research Libraries (CARL) und drei großen kanadischen Geldgebern aufgebaut. In Afrika wurde ein Speichernetzwerk eingeführt und eine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen führte zur Bereitstellung offen zugänglicher Inhalte auf der UN 2030-Plattform.

„OpenAIRE-Advance hat viele verschiedene Beteiligte erreicht. Obwohl unser Hauptziel Forschende waren, haben wir mit Vermittlungsstellen auf Universitätsebene und Verantwortlichen bei Leistungsträgern zusammengearbeitet. Zahlen lügen nicht und wir freuen uns, die breite Annahme unserer Dienste wie Zenodo, dem PROVIDE-Dashboard, des OpenAIRE Research Graph und von Argos zu sehen“, erklärt Manola.

Das Projekt (OpenAIRE Nexus) hat nun die Verbreitung offener Wissenschaft in Europa übernommen und wird sich auf den weiteren Betrieb der OpenAIRE-Dienste konzentrieren.

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Einzelheiten zum Projekt

Kurztitel des Projekts
OpenAIRE-Advance
Projekt-Nr.
777541
Projektkoordinator
Greece
Projektteilnehmer:
Österreich
Belgien
Bulgarien
Kroatien
Zypern
Tschechien
Dänemark
Estonia
Finnland
Frankreich
Deutschland
Griechenland
Ungarn
Island
Irland
Israel
Italien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Malta
Niederlande
Norwegen
Polen
Portugal
Rumänien
Serbia
Slowakei
Slowenien
Spanien
Schweden
Schweiz
Türkei
Vereinigtes Königreich
Uruguay
Aufwand insgesamt
€ 9 999 997
EU-Beitrag
€ 9 999 997
Laufzeit
-

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