Arbeiten für nachhaltige Energie

Das spanische nationale Zentrum für erneuerbare Energien (CENER) war zunächst eine Vereinbarung zwischen der nationalen und der regionalen Regierung. Heute beschäftigt es fast 200 qualifizierte Mitarbeiter, die aus ihm ein industrielles Referenzzentrum für die Erforschung, Entwicklung und Förderung erneuerbarer Energien auf nationaler und internationaler Ebene gemacht haben.

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Die Nutzung von Solarenergie in Spanien vorantreiben. Copyright : Toni Die Nutzung von Solarenergie in Spanien vorantreiben. Copyright : Toni

„Dank seiner über 200 hochqualifizierten Mitarbeiter bietet CENER Dienstleistungen in fünf Kontinenten an, entwickelt und überträgt Technologie und ist zu einem internationalen Referenzzentrum im Sektor der erneuerbaren Energien geworden.“
José Javier Armendáriz, General Manager von CENER

CENER besitzt eine hochmoderne Technologieinfrastruktur mit den modernsten Labors und Einrichtungen in Europa. Sein Testlabor für Windturbinen in Sangüesa (Navarra) ist das größte weltweit.

Vom regionalen Sachverstand zum nationalen Zentrum

Die nordöstliche Region Navarra ist in Spanien führend im Bereich der Entwicklung erneuerbarer Energien. Begonnen hat alles in den 1990er Jahren mit Windenergie, und bis 2002 hatte die Region bereits mit einem Anteil von 16 % an der Energieerzeugung das EU-Ziel für erneuerbare Energiequellen erreicht.

Mit der Schaffung eines nationalen Zentrums für erneuerbare Energien wurde der Zweck verfolgt, das Fachwissen der Region auf nationaler wie internationaler Ebene zu konsolidieren. Ein wichtiges Ziel bestand darin, einen hohen Grad an finanzieller Selbstständigkeit durch die Konzentration auf wirtschaftlich profitable Tätigkeiten und Dienstleistungen zu erreichen. 2004 erzielte das Zentrum seine angestrebte Verkaufszahlen von 3 Millionen €.

Im Jahr 2002 nahm CENER seine Tätigkeiten auf unter der Leitung der Regierung von Navarra, des Ministeriums für Wissenschaft und Innovation und des Forschungszentrums für Energie, Umwelt und Technologie (CIEMAT). Gemeinsam mit dem Ministerium für Industrie, Tourismus und Handel sind diese Behörden seine Treuhänder. Die Gesamtprojektkosten beliefen sich auf 46,44 Millionen €, die EU war mit einer Kofinanzierung von 2,8 Millionen € beteiligt.

Die Projektarbeit umfasste den Bau des CENER-Verwaltungssitzes im Jahr 2004 in Sarriguren, der „Stadt der Innovation“. Heute unterhält das Zentrum auch Einrichtungen und Büros in Sangüesa (Navarra), Sevilla und Madrid.

Führungsrolle im Bereich der erneuerbaren Energien

Das Zentrum identifiziert, erzeugt, verbreitet und überträgt wissenschaftlich-technisches Wissen und Mehrwert erzeugende Dienstleistungen im Sektor der erneuerbaren Energien. Es unterhält eigene Testeinrichtungen und hochmoderne Labors, arbeitet mit Unternehmen, Institutionen und offiziellen Organisationen zusammen, um die Entwicklung von erneuerbaren Energien auf nationaler und europäischer Ebene wie auch in Südamerika und Afrika zu fördern.

CENERs Forschungs- und Entwicklungsprojekte finden in sechs Bereichen statt: Solarenergie mit Photovoltaik und Solarthermie, Wind, Biomasse (Biokraftstoffe), bioklimatische Architektur und Netzeinspeisung von erneuerbaren Energien. Das Einkommen aus FuE-Verträgen und Dienstleistungen macht rund 60 % des Jahresbudgets des Zentrums aus.

Das Zentrum brachte auch für Navarra Vorteile: Es entstanden neue Arbeitsplätze, es wurde ein besseres regionales Wirtschaftsgleichgewicht erzielt, und das Niveau der CO2-Emissionen konnte gesenkt werden.


Datum des Entwurfs

13/01/2010